VGH 2022/003
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31.01.2022
VGH
Beschluss
Sprüche: abgewiesen
VGH 2022/003
BESCHLUSS
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, lic.iur. Andreas Batliner, hat
in der Sache des
Beschwerdeführers:
A
wegenAsyl (Unzulässigkeit)
gegenUnzulässigkeitsentscheid des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 27. Dezember 2021 zu UE: 2673029
am 31. Januar 2022
entschieden:
1.Die Beschwerde vom 11. Januar 2022 gegen den Unzulässigkeitsentscheid des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 27. Dezember 2021 zu UE: 2673029 wird abgewiesen und die angefochtene Entscheidung bestätigt.
2.Der Antrag des Beschwerdeführers vom 11. Januar 2022 auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang wird abgewiesen.
3.Die Kosten des Verfahrens verbleiben beim Land.
TATBESTAND
1.
Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger Gambias und 1997 geboren, reiste am 06.12.2021 in Liechtenstein ein und stellte beim Ausländer- und Passamt (APA) ein Asylgesuch. Er gab an, er benötige unbedingt drei Arten von Medikamenten gegen seine Erkrankungen, habe jedoch im Bus nach Sargans seinen Rucksack mit diesen Medikamenten verloren.
2.
Die Prüfung in der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) fand nach Ablauf der Quarantänefrist am 14.12.2021 statt. Diese ergab, dass der Beschwerdeführer bereits am 18.03.2014 in Italien, am 27.10.2015 in Deutschland, am 09.07.2019 in den Niederlanden und am 15.02.2020 in der Schweiz je ein Asylgesuch gestellt hatte.
Im europäischen Visa-Informationssystem (VIS) war der Beschwerdeführer nicht verzeichnet.
Im Zentralen Migrationsinformationssystem der Schweiz (ZEMIS) ist ersichtlich, dass die Schweiz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eintrat und am 18.02.2021 einen Asylentscheid mit einer Wegweisung verfügte. Das Ende des Rechtskraftprozesses ist mit 25.03.2021 verzeichnet. Die Abweisung seines Wiedererwägungsgesuches vom 12.11.2021 erfolgte am 23.11.2021.
3.
In seiner Befragung durch das APA am 14.12.2021 stimmte der Beschwerdeführer seiner Befragung auf Englisch zu, weil es dieses besser als seine eigene Muttersprache spreche. Zu seinem Gesundheitszustand führte er aus, dass er an Glaukom und einem psychischen Trauma sowie einer Magenschleimhauterkrankung leide. Er legte seine Gesundheitsunterlagen aus der Schweiz vor, aus denen insbesondere aus dem medizinischen Bericht des Spitals Wallis vom 26.10.2021 hervorgeht, dass der Beschwerdeführer an einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (F32.3) leidet, die im Heimatland nicht behandelt werden könne. Eine Rückkehr dorthin könnte die Symptomatik verstärken. Im ebenfalls vorgelegten Befund einer Augenklinik vom 21.05.2021 wird ein Sekundärglaukom bestätigt.
Der Beschwerdeführer führte in seiner Befragung aus, dass er noch nie Ausweispapiere besessen habe. Er suche in Liechtenstein um Asyl und Schutz an. Er bestätigte das Ergebnis der Eurodac-Abfrage, eine Asylbefragung habe er jedoch nur in der Schweiz erhalten. Dort habe er um Asyl angesucht und alles erklärt. Es sei jedoch negativ entschieden worden und man habe ihm gesagt, dass er gehen müsse, sonst werde die Polizei kommen. Er verstehe das Dublin-Verfahren, aber er erhalte in der Schweiz kein Sozialgeld und seine Menschenrechte würden verletzt. Er könne nicht in sein Heimatland zurück, weil er dort grosse Probleme und deshalb Angst vor einer Rückkehr habe. In den Niederlanden sei ihm gesagt worden, dass er ein Dublin-Fall sei und das Land verlassen müsse. Untergetaucht sei er noch in keinem anderen Dublin-Staat.
Als Gründe, die dagegen sprechen, dass sein Antrag nicht in Liechtenstein, sondern in einem anderen Dublin-Staat geprüft werde, führte der Beschwerdeführer an, dass die anderen Staaten seine Menschenrechte verletzt hätten und er keine medizinische Behandlung erhalten habe. Ausser in der Schweiz habe er auch keine Befragung erhalten. Er wolle deshalb nicht nach Italien, Deutschland oder in die Schweiz überstellt werden. 
Sein Heimatland habe er bereits im Jahr 2012 unter religiösem Druck verlassen und weil er in Senegal versklavt worden sei. Dies habe er auch bereits in der Schweiz als seine Fluchtgründe angegeben.
4.
Gestützt auf das Ergebnis der Eurodac-Abfrage ersuchte das APA die schweizerischen Behörden am 20.12.2021 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung.
Die schweizerischen Behörden teilten mit Schriftsatz vom 20.12.2021 mit, der Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung zuzustimmen. Eine Überstellung solle nach Möglichkeit über die Polizeistation Buchs oder den Polizeistützpunkt Mels stattfinden und spätestens drei Arbeitstage vor Überstellung mitgeteilt werden. Lägen physische oder psychische Einschränkungen vor oder seien besondere Vorkehrungen bei bzw. nach der Überstellung notwendig, werde um Mitteilung der Einzelheiten zur Überstellung mindestens 5 Arbeitstage vor dem geplanten Termin gebeten.
