VGH 2020/008
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25.06.2020
VGH
Urteil
Sprüche: stattgegeben / abgeändert / materiell
VGH 2020/008
Der Verwaltungsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, hat durch die
Richterlic.iur. Andreas Batliner, Präsident
lic.iur. Marion Seeger
lic.iur. Adrian Rufener
Dr.iur. Esther Schneider
lic.iur. Daniel Tschikof
in der Beschwerdesache der
Beschwerdeführerin:
Steuerverwaltung
Äulestrasse 38
9490 Vaduz
Beschwerdegegner:
Mag.iur. A , LL.M.




vertreten durch:


wegenErwerbssteuern für das Steuerjahr 2017 (16.05.2017 bis 31.12.2017)
in der nicht-öffentlichen Sitzung vom 25. Juni 2020
entschieden:
1.Der Beschwerde der Steuerverwaltung vom 14. Januar 2020 gegen die Entscheidung der Landessteuerkommission vom 10. Dezember 2019, LSteK 2019/12, wird stattgegeben und die angefochtene Entscheidung der Landessteuerkommission dahingehend abgeändert, dass sie wie folgt lautet: Die Beschwerde vom 23. April 2019 gegen die Einspracheentscheidung der Steuerverwaltung vom 14. März 2019, STV 2019/17, wird abgewiesen und die angefochtene Einspracheentscheidung bestätigt. Die Verfahrenskosten von CHF 300.00 werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
2.Die Gebühren des Verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof verbleiben beim Land. Parteikosten werden keine zugesprochen.  
TATBESTAND
1.
Der Beschwerdegegner war bis 15. Mai 2017 im Fürstentum Liechtenstein wohnhaft und steuerrechtlich ansässig. Seit 16. Mai 2017 wohnt er in Fläsch, Schweiz, und ist dort unbeschränkt steuerpflichtig. Seit dem 16. Mai 2017 besteht im Fürstentum Liechtenstein nurmehr eine beschränkte Steuerpflicht infolge Grundbesitzes.
2.
Mit Veranlagungsverfügung - Steuerrechnung vom 22. Februar 2019 der Gemeindesteuerkasse Ruggell wurde der Beschwerdegegner für das Steuerjahr 2017 (16. Mai bis 31. Dezember, 225 Tage) veranlagt. Die Gemeindesteuerkasse veranlagte, basierend auf dem inländischen Vermögen in Höhe von CHF 1'140'336.00 einen daraus resultierenden Sollertrag in Höhe von CHF 28'500.00 (CHF 45'613 / 360 Tage x 225 Tage) zum Steuersatz von 4 %, was samt Gemeindesteuerzuschlag (175 %) zu einer Steuerschuld in Höhe von CHF 3'135.00 führte.
3.
Mittels E-Mail vom 28.02.2019 erhob der Beschwerdegegner gegen die Steuerveranlagung 2017 Einsprache. Die Steuerverwaltung teilte dem Einsprecher gleichentags mit, dass die Einsprache schriftlich und mit Originalunterschrift bei der Steuerverwaltung einzureichen sei. Die gleichlautende schriftliche Einsprache wurde im Anschluss mit Eingangsdatum 01.03.2019 bei der Steuerverwaltung eingereicht.
4.
Mit E-Mail vom 08.03.2019 teilte die Steuerverwaltung dem Beschwerdegegner mit, dass die Veranlagung gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG als vereinfachte Veranlagung erfolgt sei, weshalb auch keine Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung erfolgt sei. Im Rahmen der vereinfachten Veranlagung sei es weiter nicht vorgesehen, allfällige Schulden in Abzug zu bringen. Es würden neben dem Steuerschätzwert der Liegenschaft auch keine weiteren Unterlagen bestehen, die in diesem Zusammenhang hätten vorgelegt werden können. Die Steuerverwaltung bat um Rückmeldung, ob eine rechtsmittelfähige Einspracheentscheidung gewünscht werde. Daraufhin teilte der Beschwerdeführer mit, dass er eine Einspracheentscheidung wünsche.
5.
