VGH 2020/001
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31.01.2020
VGH
Urteil
Sprüche: abgewiesen
VGH 2020/001
Der Verwaltungsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, hat durch die
Richterlic.iur. Andreas Batliner, Präsident
lic.iur. Marion Seeger
lic.iur. Adrian Rufener
Dr.iur. Esther Schneider
lic.iur. Daniel Tschikof
in der Beschwerdesache der
Beschwerdeführer:
1.A
2. mj. B
3. mj.C
alle unbekannten Aufenthaltes


alle vertreten durch:

D
wegenVerlängerung Aufenthaltsbewilligung
gegenEntscheidung der Regierung des Fürstentums Liechtenstein vom 10. Dezember 2019, LNR 2019-1712 BNR 2019/1684 REG 2532
in der nicht-öffentlichen Sitzung vom 31. Januar 2020
entschieden:
1.Die Beschwerde vom 26. Dezember 2019 gegen die Entscheidung der Regierung des Fürstentums Liechtenstein vom 10. Dezember 2019, LNR 2019-1712 BNR 2019/1684 REG 2532, wird abgewiesen und die angefochtene Entscheidung bestätigt.
2.Die Kosten des Verfahrens in Höhe von CHF 630.00 hat die Beschwerdeführerin zu 1. binnen 14 Tagen bei sonstigem Zwang an das Land Liechtenstein zu bezahlen (Zahlungsinformationen am Schluss dieses Urteils).
TATBESTAND
1.
Die Beschwerdeführerin zu 1., geboren am ***, Staatsangehörige von Nordmazedonien, heiratete am *** Herrn E, geboren am ***, Staatsangehöriger von Nordmazedonien. E erhielt am 11. September 1991 im Rahmen des Familiennachzuges seines Vaters F eine Aufenthaltsbewilligung für das Fürstentum Liechtenstein. Die Beschwerdeführerin zu 1. erhielt per 19. Dezember *** im Rahmen des Familiennachzuges zu ihrem Ehemann E eine Aufenthaltsbewilligung für das Fürstentum Liechtenstein. Zuletzt verfügte sie über eine Aufenthaltsbewilligung mit Gültigkeit bis 12. Juni 2018.
Der Beschwerdeführer zu 3. wurde am ***, die Beschwerdeführerin zu 2. am *** geboren.
2.
Am 29. März 2018 gingen beim Ausländer- und Passamt die Gesuche um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der drei Beschwerdeführer ein.
Damals prüfte das Ausländer- und Passamt das Erlöschen der Niederlassungsbewilligung von E. Deshalb wurde die Prüfung der Verlängerungsgesuche der Beschwerdeführer unterbrochen.
Mit Entscheidung vom 04. Dezember 2018, APA-E-Nr. 009, stellte das Ausländer- und Passamt fest, dass die Niederlassungsbewilligung für E erloschen ist. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies die Regierung mit Entscheidung vom 05. Februar 2019, LNR 2019-116 BNR 2019/139 REG 2532, ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Verwaltungsgerichtshof mit Urteil vom 03. Mai 2019 zu VGH 2019/027 ab. Einer dagegen erhobene Individualbeschwerde gab der Staatsgerichtshof mit Urteil vom 02. Juli 2019 zu StGH 2019/064 keine Folge.
3.
Nach mehrfachem Schriftenwechsel zwischen dem Beschwerdevertreter und dem Ausländer- und Passamt entschied das Ausländer- und Passamt mit Entscheidung vom 30. Oktober 2019, APA-E-Nr. 005, wie folgt:
  1. Die Aufenthaltsbewilligung von A, B sowie C werden nicht verlängert.
  2. A, B sowie C werden aus dem Fürstentum Liechtenstein nach Nordmazedonien weggewiesen.
  3. A, B und C haben das Fürstentum Liechtenstein und den Schengen-Raum binnen 30 Tagen ab Rechtskraft dieser Entscheidung zu verlassen.
  4. A hat die Kosten für diese Entscheidung im Betrag von CHF 700.00 (Spruchgebühr CHF 400.00 und Schreibgebühr CHF 300.00) bei sonstiger Exekution binnen 14 Tagen ab Rechtskraft dieser Entscheidung an die Landeskasse zu bezahlen.
Begründet wurde diese Entscheidung im Wesentlichen wie folgt:
Anwendbar sei das Ausländergesetz (AuG, LGBl. 2008 Nr. 311) und die Verordnung über die Integration von Ausländern (AIV, LGBl. 2008 Nr. 316). Eine Aufenthaltsbewilligung könne verlängert werden, sofern die Integrationsvereinbarung eingehalten worden sei und kein Widerrufs- oder Ausweisungsgrund vorliege (Art. 26 Abs. 3, Art. 41, 48, 53 AuG). Zweck der Integrationsvereinbarung sei der Erwerb von Kenntnissen der deutschen Sprache und von Grundkenntnissen der Rechtsordnung sowie des staatlichen Aufbaus Liechtensteins (Art. 41 Abs. 2 AuG). Die Einhaltung der Verpflichtungen gemäss Integrationsvereinbarung werde durch die Vorlage des Zeugnisses über das Bestehen einer schriftlichen Staatskundeprüfung nachgewiesen (Art. 10 AIV).
