VGH 2020/049
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27.08.2020
VGH
Urteil
Sprüche: abgewiesen
VGH 2020/049
Der Verwaltungsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, hat durch die
Richterlic.iur. Andreas Batliner, Präsident
lic.iur. Marion Seeger
lic.iur. Adrian Rufener
Dr.iur. Esther Schneider
lic.iur. Daniel Tschikof
in der Beschwerdesache des
Beschwerdeführers:
A

wegenAsyl
gegenEntscheidung der Regierung vom 31. März 2020, LNR 2020-348 BNR 2020/459 REG 2582
in der nicht-öffentlichen Sitzung vom 27. August 2020
entschieden:
1.Die Beschwerde vom 16. April 2020 gegen die Entscheidung der Regierung vom 31. März 2020 zu LNR 2020-348 BNR 2020/459 REG 2582 wird abgewiesen und die angefochtene Entscheidung bestätigt. 
2.Der Antrag des Beschwerdeführers vom 16. April 2020 auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang zur Erhebung einer Beschwerde gegen die Regierungsentscheidung vom 31. März 2020 wird abgewiesen.
3.Die Kosten des Verfahrens verbleiben beim Land.
TATBESTAND
1.
Der Beschwerdeführer reiste nach eigenen Angaben Ende März / Anfang April 2016 nach Liechtenstein ein und stellte am 09.03.2018 beim Ausländer- und Passamt (APA) ein Asylgesuch. Mit ihm reiste sein Bruder B (Beschwerdeführer zu VGH 2020/045) ein, der ebenfalls ein Asylgesuch stellte. 
Der Beschwerdeführer gab an, am 01.02.1986 geboren worden, ägyptischer Staatsbürger und ledig zu sein. Er habe den Bachelor in Wirtschaft gemacht und sei von Beruf Mitarbeiter bei seinem Bruder „C“. Sein Reisepass befinde sich bei den Schweizer Behörden.
Das APA forderte diese Papiere in weiterer Folge bei den Schweizer Behörden an, wobei die Daten im am 22.05.2019 abgelaufenen ägyptischen Reisepass des Beschwerdeführers seine persönlichen Angaben bestätigten. Darin wurde ein von der deutschen Botschaft in Kairo ausgestelltes und vom 03. bis zum 10.02.2015 gültiges Schengen-Visum C, Nr. ***, mit Reisezweck „Messebesucher / Messeaussteller“ vermerkt.
2.
Eine Prüfung in der Europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) vom 09.03.2018 ergab, dass der Beschwerdeführer bereits am 10.02.2015 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatte.
Im mit der Schweiz geführten Konsultationsverfahren nach der Dublin III-Verordnung teilten die Schweizer Behörden dem APA mit, dass die deutschen Behörden der Übernahme des Beschwerdeführers am 25.03.2015 zugestimmt hatten. Am 14.05.2015 sei dieser noch vor seiner Überstellung verschwunden, weshalb die Überstellungsfrist auf 18 Monate verlängert worden sei. Seither sei der Beschwerdeführer in der Schweiz nicht mehr mit den Behörden in Kontakt getreten, weshalb dem liechtensteinischen Übernahmeersuchen nicht entsprochen werden könne.
3.
Der Beschwerdeführer wurde vom APA am 16.03.2018 zu seiner Einreise befragt, wobei er angab, sein Bruder und er hätten als Mitglieder der deutschen Handelskammer Visa von Deutschland erhalten, weil sie Geschäfte mit Deutschland machten. Sie hätten ein Geschäft in Ägypten, wo sie von den Behörden verfolgt seien. In Ägypten lebten noch seine drei weiteren Brüder. 
Nach nur einem Tag in Deutschland seien der Beschwerdeführer und sein Bruder mit dem Zug nach Zürich gereist und hätten dort Asylgesuche gestellt. Sie seien sechs Monate in der Schweiz gewesen. Ihre Asylgesuche seien in der Schweiz abgelehnt worden, obwohl der Beschwerdeführer sich dagegen dreimal beschwert habe. In der Schweiz habe man sie nach Deutschland zurückschicken wollen. Sie hätten deswegen Angst bekommen, weil Deutschland eine Vereinbarung mit Ägypten habe, wonach alle Ägypter zurück nach Hause müssten. Dort werde er von den Behörden gesucht, sei sein Leben in Gefahr und ihm drohe die Todesstrafe. Da sie im Camp in der Schweiz die Nachricht erhalten hätten, dass sie die Schweiz verlassen müssten, seien er und sein Bruder nach Liechtenstein gekommen. Ein Kollege habe ihm gesagt, dass er mindestens zwei Jahre warten solle, bevor er in Liechtenstein Asyl beantrage. 
Ägypten habe er verlassen, weil er Mitglied der Muslimbrüder sei (Übersetzung lautete auf „Islambrüder“). Diese Mitgliedschaft könne zur Todesstrafe führen, jedes Mitglied sei in Gefahr und 3000 seien im Gefängnis. Die Polizei und Höhere als die Polizei seien des Öfteren zu ihnen gekommen. Diese hätten ihm sein Geschäft weggenommen. Aufgrund dieser Mitgliedschaft würde er bei einer Rückkehr sofort ins Gefängnis kommen, wo seine Rechte nicht respektiert würden. Über einen weiteren Grund könne sein Bruder besser sprechen. Dieser sei Direktor seines Geschäftes und es gebe noch ein anderes Geschäft. Einer, dessen Name der Beschwerdeführer nicht wisse, habe viel Macht im Land und wegen diesem seien seine Brüder ins Gefängnis gesteckt worden. Dies sei geschehen, um seine Brüder zu erpressen und sie zur Angabe des Aufenthaltsortes seines Bruders und seines eigenen zu bringen und zu erreichen, dass beide nach Hause kämen. Persönlich habe er nicht viel mit seinem Bruder zu tun, er spreche deshalb nur für sich.
Der Beschwerdeführer wurde durch das APA in weiterer Folge am 06.12.2018 und 07.02.2019 ausführlich zu seinen Asylgründen befragt.
4.
Mit Entscheidung vom 31.03.2020, LNR 2020-348 BNR 2020/459 REG 2582, hielt die Regierung fest, dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers nicht erfüllt sei und sein Asylgesuch abgewiesen werde (Ziff. 1). Der Beschwerdeführer werde nach Ägypten weggewiesen und habe das Fürstentum Liechtenstein binnen vierzehn Tagen ab Rechtskraft zu verlassen (Ziff. 2), wobei für den Unterlassungsfall angemessene Zwangsmittel angeordnet seien (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer sei schuldig, die Entscheidungsgebühr von CHF 100.00 binnen 14 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu bezahlen (Ziff. 4). 
Die Regierung stellte aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers in den durchgeführten Befragungen, der durchgeführten Abklärungen und der Aktenlage folgenden Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (Art. 32 AsylG) fest:
Der Gesuchsteller ist Staatsangehöriger Ägyptens und ledig. Die Eltern des Gesuchstellers sind beide bereits verstorben. Der Gesuchsteller reiste mit einem Schengen-Visum, ausgestellt durch Deutschland, mit Gültigkeit vorn 03. bis zum 10. Februar 2015, am 03. Februar 2015 nach Berlin in den Schengen-Raum ein. Der Gesuchsteller beantragte dieses Visum bereits am 29. Dezember 2014 bei der deutschen Botschaft in Kairo mit dem 03. Februar 2015 als geplantem Einreisedatum in Deutschland. Der Gesuchsteller hat vier Brüder, einer davon reiste mit ihm zusammen nach Liechtenstein ein und stellte hier ebenfalls ein Asylgesuch. Der Gesuchsteller war in Ägypten vor seiner Ausreise wirtschaftlich tätig.