Mit Einspracheentscheidung vom 14.03.2019 gab die Steuerverwaltung der Einsprache keine Folge und bestätigte die Steuerrechnung/Veranlagungsverfügung 2017 vom 22.02.2019. Die Einspracheentscheidung wurde dabei zusammengefasst wie folgt begründet: Der Beschwerdegegner sei im Steuerjahr 2017 ab dem 16.05.2017 in Fläsch/Schweiz wohnhaft. Er verfüge in der Gemeinde Ruggell über Grundeigentum mit einem Steuerschätzwert in Höhe von CHF 1'140'336.00. Bei der vorliegenden Einsprache stelle sich die Frage, ob das inländische Vermögen und der inländische Erwerb des Beschwerdegegners zu Recht im Wege des vereinfachten Verfahrens veranlagt worden sei. Gemäss Art. 6 Abs. 2 SteG seien natürliche Personen, welche weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hätten, mit ihrem inländischen Vermögen und ihrem inländischen Erwerb beschränkt steuerpflichtig. Nach Art. 6 Abs. 4 SteG würden im Inland gelegene Grundstücke als inländisches Vermögen gelten. Folglich sei der Beschwerdegegner mit seinem in Ruggell gelegenen Grundstück beschränkt steuerpflichtig. Gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG sei bei beschränkt Steuerpflichtigen der Erwerb im Sinne von Art. 6 Abs. 5 Bst. g SteG (Sollertrag aus inländischem Vermögen) vereinfacht zu veranlagen. Die Besteuerung gelte demnach mit einem Steuersatz von 4 % des steuerpflichtigen Erwerbs (i.c. Sollertrag) zuzüglich Gemeindesteuerzuschlag als abgegolten. Im Rahmen der vereinfachten Veranlagung sei es gesetzlich nicht vorgesehen, Schulden bzw. die vom Einsprecher vorgebrachten hypothekarischen Belastungen in Abzug zu bringen. Den beschränkt Steuerpflichtigen stehe gemäss Art. 23 Abs. 2 Bst. c SteG jedoch die Möglichkeit offen, einen Antrag auf ordentliche Veranlagung zu stellen und die hierzu möglichen Abzüge geltend zu machen. Der Antrag auf ordentliche Veranlagung sei nach Art. 19 SteV jeweils bis zum 31.12. des entsprechenden Steuerjahres zu stellen. Aufgrund des Umstandes, dass vom Beschwerdegegner für das Steuerjahr 2017 kein Antrag auf ordentliche Veranlagung innert der hierfür vorgeschriebenen Frist bis Ende 2017 gestellt worden sei, sei die vereinfachte Veranlagung zu Recht erfolgt.
6.
Mit Schriftsatz vom 23.04.2019 erhob der Beschwerdegegner gegen den Einsprachentscheid Beschwerde an die Landessteuerkommission mit dem Antrag, die Landesteuerkommission wolle der Beschwerde Folge gegen und die Einspracheentscheidung der Steuerverwaltung, STV 2019/17, dahingehend abändern, dass das inländische steuerpflichtige Vermögen unter Berücksichtigung der Hypothekarschulden besteuert werde. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Antrag auf Vornahme einer ordentlichen Veranlagung sei rechtzeitig gestellt worden. Sofern die Antragstellung verspätet erfolgt sei, sei die vereinfachte Veranlagung unrichtig vorgenommen worden. Auch im Rahmen der vereinfachten Veranlagung müsse dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit offenstehen, Hypothekarschulden steuerlich zum Abzug zu bringen.
7.
Mit Schreiben vom 29.10.2019 nahm die Steuerverwaltung zur Beschwerde zusammengefasst wie folgt Stellung: Wie bereits im E-Mail vom 08.03.2019 an den Beschwerdeführer mitgeteilt, würden neben dem Steuerschätzwert der Liegenschaft, welcher sich aus dem dem Beschwerdeführer vorliegenden Katasterauszug ergebe, keine weiteren Unterlagen, welche der Festsetzung der fraglichen Steuer zugrunde lägen, bestehen. Im Übrigen handle es sich beim weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers um neues Sachverhaltsvorbringen. Im Rahmen der Einsprache sei lediglich ausgeführt worden, dass die Veranlagung unrichtig sei, da Schulden in Abzug gebracht werden könnten. Dem neuen Vorbringen sei daher Art. 117 Abs. 3 SteG entgegen zu halten. Im Übrigen sei darauf zu verweisen, dass im Rahmen der vereinfachten Veranlagung laut Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG lediglich Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 SteG vorgesehen seien (Bericht und Antrag zu Art. 23 SteG, BuA Nr. 48/2010). Der in Art. 11 SteG geregelte Schuldenabzug sei somit nicht von der Regelung in Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG umfasst und sei im vorliegenden Fall unbeachtlich.
8.
Mit Entscheidung vom 10.12.2019, LSteK 2019/12, gab die Landessteuerkommission der Beschwerde Folge und wies die Sache zur neuerlichen Entscheidung unter Bindung an die Rechtsansicht an die Landessteuerkommission zurück. In Ziffer 2 des Urteilsdispositivs brachte die Landessteuerkommission einen Rechtskraftvorbehalt an.