Die Beschwerdeführerin zu 1. habe sich mit der Integrationsvereinbarung vom 18. April 2017 verpflichtet, die Staatskundeprüfung im Jahr 2017 abzulegen. Diese Prüfung habe die Beschwerdeführerin zu 1. jedoch nicht abgelegt und damit die am 18. April 2017 und 23. März 2018 geschlossenen Integrationsvereinbarungen nicht eingehalten, womit ein Grund zum Widerruf der Aufenthaltsbewilligung vorliege (Art. 48 Abs. 1 Bst. f AuG).
Weiter liege der Widerrufsgrund gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. b AuG vor, denn eine Voraussetzung für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die Beschwerdeführer liege nicht mehr vor, nämlich dass E, von dem die Beschwerdeführer ihr Aufenthaltsrecht im Fürstentum Liechtenstein ableiteten (Familiennachzug), nicht mehr über eine gültige Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung in Liechtenstein verfüge (dazu VGH 2019/027 und StGH 2019/064).
Die objektiven Voraussetzungen für eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer wegen des Vorliegens des Widerrufsgrundes nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b AuG seien erfüllt. Auch liege hinsichtlich der Beschwerdeführerin zu 1. wegen Nichteinhaltung der Integrationsvereinbarung ein zulässiger Grund zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung vor (Art. 48 Abs. 1 Bst. f, Art. 26 Abs. 3 AuG).
Auch die subjektiven Voraussetzungen, nämlich Zumutbarkeit und Verhältnismässigkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sowie der Wegweisung seien erfüllt. Diesbezüglich könne auf das Urteil zu VGH 2019/027 Erw. 5 und das Urteil zu StGH 2019/064 Erw. 4.5.6 verwiesen werden.
Zudem sei festzuhalten, dass die Integration den Ausländern ermöglichen solle, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben in Liechtenstein teilzunehmen (Art. 6 AuG). Das Ausländer- und Passamt habe bei der Ausübung des Ermessens, namentlich bei der Verlängerung und dem Widerruf von ausländerrechtlichen Bewilligungen, die Einhaltung der Pflicht nach der AIV zu berücksichtigen (Art. 2 AIV). Die Beschwerdeführerin zu 1. habe die Verpflichtungen der AIV nicht eingehalten, indem sie wiederholt gegen die in den Integrationsvereinbarungen von 2017 und 2018 festgelegten Verpflichtung zur Ablegung der Staatskundeprüfung verstossen habe. In Bezug auf die wirtschaftliche Teilhabe an der Gesellschaft verweise der Beschwerdevertreter hinsichtlich des integrierten Berufslebens der Beschwerdeführerin zu 1. auf deren Eintritt als Beschäftigte der G GmbH per ***. Aus dem Handelsregister ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin zu 1. als Geschäftsführerin und Gesellschafterin der G GmbH bestellt worden sei. Mit Verfügung des Amtes für Justiz vom 04. September 2019 sei jedoch die Auflösung und Liquidation der G GmbH verfügt worden (gemäss Art. 971 Abs. 1 Ziff. 3 PGR i.V.m. Art. 114 HRV), denn die G GmbH verfüge nicht über einen Geschäftsführer im Sinne des Art. 180a PGR. Somit führe die Beschwerdeführerin zu 1. gegenwärtig kein integriertes Berufsleben in Liechtenstein. Zudem sei nicht bekannt, dass die Beschwerdeführerin zu 1. in der Vergangenheit ein integriertes Berufsleben in Liechtenstein geführt hätte. Gemäss Beschäftigten-Meldung vom 01. April 2019 sei die Beschwerdeführerin am selben Tag als Beschäftigte der H Anstalt als Beschäftigte eingetreten. Gemäss Handelsregistereintrag vom 13. März 2018 sei die Beschwerdeführerin zu 1. als Mitglied des Verwaltungsrates der H Anstalt bestellt worden. Allerdings sei auch bezüglich dieser Gesellschaft gemäss Verfügung des Amtes für Justiz vom 30. August 2018 die amtswegige Auflösung und Liquidation verfügt worden.