Am 10. Februar 2015 stellte der Gesuchsteller in der Schweiz ein Asylgesuch, welches gestützt auf die Dublin-Ill-Verordnung zurückgewiesen wurde, da sich Deutschland zur Aufnahme des Gesuchstellers und auch seines Bruders zuständig erklärt hatte. Vor der Überstellung nach Deutschland tauchte der Gesuchsteller unter und stellte zusammen mit seinem Bruder in Liechtenstein nach rund zwei Jahren illegalen Aufenthalts im Inland Asylgesuche. In Deutschland hat der Gesuchsteller kein Asylgesuch gestellt.
Eine Inhaftierung des Gesuchstellers durch die Polizei in seinem Heimatland Ägypten konnte nicht festgestellt werden. Eine gerichtliche Einvernahme wegen der Geldwäschevorwürfe konnte ebenfalls nicht festgestellt werden. Nicht festgestellt werden konnte eine asylrelevante Erpressung oder Bedrohung des Gesuchstellers durch einen D. Eine Mitgliedschaft des Gesuchstellers bei den Muslimbrüdern konnte ebenfalls nicht festgestellt werden. Ein gegen den Gesuchsteller in Ägypten vorliegender Haftbefehl oder eine Gerichtsverhandlung wegen Vorwürfen der Geldwäsche konnten nicht festgestellt werden.
Nicht festgestellt werden konnte auch die vom Gesuchsteller dargelegte berufliche bzw. geschäftliche Tätigkeit, zumindest, was den von ihm geschilderten Umfang wie die Umsätze und Gewinne sowie das Vermögen des Gesuchstellers angeht.
Eine asylrelevante Verfolgung des Gesuchstellers in seinem Heimatland Ägypten konnte insgesamt nicht festgestellt werden.“
Die Regierung traf umfangreiche Länderfeststellungen zu Ägypten und stellte im Rahmen der rechtlichen Ausführungen überdies fest, dass sich drei Brüder des Beschwerdeführers im Heimatland aufhalten, die dort ihre Unternehmen weiterführen, wobei der Bruder E sich auch um die Webseite einer Firma des in Liechtenstein aufhältigen Bruders des Beschwerdeführers kümmere. Aufgrund der Negativfeststellung betreffend die Verfolgung der Familie des Beschwerdeführers liege auch beim Beschwerdeführer keine Verfolgung wegen Zugehörigkeit zu seiner Familie vor (S. 32). Vorliegend habe der Beschwerdeführer noch nicht einmal versucht, staatliche oder sonstige Hilfe, z.B. eines Anwaltes oder einer NGO, im Heimatland in Anspruch zu nehmen (S. 34). Der Beschaffung neuer Reisepapiere oder Reiseersatzpapiere durch den Beschwerdeführer selbst oder auch von Amtes wegen stünden keine Hindernisse entgegen (S. 35). Eine über die allgemeine Sicherheitslage hinausgehende Gefährdungssituation des Beschwerdeführers sei nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer sei volljährig, bereits wirtschaftlich in Ägypten tätig gewesen und somit auch selbst für seinen wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich (S. 36). Er verfüge durch seine in Ägypten lebenden Brüder über soziale und verwandtschaftliche Bindungen nach Ägypten und könne einen Wiedereinstieg in das Erwerbsleben und damit in eine wirtschaftliche Existenz schaffen. In Liechtenstein halte sich ein Bruder auf, der nach Abweisung dessen Asylgesuches ebenfalls nach Ägypten weggewiesen werde. Der Beschwerdeführer leide an keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen (S. 37).
5.
Die Entscheidung der Regierung vom 31.03.2020 wurde dem Beschwerdeführer am 03.04.2020 durch das APA eröffnet und übersetzt. Er gab an, alles verstanden zu haben. Er habe auch die Wegweisung nach Ägypten verstanden. Dem Beschwerdeführer wurden die Rechtsmittel, die Fristen, die Bestandteile einer Beschwerde und die kostenlose Rechtsberatung erläutert. Er wurde auf die Möglichkeit einer Rechtsvertretung durch einen Rechtsanwalt und die Einreichung eines Antrags auf Verfahrenshilfe sowie die Möglichkeit, die Beschwerde in seiner Muttersprache einzureichen, hingewiesen. Ihm wurde dargelegt, dass der Rechtsberater über eine juristische Qualifikation verfüge und seine Beratung die Chancen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren und dessen Ablauf, die Beratung und Unterstützung im Beschwerdeverfahren, jedoch nicht eine Vertretung vor Gericht umfasse. Zur Unterstützung im Beschwerdeverfahren zähle insbesondere die Stellung eines Verfahrenshilfeantrages, der zusammen mit der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen sei.
Dem Beschwerdeführer wurde die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde erklärt und dargelegt, dass wegen der Corona-Problematik ein Vollzug noch nicht abseh- / planbar sei, sollte er keine Beschwerde einreichen. Der Beschwerdeführer gab an, gesund zu sein und dass aus medizinischen Gründen nichts gegen eine Reise nach Ägypten mit dem Flugzeug spreche. Er wünsche eine kostenlose Rechtsberatung.
6.
Mit im Zuge der kostenlosen Rechtsberatung verfasstem Schriftsatz des Beschwerdeführers vom 16.04.2020 (Postaufgabe vom selben Tag) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen die Regierungsentscheidung vom 31.03.2020 an den Verwaltungsgerichtshof, die er zur Gänze anfocht. Als Beschwerdegründe machte er insbesondere diejenigen des Art. 90 Abs. 6 LVG geltend.
Der Beschwerdeführer stellte die Anträge, der Verwaltungsgerichtshof möge der gegenständlichen Beschwerde Folge geben und die angefochtene Entscheidung dahingehend abändern, dass die Entscheidung der Regierung vom 31.03.2020 ersatzlos aufgehoben und dem Beschwerdeführer Asyl gewährt werde, in eventu der Beschwerdeführer vorläufig aufgenommen werde; in eventu die angefochtene Entscheidung aufheben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung unter Bindung an die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofs an die Regierung zurückverweisen.
Mit demselben Schriftsatz stellte der Beschwerdeführer auch einen Antrag auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang unter Beigabe eines Rechtsanwaltes zum Verfahrenshelfer.
Dem Schreiben beigefügt waren ein Vermögensbekenntnis vom 07.04.2020 und ein handschriftliches Schreiben des Beschwerdeführers in seiner Muttersprache, dessen Übersetzung durch den Verwaltungsgerichtshof veranlasst wurde.
7.
Mit Urteil des Landgerichts vom 10.08.2018, rechtskräftig am 15.08.2018, war der Beschwerdeführer aufgrund des illegalen Aufenthaltes von Anfang 2016 bis März 2018 des Vergehens nach Art. 83 Abs. 1 AuG für schuldig gesprochen und eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen sowie eine Busse von CHF 150,-- über ihn verhängt worden. 
8.
Der Verwaltungsgerichtshof zog die den Beschwerdeführer betreffenden Akten des APA sowie der Regierung dem Verfahren bei, erörterte in seiner nicht-öffentlichen Sitzung vom 27. August 2020 die Sach- und Rechtslage und entschied wie aus dem Spruch ersichtlich.
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Der Beschwerdeführer stellte am 09.03.2018 in Liechtenstein ein Asylgesuch.
Somit ist das Asylgesetz (AsylG) vom 14.12.2011, LGBl. 2012 Nr. 29 idgF, anwendbar.
Gemäss Art. 76 Abs. 1 AsylG kann gegen Entscheidungen der Regierung oder des zuständigen Regierungsmitglieds binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.