5.
Am 27.12.2021 entschied das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied nach Art. 5 Abs. 2 AsylG, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen (Ziff. 1) und der Beschwerdeführer in die Schweiz weggewiesen werde (Ziff. 2). Der Beschwerdeführer habe Liechtenstein binnen sieben Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids zu verlassen (Ziff. 3). Die Anwendung angemessener Zwangsmassnahmen bleibe vorbehalten (Ziff. 4).
6.
Dieser Unzulässigkeitsentscheid wurde dem Beschwerdeführer am 28.12.2021 durch das APA mittels Dolmetscher eröffnet. Der Beschwerdeführer gab an, er habe den Unzulässigkeitsentscheid und die Wegweisung in die Schweiz verstanden, jedoch gesagt, dass er weder in die Schweiz, wo er nicht bleiben könne, noch in sein Heimatland zurück wolle, wo seine Menschenrechte verletzt würden.
Dem Beschwerdeführer wurden die Rechtsmittel und die Beschwerdefrist erklärt sowie die Bestandteile einer Beschwerde explizit aufgezählt. Er wurde auf die Möglichkeit einer Rechtsvertretung durch einen Rechtsanwalt und die Einreichung eines Antrags auf Verfahrenshilfe sowie die Möglichkeit, die Beschwerde in seiner Muttersprache einzureichen, hingewiesen. Der Beschwerdeführer gab an, er habe es nicht verstanden, er könne nicht in der Schweiz bleiben, weil er dort illegal sei, weshalb ihm die Beschwerdemöglichkeit neuerlich erläutert wurde.
Dem Beschwerdeführer wurde auch die kostenlose Rechtsberatung erläutert, wonach der Rechtsberater über eine juristische Qualifikation verfüge und die Beratung die Chancen und den Ablauf des Beschwerdeverfahrens sowie die Beratung und Unterstützung im Beschwerdeverfahren, jedoch nicht die Vertretung vor Gericht umfasse. Zur Unterstützung im Beschwerdeverfahren zähle insbesondere die Stellung eines Verfahrenshilfeantrages, der zusammen mit der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen sei. Der Beschwerdeführer wünschte eine Rechtsberatung.
Zu seinem Gesundheitszustand führte er aus, dass er Medikamente bekommen habe und neue erhalten werde, sobald diese aufgebraucht seien.
7.
Mit im Zuge der kostenlosen Rechtsberatung verfasstem Schriftsatz des Beschwerdeführers vom 11.01.2022 (entspricht dem Datum der Postaufgabe) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen den Unzulässigkeitsentscheid vom 27.12.2021 an den Verwaltungsgerichtshof. Darin focht er den Unzulässigkeitsentscheid zur Gänze an und machte als Beschwerdegründe insbesondere diejenigen des Art. 90 Abs. 6 LVG geltend. Inhaltlich führte der Beschwerdeführer aus, dass der Vollzug der Wegweisung in die Schweiz nicht zumutbar und nicht zulässig sei.  
Der Beschwerdeführer stellte die Anträge, der Verwaltungsgerichtshof möge der gegenständlichen Beschwerde Folge geben und die angefochtene Entscheidung dahingehend abändern, dass der Unzulässigkeitsentscheid der Regierung ersatzlos aufgehoben und dem Beschwerdeführer Asyl gewährt werde; in eventu möge der Verwaltungsgerichtshof die angefochtene Entscheidung aufheben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung unter Bindung an die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofes an die Regierung zurückverweisen. Der Beschwerde waren die bereits dem APA vorgelegten Befunde und Arztbriefe beigelegt.
Mit demselben Schriftsatz stellte der Beschwerdeführer auch einen Antrag auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang unter Beigabe eines Rechtsanwaltes zum Verfahrenshelfer. 
8.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes zog die den Beschwerdeführer betreffenden Akten der Regierung und des APA bei und entschied am 31.01.2022 wie aus dem Spruch ersichtlich.
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Der Beschwerdeführer stellte am 06.12.2021 in Liechtenstein ein Asylgesuch. Somit ist das Asylgesetz (AsylG) vom 14.12.2011, LGBl. 2012 Nr. 29 idF LGBl. 2021 Nr. 315, grundsätzlich anwendbar.
Gemäss Art. 76 Abs. 1 AsylG kann gegen Entscheidungen der Regierung oder des zuständigen Regierungsmitglieds binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.
Gemäss Art. 77 Abs. 2 Bst. a AsylG entscheidet ein Einzelrichter des Verwaltungsgerichtshofes endgültig über Beschwerden gegen Entscheidungen betreffend die Unzulässigkeit eines Asylgesuchs und die damit verbundene Wegweisung. Zuständig ist gemäss Geschäftsordnung vom 15.02.2019, LGBl. 2019 Nr. 42, iVm Ziff. 6 der Geschäftsverteilung vom 31.01.2020 der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes (Art. 77 Abs. 4 AsylG; abrufbar unter: www.vgh.li).
Im vorliegenden Verfahren kommt die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.06.2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-Verordnung), direkt zur Anwendung.