Begründend führte die Landessteuerkommission aus, dass Art. 23 SteG nicht die Ermittlung des inländischen steuerpflichtigen Vermögens nach Art. 6 Abs. 4 SteG, sondern lediglich die Besonderheiten bei der Veranlagung der Erwerbssteuer bei beschränkt Steuerpflichtigen regle. Bei der Ermittlung des im Rahmen der vereinfachten Veranlagung gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG zu veranlagenden steuerpflichtigen Erwerbs seien grundsätzlich zwei Stufen zu unterscheiden: (1.)  Ermittlung des inländischen steuerpflichtigen Vermögens und des daraus resultierenden Sollertrages; (2.) Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs. Die Ermittlung des Vermögens richte sich nach Art. 11 und 12 SteG. Die in Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG erwähnten Abzüge beträfen die in Art. 16 SteG genannten Abzüge zur Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs, nicht aber die Abzüge vom Vermögen im Rahmen der Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens und des daraus resultierenden Sollertrags (erste Stufe), sondern nur die vom Erwerb (hier Sollertrag) zulässigen und unzulässigen Abzüge für die Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs (zweite Stufe zur Ermittlung des Nettoerwerbs). Somit werde der in Art. 11 SteG vorgesehene Schuldenabzug für die Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens durch Art. 23 Abs. 1 SteG nicht ausgeschlossen.
9.
Mit Schriftsatz vom 14.01.2019 erhob die Steuerverwaltung Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof mit dem Antrag, der Verwaltungsgerichtshof wolle der Beschwerde stattgeben, die Entscheidung der Landessteuerkommission vom 10. Dezember 2019 aufheben und die Entscheidung der Steuerverwaltung vom 14. März 2019 bestätigen. 
10.
Mit Eingabe vom 14.02.2020 stellte der Beschwerdegegner den Antrag, der Verwaltungsgerichtshof wolle der Beschwerde keine Folge geben und die Entscheidung der Landessteuerkommission vom 10.12.2019 bestätigen.
11.
Der Verwaltungsgerichtshof zog den Vorakt der Landessteuerkommission zu LSteK 2019/12 bei, erörterte in seiner nicht-öffentlichen Sitzung vom 25.06.2020 die Sach- und Rechtslage und entschied wie aus dem Spruch ersichtlich.
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Hinsichtlich des Sachverhaltes kann auf die Feststellungen der Unterinstanzen verwiesen werden (Art. 101 Abs. 4 LVG). 
2.
Gemäss Art. 117 Abs. 8 und Art. 118 Abs. 4 SteG kommen auf das Beschwerdeverfahren in Steuerangelegenheiten die Bestimmungen des LVG zur Anwendung, dies jedoch nur soweit, als das Steuergesetz nichts anderes regelt. Solche anderen Regeln enthält das Steuergesetz insbesondere hinsichtlich der Beschwerdegründe. Insoweit kommen also nicht die Bestimmungen des LVG und damit auch nicht die Bestimmung des Art. 90 Abs. 6 LVG, sondern die Bestimmungen des Steuergesetzes zur Anwendung. Gemäss Art. 118 Abs. 3 SteG können mit der Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof drei Rügen erhoben werden, nämlich (1.) Rechtsverletzungen, (2.) aktenwidriger Sachverhalt und (3.) unvollständig festgestellter Sachverhalt. Demnach kann kein Beschwerdegrund der unrichtigen Sachverhaltsfeststellungen wegen unrichtiger Beweiswürdigung erhoben werden und Noven sind nicht zulässig. Hingegen fallen Verletzungen von Verfahrensbestimmungen unter "Rechtsverletzungen" gemäss Art. 118 Abs. 3 SteG (VGH 2015/105 Erw. 4.).
3.
Der Beschwerdgegner bestreitet die Zulässigkeit der Beschwerdeerhebung durch die Steuerverwaltung mit der Begründung, die Setzung eines Rechtskraftvorbehalts verlängere das Verfahren zulasten des Steuerpflichtigen, was nicht zulässig sei. Zudem habe der Verwaltungsgerichtshof die Zulässigkeit eines Rechtskraftvorbehalts zwar im kontradiktorischen Verwaltungsverfahren bejaht, nicht jedoch in Steuerverfahren.
Die Rüge des Beschwerdegegners erweist sich als unbegründet.
Gegen eine Entscheidung der Landessteuerkommission kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof erhoben werden (Art. 118 Abs. 1 SteG). Das Beschwerderecht steht dem Steuerpflichtigen und der Steuerverwaltung zu, ebenso das Recht auf Gegenäusserung (Art. 118 Abs. 2 SteG).
Der Verwaltungsgerichtshof sieht keine Gründe, welche gegen die Zulässigkeit des von der Landessteuerkommission angebrachten Rechtskraftvorbehaltes sprechen würden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb eine Verfahrensverlängerung aufgrund einer gesetzlich vorgesehenen Beschwerdemöglichkeit der Steuerverwaltung dem Beschwerdegegner nicht zumutbar sein sollte. Das Anbringen eines Rechtskraftvorbehaltes kann im Übrigen auch zu einer Verkürzung des weiteren Verfahrens führen, wie der gegenständliche Fall zeigt, was hier nicht nur im Interesse der Steuerverwaltung, sondern auch im Interesse des Beschwerdegegners und zudem im allgemeinen öffentlichen Interesse liegt. 
4.