Die rechtzeitige Beschwerde vom 16.04.2020 ist als zulässig im Sinne des Art. 76 Abs. 1 AsylG zu werten (vgl. dazu auch StGH 2017/167 vom 27.03.2018 sowie StGH 2017/142 vom 29.06.2018, beide nicht öffentlich abrufbar).
Der Verwaltungsgerichtshof schliesst sich den oben in Tatbestand 4. wiedergegebenen Feststellungen in der angefochtenen Regierungsentscheidung vom 31.03.2020, deren tragenden Überlegungen wie auch ihrer rechtlichen Beurteilung vollinhaltlich an und erhebt diese zum Inhalt des vorliegenden Urteils (Art. 101 Abs. 4 LVG).
2.
In seiner Beschwerde (II.1) bringt der Beschwerdeführer vor, dass entgegen den Feststellungen in der angefochtenen Entscheidung nicht richtig sei, dass seine Ausführungen im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zu den Muslimbrüdern in Ägypten widersprüchlich seien. Bereits bei der ersten Asylbefragung habe er dargelegt, dass er Befürworter der Muslimbrüder sei. In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, dass er eine Geschäftsbeziehung mit einem Mitglied der Muslimbrüder, F, unterhalten habe. Diese sei beendet worden, als der Vater des Beschwerdeführers davon Kenntnis erlangt und dem Beschwerdeführer dies nahelegt habe.
Hierzu ist dem Beschwerdeführer die umfassende und nachvollziehbare Beweiswürdigung der Regierung entgegenzuhalten, die in seinem eigenen Vorbringen wie auch zum Fluchtvorbringen des Bruders des Beschwerdeführers zahlreiche Widersprüche aufzeigt und darlegt, wie der Beschwerdeführer seine Fluchtgeschichte im Laufe des Verfahrens veränderte. Diese Widersprüche liessen sich nicht durch den Zeitablauf zwischen den Befragungen erklären, weil es sich um einen wesentlichen Unterschied handle, ob jemand Mitglied bei den Muslimbrüdern gewesen sei, diese unterstützt oder nur Geschäfte mit ihnen gemacht habe. Weiter sei unstimmig, dass an einer Stelle die Familie des Beschwerdeführers nichts von seinen Geschäften mit den Muslimbrüdern gewusst haben solle, an anderer Stelle er aber auf Druck des Vaters und zum Schutz seiner Familie die Geschäfte eingestellt habe. Auch die zeitlichen Angaben seien nicht miteinander in Einklang zu bringen, wenn der Beschwerdeführer seinen Geschäftspartner 2013 drei Monate vor der Machtübernahme der Muslimbrüder kennengelernt haben wolle, die Machtübernahme durch den Wahlsieg jedoch im Januar 2012 stattgefunden habe; zudem wolle der Beschwerdeführer drei Jahre über seine gemeinsam mit dem Geschäftspartner im Geheimen eröffnete Firma mit den Muslimbrüdern zusammengearbeitet haben und diese Zusammenarbeit nach dem Sturz der Muslimbrüder am 03.07.2013 wieder beendet haben.
Die Regierung hielt in der angefochtenen Entscheidung zusammenfassend fest (S. 17f), dass insgesamt der Anschein geweckt werde, dass sich die Brüder hinsichtlich ihres Fluchtvortrages offensichtlich hinsichtlich der Eckpunkte abgesprochen hätten, die Details seien dann aber widersprüchlich, wenig plausibel und stünden auch mit leicht recherchierbaren Fakten nicht in Einklang. Es verbleibe nicht der Eindruck, dass der Beschwerdeführer die geschilderten Ereignisse selbst erlebt habe. Insbesondere seien von den Widersprüchen durchaus als wesentlich zu bezeichnende Teile des Sachverhaltes betroffen, der die Fluchtgründe darlegen solle. Hier sei die Dauer und die Art der vorgetragenen Zusammenarbeit mit den Muslimbrüdern zu nennen (S. 19).
Mit seinem oben angeführten Beschwerdevorbringen kann der Beschwerdeführer diesen Ausführungen der Regierung nicht entgegentreten. Vielmehr schliesst sich der Verwaltungsgerichtshof deren Ausführungen an, dass es sich um wesentliche Unterschiede handelt, ob jemand Mitglied dieser Organisation oder nur Sympathisant ist, ob gemeinsam ein Geschäft eröffnet wurde oder überhaupt nur in Geschäfte investiert wurde und wer bei wem investierte. Dabei ist der Beschwerdeführer an seine eigenen, eindeutigen Aussagen zu verweisen. So sprach er in seiner Einreisebefragung (S. 4f) gleich an mehreren Stellen, davon, „Mitglied“ bei den Muslimbrüdern zu sein, diese „Mitgliedschaft“ könne zur Todesstrafe führen. Aufgrund dieser „Mitgliedschaft“ würde er bei einer Rückkehr sofort ins Gefängnis kommen und habe ihm die Polizei sein Geschäft weggenommen. Dass er dabei trotz der Übersetzung „Islambrüder“, die Muslimbrüder meinte, bestätigt er auch mit seinem nunmehrigen Beschwerdevorbringen. 
Während der Beschwerdeführer also am 16.03.2018 ohne Zweifel von einer Mitgliedschaft sprach, führte er am 06.12.2018 aus, er habe zwei Firmen seit 2010 und sei anfangs Sympathisant der Bruderschaft und kein Anhänger oder Unterstützer gewesen. Dann hätten sie bei ihm Geld investiert. Beide Firmen namens C in *** und G seien unter dem Dach der C/G Partnership. Erstere laufe über seinen Bruder E weiter, zweitere sei wegen Geldwäschevorwürfen blockiert. In seiner weiteren Befragung vom 07.02.2019 gab er dann an, dass sein Bruder zwei Firmen namens C und G für ihn gegründet habe. Letzterer werde Geldwäsche vorgeworfen. Er selbst habe zudem mit den Muslimbrüdern als Sympathisant zusammengearbeitet und er habe bei einem Projekt der Muslimbrüder investiert (S 6). Gänzlich neu führte der Beschwerdeführer zudem aus, dass er „als Geheimnis“ mit einem Mitglied als gleichwertigem Teilhaber eine weitere Firma gegründet habe und seine Brüder ständig Probleme mit den Behörden hätten.
Da die Aussagen des Beschwerdeführers derart widersprüchlich sind, dass sie auch unter Berücksichtigung von sprachlichen Ungenauigkeiten durch eine Übersetzung nicht miteinander in Einklang zu bringen sind, konnte eine neuerliche Befragung des Beschwerdeführers entgegen der beantragten Parteieneinvernahme hierzu durch den Verwaltungsgerichtshof unterbleiben.  
In seinen handschriftlichen Beschwerdebeilage gab der Beschwerdeführer erneut an, nur mit den Muslimbrüdern sympathisiert zu haben, setzte dies eindeutig in die Vergangenheit und drückte aus, dass er sich in den Muslimbrüdern - wie viele andere - getäuscht habe, weil die Geschäftsangebote, die Herr F ihm angeboten habe, sehr verlockend gewesen seien und seine Bestrebung verwirklichten, ihn von der Familie geschäftlich unabhängig zu machen. Nachdem sein Vater und die Familie von der geheimen Partnerschaft erfahren hätten, hätten diese die Partnerschaft annulliert und auf den Anteil des Beschwerdeführers an der Firma verzichtet, damit die Staatssicherheit nichts davon erfahre und dies nicht zum Anlass nehmen könne, den Vater und seine Familie zu erpressen. Folglich gab der Beschwerdeführer selbst an, dass er mit den Muslimbrüdern nicht mehr sympathisiert, sich in diesen getäuscht hat, sämtliche Geschäftsbeziehungen vorzeitig unterbrochen wurden und sein Vater auch Sorge dafür trug, dass nichts auf den Beschwerdeführer und die Familie zurückfiel. Folglich ist aus diesem Beschwerdevorbringen nichts ersichtlich, weshalb dem Beschwerdeführer im Heimatland eine Verfolgung drohen sollte. Festzuhalten ist jedoch auch hier der Widerspruch, dass einmal der Beschwerdeführer auf Wunsch des Vaters die Zusammenarbeit beendet haben soll und einmal der Vater bzw. die Familie selbst, die laut Beschwerdeführer (07.02.2019, S 3) entsprechend bevollmächtigt seien.