Die rechtzeitige Beschwerde des Beschwerdeführers ist als zulässig im Sinne des Art. 76 Abs. 1 AsylG zu werten (vgl. dazu auch StGH 2017/167 vom 27.03.2018 sowie StGH 2017/142 vom 29.06.2018, beide nicht öffentlich abrufbar).   
2.
Das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied hat im auf Art. 5 Abs. 2 AsylG gestützten Unzulässigkeitsentscheid vom 27.12.2021 festgestellt, dass die Schweizer Behörden dem fristgerechten liechtensteinischen Ersuchen um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung am 21.12.2021 schriftlich zustimmten, weshalb die Schweiz für das Asyl- und - vorliegend einschlägig - Wegweisungsverfahren des Beschwerdeführers zuständig sei. Damit sei das Asylgesuch des Beschwerdeführers gemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. b AsylG unzulässig, weil der Asylsuchende in einen anderen Dublin-Staat, der zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens völkerrechtlich zuständig sei, ausreisen könne, und folglich zurückzuweisen. Gleichzeitig sei die Wegweisung aus Liechtenstein zu verfügen und der Vollzug anzuordnen, vorbehalten bleibe Art. 29 Abs. 1 AsyIG.
Der Vollzug der Wegweisung in die Schweiz sei jedenfalls möglich, da der Beschwerdeführer mit dem für die Dublin-Überstellung vorgesehenen Laissez-Passer problemlos in die Schweiz ausreisen oder dorthin gebracht werden könne. Zudem hätten die Schweizer Behörden bereits die Überstellungsmodalitäten bekannt gegeben.
Dem Beschwerdeführer sei zur Wegweisung in die Schweiz durch das APA das rechtliche Gehör am 14.12.2021 gewährt worden, wobei er angegeben habe, dass er unter anderem nicht in die Schweiz zurück wolle, weil dort seine Menschenrechte verletzt würden und er nicht richtig behandelt werde. Auch habe er von der Schweiz kein Sozialgeld erhalten. Mit diesen unbelegten und pauschalen Ausführungen bringe der Beschwerdeführer nichts vor, was gegen eine Überstellung in die für sein Asyl- und Wegweisungsverfahren zuständige Schweiz spreche. Dem Beschwerdeführer sei zuzumuten, seine allfälligen Probleme selbstständig vor Ort mit den schutzwilligen und schutzfähigen Schweizer Behörden, wenn nötig auch unter Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes bzw. der in der Schweiz im ersten Verfahrensgang kostenlosen Rechtsvertretung, zu klären. Auch gebe der Beschwerdeführer selbst zu Protokoll, dass er in der Schweiz als einzigem Land eine Asylbefragung erhalten habe, was jedenfalls nicht den Rückschluss zulasse, dass die Schweizer Behörden den Beschwerdeführer im Rahmen des Asylverfahrens nicht richtig behandelt hätten.
Für die Schweiz seien keine systemischen Mängel des Asylverfahrens oder des Asylwesens im Ganzen bekannt. Hervorzuheben sei vielmehr, dass die Schweiz, die sich an die Vorgaben der Dublin-Ill-Verordnung halte, nach Art. 18. Abs. 2 Dublin-III-Verordnung sicherzustellen habe, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit hatte oder habe, gegen eine negative Entscheidung über sein Asylgesuch einen wirksamen Rechtsbehelf gemäss Art. 46 der Richtlinie 2013/32/EU einzulegen. Es ergebe sich kein Hinweis, dass die Schweiz, deren Behörden einer Wiederaufnahme ausdrücklich, gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung zugestimmt hätten, dieser Verpflichtung nicht bereits nachgekommen sei oder noch nachkommen werde. Probleme bezüglich der Erhebung eines Rechtsmittels würden vom Beschwerdeführer auch nicht vorgetragen.
Die Schweiz beachte das Non-Refoulement-Gebot, wonach Rückführungen in Länder, in welchen das Leben oder die Freiheit von Personen gefährdet sei oder sie der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ausgesetzt wären, nicht durchgeführt werden dürften. Es bleibe festzuhalten, dass die Schweiz schutzwillig und schutzfähig sowie für den Beschwerdeführer sicher sei. Vollzugshindernisse, die gegen eine allfällige Ausschaffung nach Gambia sprächen, könnte und müsste der Beschwerdeführer gegenüber den schweizerischen Behörden und Gerichten geltend machen. Der Beschwerdeführer habe nach eigenen Angaben die Schweiz nach Erhalt seines negativen Asylentscheids zu verlassen. Er müsse nach Gambia zurückkehren, habe davor aufgrund seiner Probleme jedoch Angst. Dieser Vortrag zeige, dass sich die Schweizer Behörden bereits mit seinem Asylgesuch, seinen vorgebrachten Asylgründen und auch dem Wegweisungsvollzug beschäftigt hätten. Die Schweiz wende darüber hinaus, wie auch Liechtenstein, die europäische Rückführungsrichtlinie, Richtlinie 2008/115/EG, an.