Ebenso unbegründet ist die Rüge des Beschwerdegegners, er habe keinen Antrag auf ordentliche Besteuerung stellen können, da die Abmeldung gegenüber den Einwohnerdiensten der Gemeinde Vaduz erst ab 06.11.2018 möglich gewesen sei.
In der Beschwerde vom 23.04.2019 an die Landessteuerkommission führte der Beschwerdegegner aus, er sei am 15.05.2017 von Vaduz nach Fläsch weggezogen. Dies ergibt sich auch aus der Abmeldungsbestätigung der Einwohnerdienste der Gemeinde Vaduz vom 06.11.2018. Sodann führt der Beschwerdegegner aus, er sei im Fürstentum Liechtenstein vom 01.01.2017 bis 15.05.2017 unbeschränkt steuerpflichtig und ab 16.05.2017 bis 31.12.2017 mit seinem inländischen, steuerpflichtigen Vermögen nach Art. 6 Abs. 4 SteG beschränkt steuerpflichtig gewesen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners begründet der Umstand, dass er die "formelle" Abmeldung gegenüber den Einwohnerdiensten der Gemeinde Vaduz erst am 06.11.2018 - rückwirkend per 15.05.2017 - vornahm, keine Unmöglichkeit, innerhalb der Frist von Art. 23 Abs. 2 Bst. c SteG i.V.m. Art. 19 SteV einen Antrag auf ordentliche Besteuerung zu stellen.
Mit Urteil vom 05.12.2017 zu StGH 2017/19 gab der Staatsgerichtshof einem Normenkontrollantrag des Verwaltungsgerichtshofes keine Folge und vertrat die Auffassung, Art. 19 SteV sei gesetzes-, verfassungs- und staatsvertragskonform. Zur Begründung führte er aus, die im Anlassfall zur Diskussion stehende Verordnungsbestimmung regle lediglich die Frist, bis wann ein beschränkt Steuerpflichtiger mit einem inländischen Einkommen von CHF 150'000.00 oder weniger für das ordentliche Veranlagungsverfahren optieren könne. Mit der Festlegung dieser Frist regle Art. 19 SteV keines der wesentlichen Elemente des Steuerrechts, weshalb das Legalitätsprinzip nicht verletzt sei. Ebenso widerspreche Art. 19 SteV dem Steuergesetz nicht, wenn er eine Frist für das Antragsrecht einführe, die im Wortlaut des Art. 23 Abs. 2 Bst. c SteG nicht vorgesehen sei. Unter Berücksichtigung der ratio legis - insbesondere der Vereinfachung des Verfahrens im Sinne der Verfahrensökonomie - sei es adäquat, dass der in Art. 23 Abs. 2 Bst. c SteG geregelte Antrag nicht ohne zeitliche Einschränkung angebracht werden könne. Ebenso wenig liege ein Verstoss gegen Art. 116 Abs. 3 SteG vor. Durch Erhebung oder Unterlassung des Antrages auf Durchführung des ordentlichen Veranlagungsverfahrens wähle der Steuerpflichtige somit ein Verfahren zur Bemessung der Steuern aus. Diese Wahl werde für den Fortgang des Verfahrens verbindlich und könne in einem späteren Zeitpunkt im Sinne der Verfahrensökonomie nicht mehr verändert werden. Eine Änderung des Verfahrens sei nach Ansicht des Staatsgerichtshofes im Zeitpunkt des Einspracheverfahrens nicht mehr möglich. Sodann führt der Staatsgerichtshof aus, die vom Verordnungsgeber zur Optierung für das ordentliche Verfahren auf den 31. Dezember des Steuerjahres festgesetzte Frist verstosse nicht gegen das Willkürverbot. Es sei  festzuhalten, dass ein Ablauf der Frist am 31. Dezember zur Vereinfachung des Verfahrens im Sinne der Verfahrensökonomie beitrage, was durch die Veranlagung von beschränkt Steuerpflichtigen mittels des vereinfachten Verfahrens sowie der Quellensteuer intendiert sei. Nur so könnten die beschränkt Steuerpflichtigen, welche für das ordentliche Verfahren optieren, bezüglich Zustellung der Steuererklärung, Abgabefrist für die Steuererklärung, Mahnung, Verhängung von Bussen, Ermessenseinschätzung und Steuerveranlagung gleich wie unbeschränkt Steuerpflichtige behandelt werden.