Aber selbst wenn man den Ausführungen des Beschwerdeführers folgte, sind ihm mit der Regierung seine weiteren umfassenden Aussagen in mehreren Befragungen entgegenzuhalten, wonach sein - angeblicher - Geschäftspartner als Mitglied der Muslimbrüder seit Jahren inhaftiert sein soll, während er selbst lediglich einmal im Oktober 2014 vom Gericht einvernommen worden sein will und einige Monate später unbehelligt das Land verlassen konnte. Zumindest eine seiner Firmen soll zudem nach wie vor aktiv sein und vom in Ägypten lebenden Bruder weitergeführt werden können. Wenig pausibel ist in diesem Zusammenhang auch, dass seine einflussreiche, nach wie vor mehrere Unternehmen betreibende, sehr reiche Familie, die alle die Muslimbrüder hassten, wobei der Vater überdies für die Regierung tätig gewesen sein soll, derart vom früheren Büroleiter des Vaters und Geschäftspartner des Bruders unter Druck gesetzt werden kann. Auch hält laut Beschwerdeführer (07.02.2020, S 2) gerade dieser Bruder den Kontakt zur Familie im Heimatland, während der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr umgebracht werden würde, weil er wisse, wo sich dieser Bruder aufhält (07.02.2020, S 6), was wenig plausibel ist.
Im Übrigen gibt der Beschwerdeführer in seiner handschriftlichen Beilage II, Punkt 3, selbst an, dass er und sein Bruder warten wollten, bis sich in Ägypten die Probleme gelöst hätten, weshalb mit der Regierung nicht davon auszugehen ist, dass diese Probleme derart gravierend sind, wie der Beschwerdeführer in seinen Aussagen darzulegen versuchte. So hielt diese in der angefochtenen Entscheidung fest, dass die dem Beschwerdeführer gemachten Vorwürfe nach Einschätzung des ihn zu einer Einvernahme vorladenden Gerichtes offensichtlich so geringfügig und unbedeutend waren, dass ihm vom Gericht noch nicht einmal der Reisepass abgenommen wurde oder ihm Meldepflichten bei der Polizei auferlegt wurden, um eine Flucht ins Ausland zu verhindern. Hingegen sei sein angeblicher Geschäftspartner bereits fast eineinhalb Jahre früher verhaftet worden. Die Regierung verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen des Bruders des Beschwerdeführers, wonach der Beschwerdeführer diesen lediglich begleitet habe, um es wie eine normale Geschäftsreise für den Bruder aussehen zu lassen.
Diese Feststellungen der Regierung, dass den Brüdern im Heimatland keine Verfolgung droht, wird auch dadurch untermauert, dass der Bruder des Beschwerdeführers bei Eröffnung dessen gleichlautender Entscheidung am 24.03.2020 ausführte, er werde die Entscheidung nicht bekämpfen und akzeptiere diese, wie die Regierung zu Recht in der angefochtenen Entscheidung hervorhob. Daran ändert auch nicht, dass dieser Bruder in weiterer Folge doch die Rechtsberatung in Anspruch nahm und ebenfalls Beschwerde erhob (s. Beschwerdeverfahren zu VGH 2020/045).
3.
Wenn der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde darlegt (II.2 und II.3), weshalb er in Deutschland kein Asylgesuch gestellt und die Schweiz verlassen habe, weil auch dort nach ihm gesucht worden sei, was auch der Grund dafür gewesen sei, sich in Liechtenstein versteckt zu halten, so ist zu betonen, dass die Regierung hier zu Recht auf die ständige Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes verweist. So stellt es ein Indiz dar, wenn ein - zudem gebildeter und über derartige Verfahren informierter - Beschwerdeführer nicht zum ersten ihm möglichen Zeitpunkt ein Asylgesuch stellt, sondern sich einem Verfahren entzieht bzw. mit der Gesuchstellung derart lange zuwartet. Sowohl für Deutschland wie auch die Schweiz ist davon auszugehen, dass diese für den Beschwerdeführer sichere Staaten sind, über funktionierende Asylsysteme verfügen, sich an alle internationale Vorschriften halten und insbesondere das Refoulement-Verbot nicht missachten, wie die Regierung richtig darlegt. Dem tritt die Beschwerde nicht entgegen, wenn der Beschwerdeführer unbelegt in den Raum stellt, dass geheime Sicherheitsabkommen zwischen dem deutschen BND und dem ägyptischen Sicherheitsapparat unterzeichnet worden seien, um jeden vom ägyptischen Sicherheitsapparat gesuchten Ägypter auszuliefern. 
Allerdings waren die diesbezüglichen Ausführungen in der Regierungsentscheidung nicht entscheidungsrelevant, da die Regierung sich in erster Linie den Aussagen des Beschwerdeführers widmete, die aufgrund der massiven zeitlichen und inhaltlichen Widersprüche nicht miteinander in Einklang zu bringen sind. Da die Regierung, wie beweiswürdigend von dieser ausführlich dargestellt, keinen Wahrheitsgehalt in der allenfalls asylrelevanten Fluchtgeschichte des Beschwerdeführers sah, stellt die späte Asylgesuchstellung lediglich ein ergänzendes, jedoch nicht entscheidungsrelevantes Indiz dar. Folglich war auf das Vorbringen des Beschwerdeführers durch den Verwaltungsgerichtshof nicht weiter einzugehen und konnte eine diesbezügliche Parteieneinvernahme unterbleiben.
4.
Gleiches muss für das Beschwerdevorbringen (II.4) zum Verhältnis des Beschwerdeführers zu dessen Bruder gelten, das laut Regierung Zweifel an der Plausibilität des Fluchtvortrages hervorrufe. Auch dieses war aufgrund der zahlreichen wesentlichen, das Kernvorbringen betreffenden Widersprüche nicht per se entscheidungsrelevant. Selbst sollte man dem Beschwerdeführer folgen, wäre daraus für diesen folglich nichts zu gewinnen. Dabei wird durch den Verwaltungsgerichtshof nicht verkannt, dass sich aufgrund des kulturellen Hintergrundes durchaus die Situation ergeben kann, dass der ältere Bruder als Familienoberhaupt auftritt, was durch einen jüngeren Bruder nicht hinterfragt wird. So legt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdebeilage (Beilage II, Punkt 4.) nachvollziehbar dar, dass sein Vater mit der Arbeit für die Regierung sehr beschäftigt gewesen sei, weshalb er die Familienangelegenheiten an seinen Bruder B weiterdelegiert habe und dieser die Entscheidungen, die die Familie und ihre Geschäfte betrafen, fällte.