Insbesondere dürfe Liechtenstein darauf vertrauen, dass die Schweiz ihre völkerrechtlichen und europarechtlichen Verpflichtungen einhalten werde. Auch der Staatsgerichtshof habe in seinem Beschluss zu StGH 2018/091 festgehalten, dass unter Verweis auf das im Dublin-Verfahren vorherrschende Prinzip des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten davon auszugehen sei, dass ein Gericht im zuständigen Mitgliedstaat auf Antrag die Ordnungsmässigkeit des bereits durchgeführten Asylverfahrens wie auch die Unzumutbarkeit einer Rücküberstellung in den Herkunftsstaat aufgrund von Art. 2 oder 3 EMRK überprüfe. Es sei festzuhalten, dass im Dublin-System kein Wahlrecht bestehe, in welchem Land eine Person ihr Asylgesuch geprüft haben wolle. Die Zuständigkeit zur Prüfung des Asylgesuchs sei klar in der Dublin-Ill-Verordnung verankert.
Eine Überstellung in einen Mitgliedstaat oder assoziierten Dublin-Staat sei konkret dann nicht zulässig, wenn das Asylverfahren und die Asylaufnahmebedingungen systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Art. 4 der EU-Grundrechtecharta bzw. Art. 3 der EMRK für Asylsuchende mit sich bringen (Art. 3 Abs. 2 Unterabs. 2 Dublin-III-Verordnung). Dem zuständigen Regierungsmitglied und dem APA seien keine Hinweise auf systemische Mängel oder Schwachstellen des Dublin-Mitgliedstaates Schweiz bekannt. Solche Mängel oder Schwachstellen würden idR durch das Dublin Contact Committee oder das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO, mittlerweile: Asylagentur, EUAA), an deren Sitzungen Liechtenstein regelmässig teilnimmt, weiterverbreitet. Sämtliche Mitgliedstaaten und assoziierte Dublin-Staaten überstellten Asylsuchende in die Schweiz.
Die Schweiz komme ihren Verpflichtungen aus der Dublin-III-Verordnung neben der Einhaltung der EU-Grundrechtecharta, der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und auch den weiteren Garantien aus den EU-Rechtsvorschriften (u.a. Verfahrensrichtlinie 2013/32/EU, Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU) sowie der einschlägigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (Erw. 32 Dublin-III-Verordnung) vollumfänglich nach. Dass der Beschwerdeführer im Wegweisungsvollzug in der Schweiz allenfalls nur in eingeschränktem Mass finanzielle Unterstützung, d.h. Nothilfe, erhalte, spreche ebenfalls nicht gegen die Zulässigkeit des WegweisungsvolIzugs in die Schweiz.
Die Entwicklungen in Bezug auf Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid-19 würden im Zeitpunkt des Vollzugs der Wegweisung abermals geprüft. Bei entsprechend relevanten Einschränkungen seitens der Schweiz oder Liechtensteins werde ein allenfalls verzögerter Vollzug unter Wahrung der Fristen des Art. 29 Dublin-Ill-Verordnung stattfinden. Diese Frage des faktischen Vollzugs habe auf das gegenständliche Zuständigkeitsverfahren jedoch keinen Einfluss. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, unter anderem nicht in die Schweiz zurückkehren zu wollen, sondern in die Niederlande oder in ein anderes Land zu wollen, ändere nichts an der Möglichkeit, Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Vollzugs. Deshalb sei ein Vollzug der Wegweisung zulässig.
Ein Vollzug der Wegweisung sei auch zumutbar, weil eine gesundheitliche Versorgung in physischer und psychischer Hinsicht für den Beschwerdeführer auch in der Schweiz sichergestellt sei. Die Schweiz unterhalte ein gutes Gesundheitssystem, welches auch Asylsuchenden offenstehe. Der Beschwerdeführer habe in der Einreisebefragung angegeben, dass er an einem Glaukom, einer Magenschleimhautentzündung und einem psychischen Trauma leide. Bevor er seinen Rucksack im Bus von der Schweiz nach Liechtenstein verloren habe, habe der Beschwerdeführer auch über Medikamente zur Behandlung seiner Erkrankungen verfügt. Bereits dies spreche dafür, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz Zugang zu Medikamenten und ärztlicher Behandlung gehabt habe. In Bezug auf die Aufnahmebedingungen und die verfügbare Versorgung im zuständigen Mitgliedstaat sei hervorzuheben, dass die durch die Aufnahmerichtlinie gebundenen Mitgliedstaaten auch im Rahmen des Verfahrens nach der Dublin-III-Verordnung verpflichtet seien, den Asylbewerbern im Einklang mit Art. 17 bis 19 dieser Richtlinie die erforderliche medizinische Versorgung und Hilfe zu gewähren. Dies umfasse zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen. Unter diesen Umständen bestehe aufgrund des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Mitgliedstaaten eine starke Vermutung dafür, dass die den Asylbewerbern in den Mitgliedstaaten gebotene medizinische Behandlung angemessen sein werde. Es lägen keinerlei Hinweise vor, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz nicht eine allenfalls notwendige medizinische Versorgung erhalten habe oder erhalten werde.  Im Gegenteil habe der Beschwerdeführer sogar diverse Schweizer Gesundheitsunterlagen aus dem Jahr 2021 vorgelegt, die seinen Zugang zur medizinischen Versorgung bescheinigten.
Eine abermalige Nachfrage nach dem Gesundheitszustand erfolge im Rahmen des Vollzugs der Wegweisung. Relevante gesundheitliche Probleme würden dem zuständigen Mitgliedstaat vor der Überstellung mitgeteilt. Damit sei der Vollzug der Wegweisung in die Schweiz auch zumutbar.