Sodann argumentierte der Staatsgerichtshof, dass auch keine Verletzung von Art. 4 EWR-Abkommen vorliege. Mit Blick auf die Rechtsprechung des EFTA-Gerichtshofes sei in Übereinstimmung mit dem Verwaltungsgerichtshof festzuhalten, dass die im Anlassfall zur Diskussion stehende Regelung von ihrer Ausgestaltung her grundsätzlich dazu geeignet wäre, zu einer indirekten Diskriminierung zu führen. Sie nehme nämlich eine Unterscheidung aufgrund des Wohnsitzes vor, indem sie natürliche Personen, die weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hätten, als beschränkt Steuerpflichtige anders besteuere als Inländer. Allerdings wirke sich diese Unterscheidung nicht zum Nachteil der betroffenen Angehörigen anderer EWR-Staaten aus. Vielmehr führe die Möglichkeit, bei einem inländischen Erwerb von CHF 150'000.00 oder weniger zwischen dem vereinfachten Verfahren bzw. dem Steuerabzug an der Quelle sowie dem ordentlichen Veranlagungsverfahren wählen zu dürfen, zu einer Privilegierung beschränkt Steuerpflichtiger. Diese hätten im Gegensatz zu unbeschränkt Steuerpflichtigen die Option, das für sie günstigere Verfahren in Anspruch zu nehmen. Auch wenn die im Anlassfall angefochtene Bestimmung dieses Wahlrecht befriste, führe dies noch nicht zu einer indirekten Diskriminierung.
Nachdem der Beschwerdgegner innerhalb der Frist von Art. 19 SteV keinen Antrag auf ordentliche Besteuerung für das Steuerjahr 2017 gestellt hat, hat er sein Recht auf ordentliche Besteuerung für das Steuerjahr 2017 verwirkt (VGH 2017/053). Dabei ist unerheblich, aus welchen Gründen er den Antrag nicht rechtzeitig gestellt hat. Eine ordentliche Besteuerung erfolgt auch nicht von Amtes wegen, sondern, wie ausgeführt, nur auf Antrag des Steuerpflichtigen. Der Beschwerdegegner wurde deshalb zu Recht für die Zeit vom 16.05.2017 bis 31.12.2017 im Verfahren der vereinfachten Veranlagung besteuert.
5.
Zur Begründung der Beschwerde führt die Steuerverwaltung zusammengefasst aus wie folgt:
Art. 6 Abs. 2, 4 und 5 SteG regelten, mit welchem inländischen Vermögen und Erwerb beschränkt Steuerpflichtige steuerpflichtig seien. Als im Inland steuerpflichtiges Vermögen gälten gemäss Art. 6 Abs. 4 SteG im Inland gelegene Grundstücke und im Inland gelegene Betriebsstätten. Als inländischer Erwerb gemäss Art. 6 Abs. 5 SteG gelte u.a. der Sollertrag des inländischen, steuerpflichtigen Vermögens. Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG regle die vereinfachte Veranlagung. Gemäss dieser Bestimmung unterliege der Erwerb im Sinne von Art. 6 Abs. 5 Bst. a, b und g - vorbehaltlich der ordentlichen Veranlagung - der vereinfachten Veranlagung. Der Erwerb - unter Berücksichtigung von Art. 16 Abs. 1 Bst. a und b - werde mit einem Steuersatz von 4 % zuzüglich des jeweiligen Gemeindezuschlages veranlagt. Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 dürften nur insoweit geltend gemacht werden, als sie mit dem inländischen Erwerb in einem wirtschaftlichen Zusammenhang stünden. Gemäss dieser Regelung könnten somit bei der vereinfachten Veranlagung Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 SteG nur geltend gemacht werden, soweit sie in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb stünden. Die Abzüge gemäss Art. 16 Abs. 2 SteG würden den Erwerb aus Landwirtschaft sowie aus einer Betriebsstätte betreffen. Die Abzüge gemäss Art. 16 Abs. 2 SteG würden sich jedoch nicht auf Grundstücksvermögen beziehen. Das System der vereinfachten Veranlagung sei derart ausgestaltet, dass bei der vereinfachten Veranlagung nur die in direktem Zusammenhang stehenden Abzüge geltend gemacht werden könnten, und zwar zur Gänze. Bei der vereinfachten Veranlagung werde somit die zu besteuernde Erwerbsart isoliert betrachtet. Demgegenüber könnten bei der ordentlichen Veranlagung die direkt im Zusammenhang stehenden Abzüge zur Gänze und die übrigen Abzüge pro rata geltend gemacht werden.
Das Steuergesetz sehe keine ausdrückliche Regelung vor, wie der Schuldenabzug bei der vereinfachten und ordentlichen Veranlagung zu berücksichtigen sei. Zu erwähnen sei, dass Schulden in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit bestimmten Vermögenswerten stehen könnten, jedoch nicht müssten. Der Schuldenabzug sei jedoch nicht so konzipiert, dass bestimmte Schulden einem bestimmten Vermögenswert zugeordnet würden, sondern es erfolge eine Gesamtbetrachtung: die gesamten Schulden würden vom Gesamtvermögen in Abzug gebracht und bei Vorliegen von ausländischem sowie inländischem Vermögen erfolge eine prozentuale Zuteilung, d.h. es erfolge eine quotale Aufteilung und keine Aufteilung nach wirtschaftlichem Zusammenhang.
6.