Dies kann aber lediglich erklären, weshalb der Beschwerdeführer zum Bruder keine gleichbleibenden Angaben machen konnte oder sich zu dessen Geschäften und Privatleben als nicht informiert zeigte - wobei der Verwaltungsgerichtshof auch hier die Meinung der Regierung teilt, dass ein derart gebildeter Geschäftsmann wie der Beschwerdeführer, der zudem mit seinem Bruder jahrelang in einer Wohnung bzw. nur einem Zimmer zusammenlebt und auch davor mit diesem geschäftlich verbunden war, hier zumindest im Wesentlichen gleichbleibende Angaben machen können müsste. Das in der Beschwerde geschilderte familiäre Verhältnis kann jedoch nicht erklären, weshalb der Beschwerdeführer sein eigenes Vorbringen zu den von ihm angeblich erlebten Umständen trotz seines Bildungsniveaus nicht annähernd gleichbleibend, schlüssig und widerspruchsfrei darlegen konnte. Selbst folgte man deshalb dem Beschwerdeführer, dass er zum Bruder ein Verhältnis wie zwischen Sohn und Vater habe und er ohne Argumentation dessen Entscheidungen ausführe, könnte dies für das Asylverfahren des Beschwerdeführers kein anderes Ergebnis bringen. 
Überdies ist an dieser Stelle festzuhalten, dass für den Bruder des Beschwerdeführers eine gleichlautende Entscheidung der Regierung wie auch im nunmehrigen Beschwerdeverfahren ein gleichlautendes Urteil des Verwaltungsgerichtshofes von heutigen Tag zu VGH 2020/045 erging. Folglich wurde auch dem Bruder des Beschwerdeführers dessen eigenes Vorbringen nicht geglaubt und keine Gefährdung für das Heimatland erkannt, weshalb der Beschwerdeführer auch daraus keine Gefährdung für sich ableiten kann.
5.
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor (II.5 der Beschwerde), dass sein in Ägypten aufhältiger Bruder unter Druck gesetzt werde. Es habe bereits mehrere Untersuchungen der Firmencomputer und Befragungen durch die Polizei gegeben, um den Aufenthaltsort des Beschwerdeführers in Erfahrung zu bringen. Diesbezüglich werde weiters auf die handschriftlichen Ausführungen des Beschwerdeführers verwiesen. In der Beilage II, Punkt 4 und 5, führt der Beschwerdeführer dazu aus, dass die gemeinsamen Androhungen, vor denen er Angst habe, seien, dass er einer Misshandlung bzw. Folter in den ägyptischen Gefängnissen zum Opfer falle, um seinen Bruder und seine Familie zu verraten und damit dem General D und seiner Gruppe den Anlass zu geben, die Familie in einer Art zu missbrauchen, die mit Humanität und Gerechtigkeit nichts zu tun habe. Sein Bruder und die Familie erhielten die gleichen Androhungen. Es sei die gleiche Generäle-Mafia, die sehr gut organisiert sei und das Ziel habe, die wirtschaftlichen Grossunternehmen, die Firmen und die grossen Agenturen in Ägypten zu annektieren. Eine Konfrontation bzw. ein Kampf gegen sie sei nur in der Gegenwart eines ausländischen Unternehmens möglich bzw. durch Besitzübertragung an ein Unternehmen im Ausland. Einige Personen seien Opfer der Androhungen von General D und seinen Komplizen. Seitdem der Beschwerdeführer Ägypten mit seinem Bruder verlassen habe, würden seine Brüder ununterbrochen belästigt. Alle paar Tage würden sie gegen ihren Willen in das Gebäude der Staatssicherheit gebracht, wo sie nach dem Aufenthaltsort bzw. Land befragt würden. Aus ihren Häusern seien alle Telekommunikationsgeräte und Computer beschlagnahmt worden. Alle Familienmitglieder und die mit diesen in Kontakt stehenden Personen würden fortlaufend durch das Sicherheitspersonal bewacht.
Hierzu ist der Beschwerdeführer einerseits auf die umfassende Beweiswürdigung der Regierung zu verweisen, in der diese das Vorbringen schon deshalb als wenig glaubwürdig erachtet, weil der Beschwerdeführer und sein Bruder ein in weiten Teilen mit nur leichten Nuancen quasi identisches Fluchtvorbringen vortragen bzw. teilweise voneinander abgeleitete Fluchtgründe für sich beanspruchen: So verursachten in beiden Fällen die Muslimbrüder wegen Geldwäschevorwürfen angeblich Probleme. Beide seien Inhaber bzw. CEOs von grossen Firmen mit vielen Mitarbeitern, hätten angeblich sehr viel Geld, an welches sie aber aus leicht unterschiedlichen Gründen nicht herankämen und sie zögen es vor, sich zwei Jahre lang nur mit dem Nötigsten zu versorgen und illegal in Liechtenstein zu arbeiten, statt Asylgesuche zu stellen. Daneben würden beide von einem mächtigen General bedroht, dessen Namen der Beschwerdeführer erst nicht nennen wolle, um ihn dann einen Absatz später ungefragt doch zu nennen, und beide gäben an, in Liechtenstein in einem Gefängnis zu leben und ihre Firmen nicht betreiben zu können. Die Regierung legt nachvollziehbar dar, weshalb die Details dann widersprüchlich, wenig plausibel und mit leicht recherchierbaren Fakten nicht in Einklang stehen. Zu Recht erkennt die Regierung auch im zweijährigen Zuwarten auf Seiten des Beschwerdeführers ein Indiz dafür, dass er seine eigenen Asylgründe für wenig stichhaltig hält, ansonsten hätte er zu einem früheren Zeitpunkt Asyl beantragt bzw. sich dem deutschen Asylverfahren nicht entzogen; dies umso mehr als der Bruder des Beschwerdeführers sich vor Juni 2016 in Liechtenstein asylrechtlich hatte beraten lassen.
Die Regierung unterstrich aber auch die Widersprüche im Vorbringen des Beschwerdeführers selbst, wenn dieser in der Einreisebefragung vorbrachte, dass seine Brüder ins Gefängnis gesteckt worden seien, um Informationen zu erpressen, wo der Beschwerdeführer und sein Bruder seien, um diese zur Heimkehr zu zwingen, hingegen am 06.12.2018 ausführte, die Ermittlungsbehörden / Polizeibehörden hätten die Familie vier Tage nach der Abreise erstmalig drei Stunden lang und seit 2015 bis zuletzt am 20.08.2018 insgesamt sechs Mal befragt; dies ergebe seit Anfang 2015 eine Frequenz von zweimal pro Jahr. Eine Inhaftierung oder persönliche Bedrohung habe der Beschwerdeführer hingegen nicht mehr vorgebracht.
Hervorzuheben ist, dass dem Beschwerdeführer das Vorbringen einer Verfolgung der Familie bereits von der Regierung nicht geglaubt wurde. Das am 06.12.2018 noch abgeschwächte Vorbringen steigerte der Beschwerdeführer dann am 07.02.2019 dahingehend, dass dies nicht Polizeibehörden, sondern vielmehr Mitarbeiter der Staatssicherheit seien, die der Familie diese regelmässigen Besuche abstatteten. Deshalb dürfe der Beschwerdeführer seine Familie seither nicht mehr kontaktieren, hingegen telefoniere sein mit ihm in Liechtenstein aufhältiger Bruder regelmässig und erzähle dem Beschwerdeführer, wie es der Familie gehe. Bereits die Regierung hat hervorgehoben, dass dies wenig schlüssig ist, wenn der Beschwerdeführer dann sogleich angibt, dass die Familienmitglieder insbesondere danach befragt würden, wo sich gerade dieser Bruder des Beschwerdeführers befinde.