Zusammengefasst lägen somit keine Hinweise vor, dass der Vollzug der  Wegweisung in die Schweiz nicht möglich, zulässig oder zumutbar sei. Bei der Schweiz handle es sich um einen Dublin-Staat und somit um ein sicheres Land, welches seinen Pflichten nachkomme. Es bestehe für den Beschwerdeführer folglich kein konkretes Risiko, dass er gezwungen sei, in ein Land auszureisen, in welchem er verfolgt oder unmenschlicher Behandlung ausgesetzt wäre. Der Vollzug der Überstellung erfolge voraussichtlich auf dem Landweg an die Schweizer Behörden.
3.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes schliesst sich diesen Feststellungen wie auch der rechtlichen Prüfung im Unzulässigkeitsentscheid an (Art. 101 Abs. 4 LVG).
4.
Die Beschwerde richtet sich inhaltlich, obwohl sie angibt, den Unzulässigkeitsentscheid zur Gänze zu bekämpfen, ausschliesslich gegen den Vollzug der Wegweisung und damit nicht gegen die Zuständigkeit der Schweiz. Der Beschwerdeführer macht weder geltend, dass das Konsultationsverfahren mit der Schweiz nicht ordnungsgemäss geführt oder seine Verfahrensrechte verletzt worden wären, noch bringt er annähernd substantiiert vor, dass im schweizerischen Asyl- und Betreuungssystem systemische Schwachstellen im Sinne des Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung vorliegen. Derartiges ergibt sich auch nicht aus den beigezogenen Akten der Unterinstanzen oder anderen Quellen (vgl. beispielsweise EASO, Jahresbericht 2021 über die Asylsituation in der Europäischen Union, abrufbar unter euaa.europa.eu). Vielmehr überstellen auch alle anderen Dublin-Staaten in die Schweiz, wie das zuständige Regierungsmitglied richtig im angefochtenen Unzulässigkeitsentscheid feststellte. 
Die Schweiz ist folglich unangefochten der für den Beschwerdeführer gemäss Dublin-III-Verordnung zuständige Dublin-Staat.
5.
Die Schweiz hat der Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung im Schreiben vom 20.12.2021 betreffend dessen Wiederaufnahme, übermittelt am 21.12.2021, auch ausdrücklich zugestimmt. Die Wiederaufnahme nach dieser Bestimmung belegt gleichzeitig, dass die Schweiz das Asylgesuch des Beschwerdeführers bereits zuvor in Behandlung zog, wie sich auch aus ZEMIS ergibt und der Beschwerdeführer bestätigt. Zu Recht hielt das zuständige Regierungsmitglied fest, dass der Beschwerdeführer in seinem Asylverfahren bereits all seine Fluchtgründe darlegen konnte, wie er dies auch selbst gegenüber dem APA betont hatte. Jedenfalls kam dem Beschwerdeführer bereits ein effektives Rechtsmittel zu oder wird dem Beschwerdeführer bei Rückkehr ein effektives Rechtsmittel nach Art. 18 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung zukommen. Gegebenenfalls kann er auch einen Antrag stellen, um allfällig geänderte Voraussetzungen darzulegen und eine Neubeurteilung einer bereits gefällten Wegweisungsverfügung zu erlangen. Hierfür kann er sich auch eines Rechtsbeistandes bedienen, wie im Unzulässigkeitsentscheid zu Recht betont wird.
All dem tritt der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde nicht entgegen. Es ist jedoch am Beschwerdeführer, in der Schweiz Rechtsmittel zu ergreifen oder gegebenenfalls eine Neubeurteilung seines Falles zu beantragen sowie in der Schweiz all die Gründe darzulegen, die gegen eine Rückkehr in sein Heimatland sprechen. Mit den Ausführungen zu den Fluchtgründen des Beschwerdeführers, die ihn zum Verlassen des Heimatlandes bewogen haben sollen (Ziff. II.1.1. und II.1.2 der Beschwerde) und der schlechten medizinischen Versorgung in Gambia (Ziff. II.1.1. der Beschwerde), die einer Rückkehr ins Heimatland entgegenstehe (Ziff. II.1.3 und II.2 der Beschwerde), wurde der Beschwerdeführer deshalb bereits vom zuständigen Regierungsmitglied zu Recht an die schweizerischen Behörden und Gerichte verwiesen.
Auf dieses Vorbringen war folglich durch den Verwaltungsgerichtshof nicht weiter einzugehen. Aufgrund der Zuständigkeit der Schweiz zur Überprüfung des Asylgesuches und des Wegweisungsverfahrens konnte auch die diesbezüglich angebotene Beweisaufnahme mittels Parteieneinvernahme durch den Verwaltungsgerichtshof unterbleiben. 
6.
Der Beschwerdeführer bringt mit seiner Beschwerde weiter vor, dass ihm eine Rückkehr in die Schweiz nicht zumutbar sei (Ziff. II.1.3 und II.2 der Beschwerde), weil eine Wegweisung in die Schweiz für den Beschwerdeführer gleichbedeutend mit einer Wegweisung nach Gambia sei. Dort werde er jedoch aus religiösen Gründen unterdrückt, erhalte keine medizinische Versorgung, obwohl dies dringend notwendig wäre, und wäre mangels Familie komplett auf sich alleine gestellt. Durch die Wegweisung in die Schweiz sei der Beschwerdeführer deshalb unmittelbar in seiner körperlichen Gesundheit, unter Umständen sogar an seinem Leben bedroht. Eine Wegweisung sei deshalb weder zumutbar noch zulässig.