Art. 22 Abs. 1 des Abkommens zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (LGBl. 2016 Nr. 415; nachfolgend DBA FL-CH) vom 22. Dezember 2016 lautet wie folgt:
"Unbewegliches Vermögen im Sinne von Art. 6, das einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person gehört und im anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert werden."
Aus dem Gesagten folgt, dass die Hoheit zur Besteuerung des im Fürstentum Liechtenstein gelegenen Grundstückes dem Fürstentum Liechtenstein zusteht.
7.
Nach Art. 9 Abs. 1 SteG ist das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen des Steuerpflichtigen Gegenstand der Vermögenssteuer. Art. 11 SteG regelt den Schuldenabzug und lautet wie folgt:
"Bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens dürfen von den Aktiven die Schulden und sonstigen Lasten abgezogen werden, für welche der Steuerpflichtige als Hauptschuldner verpflichtet ist. Ist er mit anderen Personen für eine Schuld mitverpflichtet, so kann nur der auf ihn entfallende Teil abgezogen werden" (Art. 11 Abs 1 SteG).
"Wird ein Vermögen nur teilweise im Inland versteuert, so ist der Schuldenabzug nach dem Verhältnis des im Inland steuerpflichtigen Vermögensteils zum Gesamtvermögen zulässig. Ein Abzug der Schulden ist ausgeschlossen, soweit hierdurch der Betrag des steuerpflichtigen Vermögens negativ wird" (Art. 11 Abs. 2 SteG).
Aus dem Wortlaut von Art. 11 Abs. 2 SteG folgt, dass in internationalen Verhältnissen, d.h. wenn das Vermögen sowohl im Inland als auch im Ausland der Besteuerung unterliegt, der Abzug der Schulden proportional nach Lage der Aktiven und nicht objektmässig erfolgt (vgl. hierzu auch: Philipp Betschart, in: Zweifel/Beusch/Matteoti [Hrsg], Kommentar zum Internationalen Steuerrecht, Art. 22 OECD-MA, N 5).
Ein Abzug der Schulden ist ausgeschlossen, soweit hierdurch der Betrag des steuerpflichtigen Vermögens negativ wird. Mit dieser Regelung wollte der Gesetzgeber ausschliessen, dass ein "negatives" steuerpflichtiges Vermögen möglicherweise zu einem negativen Sollertrag führen könnte (vgl. BuA 83/2010, S. 24).
Zu prüfen ist somit, ob die Bestimmung von Art. 11, insbesondere Abs. 2 SteG, auch im Rahmen der vereinfachten Veranlagung zur Anwendung kommt und bei der Bemessung des Sollertrages des Vermögens der Schuldenabzug nach Lage der Aktiven vorzunehmen ist.
8.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner kein Begehren um ordentliche Veranlagung gestellt hat. Somit ist er zu Recht nach Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG veranlagt worden. Die Bestimmung von Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG lautet wie folgt:
"Bei beschränkt Steuerpflichtigen ist die Erwerbssteuer:

a) bei Erwerb im Sinne von Art. 6 Abs. 5 Bst. a, b und g mit einem Steuersatz von 4 % zuzüglich des jeweiligen Gemeindezuschlages nach Abs. 5 unter Berücksichtigung von Art. 16 Abs. 1 Bst. a und b vereinfacht zu veranlagen. Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 dürfen nur insoweit geltend gemacht werden, als sie mit dem inländischen Erwerb in einem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen; vorbehalten bleibt die ordentliche Veranlagung nach Abs. 2"
Im vorliegenden Fall erfolgte die Ermittlung des Sollertrags nach Art. 6 Abs. 2 i.V. mit Art. 6 Abs. 4 und 5 SteG ohne Berücksichtigung eines Abzugs von Schulden (auch nicht proportional nach Lage der Aktiven).
Der von der Landessteuerkommission vertretenen Rechtsauffassung, wonach die Bestimmung von Art. 11 SteG auch im Rahmen einer vereinfachten Veranlagung im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. a SteG zur Anwendung kommt, folgt der Verwaltungsgerichtshof nicht. Dies aus folgenden Gründen:
9.
Die Bestimmung von Art. 23 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6 Abs. 5 Bst. a SteG betrifft den Erwerb aus der Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlich genutzter inländischer Grundstücke sowie aus jeder anderen land- und wirtschaftlichen Produktion im Inland.
Die Bestimmung von Art. 23 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6 Abs. 5 Bst. b SteG betrifft den Erwerb aus im Inland gelegenen Betriebsstätten.
Die Bestimmung von Art. 23 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6 Abs. 5 Bst. g SteG betrifft den Sollertrag des inländischen, steuerpflichtigen Vermögens nach Abs. 4, somit im Inland gelegene Grundstücke und im Inland gelegene Betriebsstätten.
Gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG sind die Bestimmungen von Art. 16 Abs. 1 Bst. a (dies betrifft den land- und forstwirtschaftlichen Erwerb) und Bst. b zu berücksichtigen. Bst. b betrifft den Erwerb nach Art. 14 Abs. 2 Bst. b (also den Erwerb aus einer selbstständigen Tätigkeit in Gewerbe, Handel und Industrie) und Bst. c (also den Erwerb aus einer anderen selbstständigen Tätigkeit).
Gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG dürfen Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 nur unter bestimmten Voraussetzungen geltend gemacht werden. Die Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 SteG betreffen jedoch nicht den Sollertrag, sondern den landwirtschaftlichen Erwerb (Art. 16 Abs. 2 Bst. a), den Erwerb aus der Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke sowie aus jeder anderen land- und forstwirtschaftlichen Produktion (Art. 16 Abs. 2 Bst. b Fall 1 i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. a), den Erwerb aus einer selbstständigen Tätigkeit in Gewerbe, Handel und Industrie (Art. 16 Abs. 2 Bst. b Fall 3 i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. b) und den Erwerb aus einer anderen selbstständigen Tätigkeit (Art. 16 Abs. 2 Bst. b Fall 3 i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. c), den Erwerb aus unselbstständiger Tätigkeit (Art. 16 Abs. 2 Bst. c i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. d), den Erwerb aus Vergütungen an Verwaltungsrats-, Stiftungsratsmitglieder oder Mitglieder ähnlicher Organe von juristischen Personen (Art. 16 Abs. 2 Bst. cbis i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. dbis) sowie Renten der Alters-, Hinterlassenen-, Invaliden- und Unfallversicherung (Art. 16 Abs. 2 Bst. d). 
Daraus ergibt sich, dass gemäss der Bestimmung von Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG der Sollertrag vereinfacht veranlagt wird. Dabei werden nur die Bestimmungen von Art. 16 Abs. 1 Bst. a und b (die aber nicht den Sollertrag betreffen), nicht aber die Bestimmung von Art. 11 (Schuldenabzug) berücksichtigt. Die in Art. 23 Abs. 1 Bst. a erwähnten Abzüge nach Art. 16 Abs. 2 betreffen wiederum nicht den Sollertrag.
Der Wortlaut des Steuergesetzes schliesst also bei einer vereinfachten Veranlagung des Sollertrages einen Schuldenabzug vom besteuerten Vermögen (also des besteuerten inländischen Grundeigentums) aus. 
10.
Zu Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG wurde in BuA 48/2010, S. 104 f., ausgeführt wie folgt:
"Nach Abs. 1 Bst. a beträgt die Landessteuer bei beschränkter Steuerpflicht mit einem Erwerb im Sinne von Art. 6 Abs. 5 Bst. a (Erwerb aus Bewirtschaftung von Grundstücken), Art. 6 Abs. 5 Bst. b (Erwerb aus Betriebsstätten) sowie Art. 6 Abs. 5 Bst. g (Sollertrag des inländischen Vermögens) grundsätzlich 4 % zuzüglich des jeweils anwendbaren Gemeindezuschlags. Hierbei ist grundsätzlich nur eine vereinfachte Veranlagung durchzuführen. Bei dieser Veranlagung schränkt Abs. 4 die zulässigen Abzüge auf wirtschaftlich begründete Abzüge, die mit dem inländischen Erwerb in Zusammenhang stehen, ein. Sozial motivierte Abzüge dürfen nicht geltend gemacht werden. Der danach ermittelte Nettoerwerb wird mit dem Steuersatz von 4 % zuzüglich des Gemeindezuschlages belastet."
Zu Art. 23 Abs. 3 SteG wurde in BuA 48/2010, S. 105 f., ausgeführt wie folgt:
"Abs. 3 gibt den beschränkt Steuerpflichtigen auf Antrag die Möglichkeit, zur regulären Veranlagung zu optieren. In diesem Fall dürfen sie die grundsätzlich vom Abzug ausgeschlossenen Abzüge proportional geltend machen. Bei der Berechnung des Steuersatzes dürfen die beschränkt Steuerpflichtigen allerdings einerseits sämtliche Abzüge geltend machen, andererseits gehen das im Ausland belegene Vermögen und der im Ausland erwirtschaftete Erwerb ebenso vollständig in die Berechnung des Steuersatzes für ihr inländisches Vermögen und ihren inländischen Erwerb ein. Insgesamt wird durch diesen Ansatz sichergestellt, dass beschränkt Steuerpflichtige im Vergleich zu Inländern nicht steuerlich benachteiligt werden. Eine entsprechende Gleichbehandlung wäre für Staatsangehörige der EWR-Mitgliedstaaten bereits EWR-abkommensrechtlich zwingend. In der Regel werden es beschränkt Steuerpflichtige aus Vereinfachungsüberlegungen aber vorziehen, an der Quelle besteuert zu werden oder nur die vereinfachte Veranlagung zu wählen. Soweit sie die in Liechtenstein erhobene Steuer in ihrem Ansässigkeitsstaat anrechnen könne, hat die Quellensteuerbelastung für sie keine definitive Wirkung, zumal sie im internationalen Vergleich sehr moderat ausfällt."