Mit seiner Beschwerde steigert der Beschwerdeführer seine Angaben nun überdies massiv, wenn er vor dem APA noch darlegte, dass Befragungen seiner Familie etwa halbjährlich stattfänden, während er nunmehr ununterbrochene Belästigungen, eine Mitnahme der Familienangehörigen alle paar Tage seit seiner Ausreise und die Kontrolle sowie die Beschlagnahmung aller Computer etc. behauptet. Dies steht auch seinen eigenen früheren Aussagen klar entgegen, wonach die Unternehmen aktuell - bis auf ein einziges - weitergeführt werden könnten. Überdies ist auffällig, dass das Unternehmen des Bruders, das laut im Akt einliegenden Internetauszügen im Namen „Vaduz“ trägt und dessen Name der Beschwerdeführer nicht richtig nennen konnte, wie ihm bereits die Regierung vorhielt, leicht unter dem Namen des Bruders gefunden werden kann, weshalb es für die ägyptische Staatssicherheit ein Leichtes sein müsste, den Beschwerdeführer und dessen Bruder in Liechtenstein zu finden, hätten diese tatsächlich ein derartiges Interessen am Beschwerdeführer und dessen Bruder. 
Unklar bleibt auch, was vom Beschwerdeführer durch diesen General konkret gewünscht wird und weshalb dieser auch gegen den Beschwerdeführer vorgehen sollte. Der Beschwerdeführer konnte zudem nicht annähernd darlegen, was von seinen Familienangehörigen gewollt wird, die sich ja klar gegen die verbotene Muslimbruderschaft aussprechen und derart bedeutend und wirtschaftlich erfolgreich sein sollen, dass der Vater die ägyptische Regierung beriet. Wie die Regierung zudem zu Recht hervorhob, hat der Beschwerdeführer zudem nicht dargelegt, wie er bzw. seine Familie sich gegen diese angebliche Behandlung zur Wehr setzten. Zudem legte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde selbst dar, dass ein Unternehmen sich dadurch schützen könne, indem es mit ausländischen Unternehmen zusammenarbeite oder auch im Ausland agiere. Den im Akt einliegenden Internetauszügen ist zu entnehmen, dass dies bei den von den Beschwerdeführern dargelegten Unternehmen durchaus der Fall ist, wie auch der Beschwerdeführer am 17.02.2019 selbst bestätigte. So soll sein Bruder mit ausländischen Partnern aus Russland, den I etc. zusammenarbeiten (S. 4). Insbesondere soll laut Beschwerdeführer sein Bruder alle weiteren Firmen der „Vaduz ***“, deren Gelder nicht blockiert seien, weiterführen (17.02.2019, S 3).
Dem Beschwerdeführer ist aber auch vorzuhalten, dass dieser mit seiner Beschwerde erneut - wie bereits vor dem APA und der Regierung - keine Beweismittel für derartige Handlungen der ägyptischen Behörden und Gerichte vorlegen kann, obwohl er bereits in seiner Erstbefragung am 16.03.2018 mitgeteilt hatte, dass er im schweizerischen Verfahren Beweise aus Ägypten beischaffen wollte. Lediglich sei in dieser Zeit sein Antrag abgelehnt worden und habe deshalb die Zeit nicht gereicht, um die Beweise zu besorgen. Da er in weiterer Folge fast drei Jahre lang (bei einem Untertauchen in der Schweiz am 14.05.2015) seine Asylgesuchstellung in Liechtenstein am 09.03.2018 vorbereiten konnte, die Familie auch Büros und Kontakte ausserhalb Ägyptens haben soll und sein Bruder laut den eigenen Angaben des Beschwerdeführers nicht nur mit der Familie in Kontakt steht, sondern auch über einen Verbindungsmann Kontakt zu seinem Rechtsanwalt hat (07.02.2019, S 4), ist nicht erklärlich, weshalb der Beschwerdeführer nun selbst mit seiner Beschwerde keinerlei Nachweise für sein Vorbringen vorlegen kann, sollte dieses der Wahrheit entsprechen. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer behauptet, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliege und die Konten einer seiner Firmen seit 2016 eingefroren, Familienmitgliedern ihre Pässe abgenommen sowie Ausreiseverbote gegen diese verhängt worden seien. Dass der Beschwerdeführer in einem derartigen Fall entsprechende Unterlagen vorlegen könnte, geht insbesondere aus den unstrittigen Länderinformationen in der angefochtenen Entscheidung hervor, wonach die ägyptischen Strafgerichte mit einer detaillierten Information über die Anklagepunkte und dem Recht auf eine anwaltliche Vertretung und Verteidigung westlichen Standards folgen. 
Auch seit der Zusage des Beschwerdeführers vom 06.12.2018, die Beschaffung bestimmter Papiere zu versuchen, ist bis zur nunmehrigen Beschwerdeerhebung an den Verwaltungsgerichtshof mehr als ein Jahr vergangen, weshalb dem Beschwerdeführer als behaupteter Massen gut vernetztem Geschäftsmann mit einem Jahresgewinn von ca. EUR 75 Mio. durchaus zuzutrauen wäre, entsprechende Beweismittel vorzulegen. Somit ist auch hier der Regierung zu folgen, wonach aus dem Verhalten des Beschwerdeführers einzig der Schluss zu ziehen ist, dass es sich beim Vorbringen um Schutzbehauptungen handelt.
Da der Beschwerdeführer aufgrund seiner massiven Widersprüche und seinem wenig plausiblem Vorbringen weder ein gesteigertes Interesse an seiner Person noch eine Verfolgung darlegen oder nachweisen konnte, sondern nur Behauptungen in den Raum stellt und sein bereits nicht glaubwürdiges Vorbringen in unzulässiger Weise steigert, ist auch diesem Beschwerdevorbringen nicht zu folgen bzw. waren ihm seine eigenen konträren Aussagen entgegenzuhalten. Somit konnte auch hier von einer Parteieneinvernahme abgesehen werden.
6.
Wenn der Beschwerdeführer ausführt (II.6.), dass er nach seinem Gerichtstermin im Oktober 2014 versucht habe, eine einvernehmliche Lösung mit seinen „Verfolgern“ zu finden und erst als klar gewesen sei, dass dies nicht möglich sein werde, sich darum bemüht habe, Ägypten verlassen zu können, weshalb er das Visum erst zwei Monate nach dem Gerichtstermin beantragt habe, so ist ihm entgegenzuhalten, dass ihm ebenso wie seinem Bruder nicht derart leicht gefallen wäre, das Land offiziell über den Flughafen zu verlassen, wenn an ihnen tatsächlich das vorgebrachte Interesse der Polizei bzw. der Staatssicherheit bestanden hätte. Daran könnte auch der Zweck einer Geschäftsreise nach Deutschland nichts ändern. Auch die Regierung hat bereits festgehalten, dass dem Beschwerdeführer bei einem derartigen Interesse der Strafverfolgungsbehörden dessen Reisepass bereits im Oktober 2014 einbehalten oder er überhaupt bis zur Fällung eines Urteiles inhaftiert worden wäre. Auch ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer, der im Heimatland derart reich sein soll, für eine geplante Flucht nicht mehr finanzielle Vorsorge getroffen haben sollte und nur mit ca. USD 1'000 ausreiste und sich auch nicht zumindest in Deutschland noch mit ausreichend Bargeld versorgte. Die Konten lediglich einer seiner Firmen sollen ja erst im Jahr 2016 gesperrt worden sein und er soll überdies über ein beträchtliches Vermögen bei international tätigen Banken verfügen.