Damit tritt der Beschwerdeführer erneut den diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen Unzulässigkeitsentscheid nicht entgegen, wonach die Schweiz sich an das Non-Refoulement-Gebot halte und für den Beschwerdeführer ein sicherer Staat sei sowie die Schweizer Behörden sich mit den Anträgen des Beschwerdeführers bereits befassten sowie ihm ein effektives Rechtsmittel zu einem Gericht zukommen wird oder bereits zukam. Der Beschwerdeführer könne gegebenenfalls auch eine Neubeurteilung seines Falles erwirken. Sein damit unsubstantiiertes Vorbringen muss folglich ins Leere gehen. Mit Verweis auf den Grundsatz des wechselseitigen Vertrauens der Mitgliedstaaten (vgl. StGH 2016/98, Erw. 12.7; StGH 2018/091 vom 29.10.2018, abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li; EuGH vom 10.12.2013, Abdullahi, C-394/12, EU:C:2013:813, Rn. 52 und 53, und vom 07.06.2016, Ghezelbash, C-63/15, EU:C:2016:409, Rn. 55) darf Liechtenstein vielmehr davon ausgehen, dass die Schweiz als Dublin-Staat, der die Wiederaufnahme des Beschwerdeführers ausdrücklich erklärt hat, die Grund- und Menschenrechte wie auch die weiteren Rechte des Beschwerdeführers achten wird. Etwaige Fluchtgründe, Vulnerabilitäten und Vollzugshindernisse, die gegen eine allfällige Ausschaffung in sein Heimatland sprechen, kann und muss der Beschwerdeführer in der für sein Asyl- und Wegweisungsverfahren zuständigen Schweiz gegenüber den dortigen Behörden und Gerichten geltend machen.
Deshalb konnte auch hierzu eine Parteieneinvernahme vor dem Verwaltungsgerichtshof unterbleiben, weil im gegenständlichen Verfahren nicht zu beurteilen war, ob der Beschwerdeführer nach dessen Überstellung in den Aufnahmestaat Schweiz durch die dortigen Behörden nach Gambia ausgeschafft werden wird. Insbesondere bestehen keine Zweifel, dass sich sein Aufnahmestaat Schweiz an die Vorgaben des diesbezüglichen EU- und des Völkerrechts halten und die Ausschaffung nur vornehmen wird, wenn Gambia zu diesem Zeitpunkt als für ihn sicher beurteilt werden kann (s. StGH 2021/034 vom 30.08.2021, Erw. 2.3.6, öffentlich abrufbar).
7.
Der Beschwerdeführer bringt überdies vor, dass er in der Schweiz vermutlich verhaftet und keine medizinische Versorgung mehr erhalten werde (Ziff. II.1.3 der Beschwerde).
Bereits das zuständige Regierungsmitglied hat hervorgehoben, dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen im Wesentlichen aufzeigt, dass er in der Schweiz ein Asylverfahren durchlaufen hat und die Schweizer Behörden sich mit seinem Vorbringen bereits auseinandersetzten. Gegen die behördliche Entscheidung sei ihm ein effektives Rechtsmittel zu einem unabhängigen Gericht zugekommen oder werde ihm nach seiner Überstellung zukommen. Dem Beschwerdeführer sei zuzumuten, seine allfälligen Probleme selbstständig vor Ort mit den schutzwilligen und schutzfähigen Schweizer Behörden - wenn nötig auch unter Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes bzw. der in der Schweiz im ersten Verfahrensgang kostenlosen Rechtsvertretung - zu klären. Zudem zeige sich anhand der vorgelegten medizinischen Unterlagen und der dem Beschwerdeführer verschriebenen Medikamente, dass dieser in der Schweiz entsprechend medizinisch behandelt worden sei. Selbst wenn ihm im Wegweisungsvollzug allenfalls nur eingeschränkte Mittel zukämen, werde er dennoch die notwendige medizinische Hilfe wie auch sonstigen Mittel erhalten. Hinzu kommt, dass die Schweiz auch mitteilte, dass sie vor seiner Überstellung um eine frühere Mitteilung ersucht, so physische oder psychische Einschränkungen vorliegen oder besondere Vorkehrungen bei bzw. nach der Überstellung notwendig sind. Dies legt dar, dass der Beschwerdeführer bis zur Abklärung seines Status und Entscheidung über das nunmehrige Asylgesuch jedenfalls entsprechend versorgt und betreut werden wird. Es liegt an ihm, in der Schweiz seine Vulnerabilität und allfällige Rückkehrhindernisse ins Heimatland darzulegen. Es besteht zudem kein Grund, an den diesbezüglichen Zusagen der schweizerischen Behörden zu zweifeln (s. StGH 2021/034 vom 30.08.2021, Erw. 2.3.4). 