Aus diesen Materialien ergibt sich nicht, dass bei vereinfachter Veranlagung des Sollertrages aus inländischem Vermögen ein Schuldenabzug gemäss Art. 11 SteG zulässig ist. 
11.
Auch nach dem Sinn und Zweck der vereinfachten Veranlagung sowie der dazugehörigen Gesetzessystematik ist ein Schuldenabzug gemäss Art. 11 SteG nicht zulässig.
Würde man der Rechtsmeinung der Landessteuerkommission folgen, stellte sich zwangsläufig die Frage, welche Schulden des Steuerpflichtigen von welchem Vermögen abgezogen werden dürfen. Zwar läge es nahe, die auf einem inländischen Grundstück grundpfandrechtlich haftenden Schulden zum Abzug zuzulassen, doch wäre dies dann nicht sachgerecht, wenn diese Schulden nicht für das betreffende inländische Grundstück, also nicht zur Finanzierung des Kaufs des Grundstücks oder der Errichtung einer Baute oder Anlage auf diesem Grundstück, sondern für andere Zwecke, die mit dem betreffenden Grundstück keinen Zusammenhang haben, eingegangen wurden. Die Steuerverwaltung weist in ihrer Beschwerde zu Recht darauf hin, dass der Schuldenabzug gemäss Ar. 11 SteG nicht so konzipiert ist, dass bestimmte Schulden einem bestimmten Vermögenswert zugeordnet werden. Vielmehr erfolgt eine Gesamtbetrachtung in dem Sinne, dass die gesamten Schulden vom gesamten Vermögen in Abzug gebracht werden und dass bei Vorliegen von ausländischem und inländischem Vermögen eine prozentuale Aufteilung und nicht eine Zuordnung von bestimmten Schulden zu einem bestimmten Vermögenswert erfolgt (Art. 11 Abs. 2 Satz 1 SteG; Betschart, a.a.O.).
Wollte man eine proportionale Zuteilung der gesamten Schulden des Steuerpflichtigen auch im Rahmen der vereinfachten Veranlagung zulassen, müssten sowohl die gesamten Schulden als auch das gesamte Vermögen des Steuerpflichtigen bekannt sein. Hierzu bedurfte es jedoch einer Steuererklärung des Steuerpflichtigen. Steuererklärungen sind jedoch nur für die Veranlagung im ordentlichen Verfahren notwendig (Art. 93 ff. SteG, Art. 38a ff. SteV) und werden praxisgemäss von der Steuerverwaltung bei der vereinfachten Veranlagung von inländischem Vermögen auch nicht verlangt. Würde eine Steuererklärung verlangt und eine prozentuale Zuteilung der gesamten Schulden zum gesamten Vermögen vorgenommen, unterschiede sich die vereinfachte Veranlagung nicht mehr von der ordentlichen Veranlagung. 
Die vereinfachte Veranlagung soll also gegenüber der ordentlichen Veranlagung "vereinfacht" sein. Dementsprechend bestimmt denn auch Art. 23 Abs. 1 Bst. a SteG, dass bei der vereinfachten Veranlagung eine vereinfachte Steuerberechnung, nämlich (pauschal) mit 4 % zuzüglich Gemeindezuschlag, also keine Steuerberechnung mit einem progressiven Tarif und Progressionsvorbehalt (Art. 19, 21 SteG) erfolgt. 
Möchte der im Ausland wohnhafte Steuerpflichtige nicht eine einfache Veranlagung seines inländischen Immobilienvermögens - ohne Steuererklärung, mit fixem Steuersatz -, steht es ihm frei, einen Antrag auf ordentliche Veranlagung zu stellen (Art. 23 Abs. 2 Bst. c SteG, Art. 19 SteV) und im Rahmen der ordentlichen Veranlagung einen Schuldenabzug gemäss Art. 11 SteG zu beanspruchen. 
12.
All diesen Gründen war spruchgemäss zu entscheiden.
13.
Die Kostenentscheidung stützt sich auf Art. 118 Abs. 4 SteG i.V.m. Art. 41 Abs. 1 und Art. 35 Abs. 4 LVG sowie § 41 Abs. 1 ZPO. Da der Beschwerdegegner unterlegen ist, hat er die eigenen Parteikosten selbst zu tragen. Sodann hat der Beschwerdegegner die Gerichtsgebühren des Verfahrens vor der Landessteuerkommission zu tragen, welche CHF 300.00 betragen. Die Gerichtsgebühren des Verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof hat er nicht zu tragen, da er als Beschwerdegegner nicht zahlungspflichtig ist (Art. 10 GGG). Die Steuerverwaltung ihrerseits ist gebührenbefreit (Art. 16 Abs. 1 Bst. b GGG).