Im Übrigen ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit diesem neuen Vorbringen von Verhandlungen mit den angeblichen „Verfolgern“ ein - unzulässiges - neues Vorbringen erstattet und sich dies erneut als grob widersprüchlich erweist. Während der Beschwerdeführer in der Beschwerde ausführt, im Oktober 2014 nach seinem Gerichtstermin mit seinen Verfolgern verhandelt und parallel die Ausreise vorbereitet zu haben, hatte der Beschwerdeführer am 06.12.2018 dazu noch gänzlich konträr ausgeführt, einen Monat, bevor er geflohen sei, einfach ohne Gesetz ins Gefängnis gekommen zu sein, weshalb er und sein Bruder von einem Tag auf den anderen das Land hätten verlassen müssen. Nicht zuletzt verwundert bei seinen neuen Beschwerdeausführungen, dass der Beschwerdeführer im strafrechtlichen Verfahren über Vorwürfe des Gerichtes, gemeinsam mit Mitgliedern der Muslimbruderschaft Geldwäsche betrieben zu haben, eine Einigung mit „Verfolgern“ versucht zu haben. Folglich konnte der Beschwerdeführer auch durch seine Beschwerdeausführungen die von der Regierung vorgeworfenen Widersprüche zwischen sofortiger Ausreise und monatelanger Planung ebensowenig ausräumen, wie eine plausible Fluchtgeschichte darlegen. Vielmehr erstattet er ein neuerlich widersprüchliches und wenig plausibles Vorbringen, weshalb er auch hierzu nicht zu hören war.
7.
Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde (II.7 der Beschwerde sowie Beilage II, Punkte 4 und 7) weiter vor, er sei aus Ägypten geflohen, weil er dort aufgrund der Befürwortung der Muslimbrüder und der Stellung seines älteren Bruders um sein Leben fürchte. Wegen falscher Beschuldigungen müsse er bei einer Rückkehr nach Ägypten vors Gericht und dem Beschwerdeführer drohten dadurch die Gefangennahme, die Verfolgung und die Tötung.
Mit diesem Vorbringen kann der Beschwerdeführer den Ausführungen der Regierung, wonach auch bei Wahrunterstellung des Vorbringens des Beschwerdeführers hinsichtlich des Ermittlungsverfahrens wegen Geldwäsche von einem durchaus legitimen Ermittlungs- bzw. Strafverfahren der zuständigen ägyptischen Behörden auszugehen sei, nicht entgegentreten. So sollte es dem Beschwerdeführer als Geschäftsmann auch klar gewesen sein, dass derartige Zinssätze bzw. Verdienstspannen, die er von seinem Geschäftspartner erhalten habe, wohl auch in Ägypten relativ selten durch legale Geschäftsaktivitäten zu erlangen seien. Geldwäsche oder Korruption wäre auch in Liechtenstein strafbar.
Überdies geht aus den unbekämpften Länderinformationen in der angefochtenen Entscheidung hervor, dass die Verfassung die Unabhängigkeit der Justiz und die Immunität der Richter gewährleistet und in der Regel Gerichte unparteilich handeln. Die Urteile würden in der Regel von der Regierung akzeptiert. Strafgerichte folgten westlichen Standards mit Unschuldsvermutung, detaillierter Information über die Anklagepunkte und dem Recht auf eine anwaltliche Vertretung und Verteidigung. Zwar geht aus den Länderinformationen auch hervor, dass das Militär eine starke Rolle einnimmt und militäreigene Unternehmen in allen wirtschaftlichen Bereichen aktiv sind, das Militär die Wirtschaft lähmt und die Generäle bemüht sind, Machtverluste abzuwehren. Bereits die Regierung hat jedoch die schwierige Situation in Ägypten entsprechend gewürdigt und dem Beschwerdeführer insbesondere vorgehalten, dass dieser bisher nicht versucht habe, sich rechtlich gegen allfällige Übergriffe zur Wehr zu setzen. Folglich muss auch dieses Beschwerdevorbringen - erneut mit Hinweis auf die Beweiswürdigung der Regierung und die Feststellungen, dass der Beschwerdeführer kein asylrelevantes Vorbringen glaubhaft erstattet - ins Leere gehen.
Da seine Aussagen sowohl in Bezug auf die Abläufe und Daten wie auch inhaltlich nicht miteinander in Einklang zu bringen sind und derart massive Widersprüche und Unplausibilitäten bestehen, dass diese auch in einer Parteieneinvernahme nicht aufgeklärt werden könnten, konnte auf eine solche auch hier, wir für das übrige Beschwerdevorbringen verzichtet werden. So schliesst sich der Verwaltungsgerichtshof den Sachverhaltsfeststellungen wie auch den Ausführungen der Regierung in der angefochtenen Entscheidung vollinhaltlich an, die derart umfassend sind, dass sie keinerlei Ergänzungen bedürfen (entgegen der Rechtssache zu StGH 2019/038 vom 29.10.2019, Erw. 2.3; zu StGH 2019/091 vom 03.12.2019, Erw. 2.3, nicht öffentlich abrufbar). Insbesondere sind von den Widersprüchen durchaus als wesentlich zu bezeichnende Teile des Sachverhaltes derart betroffen, dass der Regierung zu folgen ist, dass der Beschwerdeführer keinerlei in der Genfer Flüchtlingskonvention genannten Fluchtgrund auch nur annähernd hätte glaubhaft machen können, was durch das Beschwerdevorbringen nur weiter untermauert wurde.
8.
Damit sind auch die rechtlichen Folgerungen der Regierung nicht zu beanstanden, wonach der Beschwerdeführer eine Furcht vor Verfolgung aufgrund seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, oder wegen seines Geschlechts nicht dargetan habe und auch nicht ersichtlich sei. Das Verfolgungsmotiv der politischen Anschauungen werde von ihm ebenfalls nicht vorgebracht und sei auch trotz des vorgetragenen Geldwäschevorwurfes nicht ersichtlich. Die nur in der Einreisebefragung vorgetragene Mitgliedschaft bei den Muslimbrüdern, welche auf eine politische Gesinnung schliessen lassen könnte, sei bereits aufgrund der Widersprüche zwischen den Befragungen nicht glaubwürdig, durch nichts belegt und auch den Sicherheitsbehörden entweder nicht bekannt oder unerheblich, denn ansonsten wäre der Beschwerdeführer nach dem Putsch im Juli 2013 wohl umgehend, wie sein Geschäftspartner, verhaftet worden. Im Übrigen trage der Beschwerdeführer vor, dass er Geschäftsmann sei und keine politischen Ansichten habe.
Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe könnte im Falle des Beschwerdeführer in der Zugehörigkeit zu seiner Familie bestehen. Da seine Familie in Ägypten nach seinem Vortrag von den Behörden öfters befragt und seine Brüder verhaftet oder gestört worden sein sollen, könnte dieses Schicksal auch dem Beschwerdeführer drohen. Allerdings seien die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den Verhaftungen und Befragungen durch die Behörden zum einen widersprüchlich (Verhaftung oder Störung der Brüder), zusätzlich wenig präzise (Datumsangaben zu den Befragungen) und wirkten lebensfremd (keine Verhaftung des Beschwerdeführers im Gegensatz zur angeblichen Verhaftung seiner Brüder oder seines Geschäftspartners). Weiterhin hielten sich drei Brüder des Beschwerdeführers in Ägypten auf. Die Aussage, man habe ihnen die Reisepässe abgenommen, damit sie das Land nicht verlassen könnten, sei durch nichts belegt. Selbst wenn dies aber zutreffend wäre, so schienen sich etwaige Massnahmen der Behörden hierauf zu beschränken, denn offensichtlich könnten die Brüder weiter ihre Unternehmen führen und Bruder E sich sogar um die Webseite einer Firma des in Liechtenstein aufhältigen Bruders des Beschwerdeführers kümmern. Folglich liege auch keine Verfolgung der Familie des Beschwerdeführers vor.
Umstände, die individuell und konkret den Beschwerdeführer beträfen und auf eine konkrete Verfolgung desselben hindeuteten, könnten nicht festgestellt werden. Dabei werde, wie im Länderbericht dargelegt, nicht verkannt, dass die allgemeine, politische und auch die wirtschaftliche Situation in Ägypten nicht einfach sei. Aus dieser ergäben sich jedoch für die Person des Beschwerdeführers keine asylrelevanten Verfolgungsgründe, weshalb sein Gesuch abzulehnen sei.