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wird zum Zeitpunkt seiner Überstellung neuerlich geprüft werden. Das APA wird die Schweizer Behörden rechtzeitig über einen allfälligen besonderen Bedarf des Beschwerdeführers informieren, sich mit den schweizerischen Behörden absprechen und die Überstellung, soweit notwendig, medizinisch begleiten lassen (vgl. auch Art. 29 Dublin-III-Verordnung sowie Anhang IX der Dublin-Durchführungsverordnung [EU] Nr. 118/2014 der Kommission vom 30.01.2014). Die Festlegung des Überstellungstermins wird von den liechtensteinischen Behörden in enger Abstimmung mit den Schweizer Behörden vorgenommen werden. Aufgrund der Lage der Schweiz als Nachbarland wird die Überstellung überdies über den nahen Landweg erfolgen. 
Somit ist bei einer Rückkehr in die für den Beschwerdeführer sichere Schweiz sichergestellt, dass er angemessen medizinisch behandelt und hinsichtlich des genauen Zeitpunkts und der Modalitäten der Überstellung unter möglichster Schonung seiner Gesundheit vorgegangen wird. Folglich zeigt der Beschwerdeführer kein reales Risiko für sich auf (vgl. u.a. die Urteile des EGMR vom 28.02.2008, Saadi gegen Italien, Grosse Kammer, Appl. 37201/06, §§ 124-127 m.w.H.; vom 26.02.2015, M.T. v. Schweden, Nr. 1412/12, vom 13.12.2016, Paposhvili v. Belgien, Grosse Kammer, Nr. 41738/10, alle abrufbar unter: www.echr.coe.int; vgl. auch EuGH Urteil vom 16.02.2017, C.K. ua., C-578/16, EU:C:2017:127, Rn. 78 und 95), das seiner Überstellung entgegenstehen könnte.
8.
Zusammengefasst vermag der Beschwerdeführer mit seinem Beschwerdevorbringen deshalb nichts aufzuzeigen, das der Annahme entgegentreten kann, dass es sich bei der Schweiz um einen für ihn sicheren und funktionierenden Rechtsstaat handelt, der sich an die Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention, der EMRK und der Dublin-III-Verordnung hält. Mit dem zuständigen Regierungsmitglied ist hervorzuheben, dass die Schweiz sich gerade auch an ihre Verpflichtungen in Bezug auf die Betreuung und medizinische Versorgung des Beschwerdeführers wie auch an das Non-Refoulement-Gebot halten wird.
Dem mit dem Asylverfahren bereits durchaus vertrauten Beschwerdeführer ist zuzumuten, dass er sich in der Schweiz an die entsprechenden Behörden wendet und notfalls auch entsprechende Rechtsmittel und -behelfe zur Durchsetzung der ihm zustehenden Rechte ergreift. Folglich muss sein Vorbringen ohne Relevanz für das liechtensteinische Konsultationsverfahren mit der Schweiz bzw. das vorliegende Unzulässigkeitsverfahren sein.
Das Vorbringen des Beschwerdeführers war damit nicht geeignet, den Unzulässigkeitsentscheid zu bekämpfen, weshalb dieser nicht zu bemängeln und mit dem Beschwerdeführer der Sachverhalt auch nicht in einer Parteieneinvernahme zu erläutern war. Vielmehr erfüllte er mit seinem Vorbringen zum Heimatland und den Vorwürfen an die Schweiz, womit er den Erwägungen des zuständigen Regierungsmitglieds nicht entgegentrat, auch seine Substantiierungspflicht nicht, wonach er sich mit den Erwägungen der angefochtenen Entscheidung argumentativ auseinandersetzen muss (StGH 2021/018 vom 22.03.2021, Erw. 8.3, nicht öffentlich abrufbar; mit Verweis auf StGH 2017/066, Erw. 2.4.1; StGH 2016/105, Erw. 2.3; StGH 2015/008, Erw. 1.3; alle abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li). Nicht zuletzt bildeten die mit der Beschwerde vorgelegten medizinischen Unterlagen auch bereits die Entscheidungsgrundlage des zuständigen Regierungsmitgliedes.
9.
Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. a AsylG kann Asylsuchenden nach Massgabe der einschlägigen Bestimmungen der Zivilprozessordnung Verfahrenshilfe im Beschwerdeverfahren gewährt werden.
Ein Antrag auf Gewährung von Verfahrenshilfe kann gemäss Art. 83 Abs. 1a Asylgesetz frühestens mit dem verfahrenseinleitenden Schriftsatz bzw. der Beschwerde gestellt werden, was vorliegend eingehalten worden ist.
Gemäss § 63 Abs. 1 ZPO ist einer Verfahrenspartei Verfahrenshilfe zu bewilligen, wenn sie ausser Stande ist, die Kosten der Führung des Verfahrens ohne Beeinträchtigung des notwendigen Unterhalts zu bestreiten und die beabsichtigte Rechtsverfolgung nicht als offenbar mutwillig oder aussichtslos erscheint. Als notwendiger Unterhalt ist derjenige Unterhalt anzusehen, den die Partei für sich und ihre Familie, für deren Unterhalt sie zu sorgen hat, zu einer einfachen Lebensführung benötigt. Als mutwillig ist die Rechtsverfolgung besonders anzusehen, wenn eine nicht die Verfahrenshilfe beanspruchende Partei bei verständiger Würdigung aller Umstände des Falles, besonders auch der für die Eintreibung ihres Anspruches bestehenden Aussichten, von der Führung des Verfahrens absehen oder nur einen Teil des Anspruches geltend machen würde.