9.
Wenn der Beschwerdeführer letztlich vorbringt, dass eine Wegweisung nach Ägypten unzumutbar sei (II.7 der Beschwerde), so erweist sich dieses Vorbringen als nicht hinreichend substantiiert, um der Entscheidung der Regierung entgegenzutreten, wonach der arbeitsfähige und gesunde Beschwerdeführer über ein familiäres, soziales und finanzielles Netzwerk in Ägypten verfügt und sich dort erneut seine wirtschaftliche Existenz aufbauen kann. Auch die Abwägung der Regierung der öffentlichen Interessen gegen seine privaten Interessen wird damit weder konkret beanstandet noch auch nur aufgezeigt, weshalb eine Rückkehr nicht zumutbar sein sollte. Zwar wird dem Beschwerdeführer schon durch die Regierung nicht geglaubt, dass er tatsächlich einer derart reichen Familie angehört und derart vermögend ist (jährlicher Gewinn von EUR 75 Mio.), wie er im Verfahren behauptet. Jedoch wird dem Beschwerdeführer von der Regierung insofern geglaubt, als dass er seine Brüder, ein grosses Netzwerk, unternehmerische Tätigkeiten, Grundstücksbesitz und ein gewisses Auskommen in Ägypten hat, weshalb mit Verweis auf die Substantiierungs- und Rügepflicht (LES 2015, 25; LES 2014, 155) die Prüfung der Regierung, die auch der Aktenlage und den Länderinformationen entspricht, nicht zu beanstanden war.
10.
Der Beschwerdeführer stellt mit seiner Beschwerde einen Antrag auf Gewährung von Verfahrenshilfe in vollem Umfang unter Beigabe eines Rechtsanwaltes zum Verfahrenshelfer.
Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. a AsylG kann Asylsuchenden nach Massgabe der einschlägigen Bestimmungen der Zivilprozessordnung Verfahrenshilfe im Beschwerdeverfahren gewährt werden.
Ein Antrag auf Gewährung von Verfahrenshilfe kann gemäss Art. 83 Abs. 1a AsylG frühestens mit dem verfahrenseinleitenden Schriftsatz bzw. der Beschwerde gestellt werden, was vorliegend eingehalten worden ist.
Gemäss § 63 Abs. 1 ZPO ist einer Verfahrenspartei Verfahrenshilfe zu bewilligen, wenn sie ausser Stande ist, die Kosten der Führung des Verfahrens ohne Beeinträchtigung des notwendigen Unterhalts zu bestreiten und die beabsichtigte Rechtsverfolgung nicht als offenbar mutwillig oder aussichtslos erscheint.
In seinem Vermögensnachweis legte der Beschwerdeführer dar, dass er eine Villa mit einer Plantage, Verkaufsfilialen und Lager für Agrarproduktionsbedarf in allen Städten und dichter besiedelten Gegenden Ägyptens, Verkaufsfilialen für Plantagenprodukte und Verwaltungsbüros in allen sieben Plantagen, vier Luxusklasse-PKWs, mehrere Kilogramm Goldschmuck sowie Privat- und Firmenkonten bei mehreren Banken, ua auch der K Bank, in der Höhe von ca. USD 14 Mio besitze. Auch gab er an, dass er an diverse Freunde Darlehen gewährt habe, die er jedoch als Massnahme zur Unterstützung für Freunde in schweren Zeiten sehe. Er selbst berichtete ua am 19.02.2019 ausführlich über das familiäre Firmengeflecht, an dem er mit zumindest zwei Firmen beteiligt sei. Eine dieser Firmen werde aufgrund seiner Abwesenheit durch seinen Bruder E weitergeführt und erziele einen jährlichen Gewinn von EUR 75 Mio. Lediglich die Gelder einer zweiten Firma seien wegen Geldwäschevorwürfen nach seiner Ausreise blockiert worden, wobei es sich hierbei nur um kleinere Geldsummen handle (S. 3 und 5 der Befragung vom 07.02.2019). Alle Brüder seien bevollmächtigt, an sein Geld zu kommen. Auch die Regierung stellte in der angefochtenen Entscheidung fest, dass der Beschwerdeführer im Heimatland wirtschaftlich tätig war, auch wenn ihm der geschilderte Erfolg nicht im vorgebrachten Umfang geglaubt wurde.
Selbst folgte man den Angaben des Beschwerdeführers im Asylverfahren, dass er auf seine Konten und Vermögenswerte aktuell keinen Zugriff und nur indirekt Kontakt zu seinen Brüdern hat, so ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer nicht auf diesem Weg dennoch zu Geld für eine Rechtsvertretung kommen könnte. So soll er über seinen in Liechtenstein aufhältigen Bruder (dieser teils über eine Vertrauensperson und einen Rechtsanwalt) mit seinen Brüdern in Ägypten in Kontakt stehen, sind diese für ihn bevollmächtigt und kann er so auch den Kontakt zu seinen Firmen halten. Überdies hat er laut seinem Verfahrenshilfeantrag offene Forderungen gegenüber seinen Freunden. Auch durch die teilweise Rückzahlung der an sie gewährten Darlehen könnte er zumindest so viel Geld auftreiben, dass er damit seinen liechtensteinischen Rechtsanwalt im Asylverfahren - allenfalls auch in Raten - begleichen kann.
Nicht zuletzt gibt der Beschwerdeführer auch an, dass die Firmen erfolgreich weitergeführt würden und seine Familie zahlreiche weitere Unternehmen betreibe, die teils weltweit vertreten seien, weshalb das Argument, aus Sicherheitsgründen nicht in Ägypten anrufen zu können, nicht zählen kann. So könnte er den Weg über Büros oder Vertrauensanwälte in anderen Ländern wählen, um einen aufgrund dessen Höhe überdies unauffälligen Geldtransfer zu erwirken.
Deshalb ist den Ausführungen im Verfahrenshilfeantrag nicht zu folgen, dass dem Beschwerdeführer nicht möglich ist, die vergleichsweise geringen Mittel für die rechtsfreundliche Vertretung im Beschwerdeverfahren bzw. die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu generieren. Damit erfüllt der Beschwerdeführer bereits das für das Armenrecht des LVG iVm ZPO gültige Kriterium einer Bedürftigkeit nicht. Aufgrund des Nichtvorliegens dieser Voraussetzung konnte dem Beschwerdeführer deshalb keine Verfahrenshilfe zugesprochen werden und war dessen Antrag spruchgemäss abzuweisen.
Auf die beantragte Parteieneinvernahme zum Beweis dafür, dass die Rechtsposition des Beschwerdeführers nicht aussichtslos sei, konnte bei diesem Ergebnis verzichtet werden. Gleichzeitig war dem Beschwerdeführer auch keine Nachfrist für eine Ergänzung seiner Beschwerde gemäss Art. 80 Abs. 1a AsylG zu gewähren.
Hervorzuheben ist, dass dem gebildeten Beschwerdeführer kostenlose Rechtsberatung zukam und der Rechtsberater den Beschwerdeführer bei der Verfassung der zulässigen Beschwerde unterstützte. Sein diesbezügliches Beschwerdevorbringen untermauerte der Beschwerdeführer überdies mit einem handschriftlichen Schreiben in seiner Muttersprache. Folglich ist er in seinem Recht auf effektiven Rechtschutz nicht verletzt worden.
11.
Auf die Auferlegung von Gebühren für das gegenständliche Verfahren kann verzichtet werden (Art. 8 Abs. 4 GGG).