Laut ständiger Rechtsprechung des Staatsgerichtshofes (vgl. ua in StGH 2015/116 vom 26.01.2016, derzeit nicht öffentlich abrufbar) liegt eine offenbare Aussichtslosigkeit der begehrten Rechtsverfolgung vor, wenn die Rechtsverfolgung schon ohne nähere Prüfung der Angriffs- oder Abwehrmittel als erfolglos erkannt werden kann. Um die Verfahrenshilfe bewilligen zu können, müsse der Erfolg zwar nicht gewiss, aber nach der sofort erkennbaren Lage eine gewisse (wenn auch nicht allzu grosse) Wahrscheinlichkeit für sich haben (vgl. Michael Bydlinski, in: Fasching / Konecny [Hrsg.], Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, 2. Band/1. Teilband, 3. Aufl., Wien 2015, § 63, Rz. 20; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li). Ob eine Rechtsverfolgung offenbar aussichtslos sei, müsse nämlich objektiv beurteilt werden, was im konkreten Fall eine Auseinandersetzung mit dem Vorbringen des Antragstellers in seinem Verfahrenshilfeantrag unter Zugrundelegung des Unzulässigkeitsentscheids erfordere. Bei der Prüfung der Erfolgsaussichten einer Beschwerdeführung sei jedoch grundsätzlich kein allzu strenger Massstab anzulegen, um den Anspruch der Verfahrenshilfe in einer für die Betroffenen existenziellen Angelegenheit nicht von vorneherein leer laufen zu lassen (vgl. Bydlinski aaO § 63 ZPO, Rz. 20 und Robert Fucik, in: Walter H. Rechberger [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 4. Aufl., Wien 2014, § 63 ZPO Rz. 6, jeweils mit Rechtsprechungsnachweisen).
Die Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Prozessführung bzw. Rechtsverteidigung bedingt gemäss Judikatur des Staatsgerichtshofes jedenfalls eine ex ante bzw. prima facie Würdigung der Vorbringen und Umstände, auf die sich die antragstellende Partei beruft (StGH 2015/003 vom 23.03.2015, derzeit nicht öffentlich abrufbar; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, VGH 2016/056 vom 29.04.2016, Erw. 6, beide abrufbar unter: www.gerichtsentscheide.li).
Während zugunsten des Beschwerdeführers von einer Bedürftigkeit ausgegangen wird, ist ein Beschwerdeverfahren des Beschwerdeführers in einer prima facie-Prüfung als offenbar aussichtslos zu beurteilen. Insbesondere bestreitet er die Zuständigkeit der Schweiz und die Rechtmässigkeit des Konsultationsverfahrens im vorliegenden Verfahren nicht. Sein mit der Beschwerde erstattetes Vorbringen tritt den Ausführungen des zuständigen Regierungsmitglieds im angefochtenen Unzulässigkeitsentscheid nicht substantiiert entgegen, wonach es sich bei der Schweiz um einen Dublin-Staat und somit um ein sicheres Land handelt, welches seinen Pflichten nachkommt. Deshalb bestehe für den Beschwerdeführer kein konkretes Risiko, dass er gezwungen sei, in ein Land auszureisen, in welchem er verfolgt oder unmenschlicher Behandlung ausgesetzt werde. Mit seinen Problemen und Fluchtgründen habe sich der Beschwerdeführer an die Behörden und Gerichte des für ihn sicheren Aufnahmestaates zu wenden. Die Schweiz verfüge über ein gutes Gesundheitssystem, das auch Asylsuchenden offen stehe. Der Beschwerdeführer werde die erforderliche medizinische Behandlung und Betreuung und selbst im Wegweisungsvollzug jedenfalls Nothilfe erhalten.
Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer selbst von sich angab, dass er das Dublin-Verfahren bereits kenne, was sich auch aus seinen zahlreichen Asylgesuchen in verschiedenen Dublin-Staaten (s. Eurodac-Auszug) ergibt. Wie das zuständige Regierungsmitglied ausführte, hat der Beschwerdeführer bereits ein Asylverfahren in der für ihn sicheren Schweiz durchlaufen, wo er sein nunmehriges Beschwerdevorbringen bereits vorbringen konnte oder vor einem Gericht nach seiner Überstellung wird vorbringen können. Liechtenstein darf darauf vertrauen, dass die Schweiz sich an das Non-Refoulement-Prinzip sowie ihre sonstigen Verpflichtungen halten und den Beschwerdeführer - auch medizinisch - betreuen wird. Im Verfahren hat sich nichts Gegenteiliges gezeigt. Der Beschwerdeführer brachte auch in seiner Beschwerde nichts vor, das Aussicht auf Erfolg versprechen könnte.
Der zwar formell nicht vertretene Beschwerdeführer war überdies durch den Rechtsberater rechtsfreundlich beraten und es liegt bereits ausreichend Judikatur der liechtensteinischen Höchstgerichte vor, weshalb das Beschwerdeverfahren als aussichtslos zu beurteilen war.
Hervorzuheben ist, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der kostenlosen Rechtsberatung jedenfalls ein effektives Rechtsmittel zukam, das dieser auch entsprechend nützte, indem er mit Hilfe seines Rechtsberaters seine zulässige Beschwerde einbrachte. 
10.
Auf die Auferlegung von Gebühren für das gegenständliche Verfahren konnte verzichtet werden (Art. 8 Abs. 4 GGG).