Hinsichtlich der Möglichkeit einer wirtschaftlichen Integration in Nordmazedonien werde darauf hingewiesen, dass nach der Rechtsprechung rein wirtschaftlicher Motive für sich allein nicht ausreichten, um die Zumutbarkeit einer Wiedereingliederung in der Heimat in Frage zu stellen bzw. diese als stark gefährdet erscheinen zu lassen (BGE 138 II 229). Ein möglicherweise niedrigerer Lebensstandard im Heimatland bilde kein Hindernis für eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (VGH 2015/040).
Der Beschwerdevertreter habe dem Ausländer- und Passamt am 26. September 2019 das Urteil des Amtsgerichts in I, Nordmazedonien, vom *** vorgelegt, mit welchem die am *** in I geschlossene Ehe zwischen E und A geschieden wurde. Mit diesem Urteil wurden die minderjährigen Kinder C, geboren am *** in J, und B, geboren am *** in J, zur weiteren Obhut, Erziehung und zum teilweisen Unterhalt der Beschwerdeführerin zu 1. als Mutter zugeteilt. E wurde verpflichtet, pro minderjährigem Kind monatliche 2'000 Denare an den Unterhalt zu bezahlen.
Das Sozialsystem Nordmazedoniens sehe auch staatliche Unterstützungsleistungen vor, insbesondere eine materielle Grundsicherung, Wohnkostenzuschüsse und Kindergeld. Zusammenfassend sei die wirtschaftliche Integration der Beschwerdeführerin zu 1. in Liechtenstein, wenn überhaupt, nur in geringfügigem Masse vorhanden. Auch liege kein integriertes Berufsleben vor. Die Zumutbarkeit einer wirtschaftlichen Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin zu 1. in Nordmazedonien sei nicht stark gefährdet bzw. nicht unverhältnismässig, insbesondere auch unter Berücksichtigung der Kaufkraft des Kinderunterhalts in Nordmazedonien im Vergleich zu Liechtenstein sowie aufgrund der Möglichkeit, in Nordmazedonien Sozialleistungen zu erhalten.
Die Beschwerdeführerin zu 1. habe nicht nachgewiesen, dass sie in Liechtenstein sozial und kulturell integriert sei. Aus dem Vorbringen des Beschwerdevertreters, dass die Beschwerdeführer zu 2. und 3. über den Kindergarten und die Spielgruppe voll in das soziale Gefüge und das soziale Leben in Liechtenstein integriert seien, könne nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die Verwurzelung der Kinder in Liechtenstein so intensiv sei, dass es aus Gründen des Kindeswohls unzumutbar und unverhältnismässig wäre, wenn die Kinder gemeinsam mit ihrer Mutter Liechtenstein verlassen und in ihren Heimatstaat Nordmazedonien zurückkehren würden.
Zudem seien die Kinder per 17. Juni *** aus dem Kindergarten J abgemeldet worden, dies mit der Bemerkung, dass die Kinder ab sofort zum Vater nach Mazedonien ziehen würden. Somit komme der schulischen Integration der Kinder kein besonderes Gewicht zu. Die beiden Kinder, Jahrgang *** und ***, seien in einem anpassungsfähigen Alter (EGMR, Üner gg. Niederlande, Urteil vom 18.10.2006). Das Einschulungsalter in Nordmazedonien liege bei sieben Jahren. Somit sei eine soziale Wiedereingliederung der Kinder in Nordmazedonien nicht besonders schwierig oder unzumutbar oder unverhältnismässig.   
Hinsichtlich der familiären Integration der Beschwerdeführerin zu 1. sei festzuhalten, dass weder ihre Eltern noch etwaige Geschwister in Liechtenstein lebten. Zwar lebten die Schwiegereltern der Beschwerdeführerin zu 1. und damit die Grosseltern der beiden Kinder in Liechtenstein, allerdings sei eine besonders intensive Nahebeziehung weder vorgebracht noch bekannt.
Die minderjährige Tochter der Beschwerdeführerin zu 1. aus erster Ehe, K, Jahrgang ***, lebe in Nordmazedonien. Die Eltern der Beschwerdeführerin zu 1. stammten aus Nordmazedonien. Der Vater der Beschwerdeführer zu 2. und 3. lebe in Nordmazedonien und dieser könne wegen des gültigen Einreiseverbotes nicht für Besuche nach Liechtenstein oder in den Schengen-Raum reisen.
Die Ehescheidung vom September *** stelle nicht einen Grund zum Verbleib in Liechtenstein dar, sondern vielmehr einen weiteren Widerrufsgrund gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. b AuG, da die Voraussetzung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung durch den Wegfall der Voraussetzung der Familienangehörigkeit (Ehegattin) in Folge der Scheidung nicht mehr erfüllt sei. Gemäss Art. 39 Abs. 1 AuG werde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen oder ihre Verlängerung verweigert, wenn die eheliche Gemeinschaft aufgelöst werde und weniger als fünf Jahre seit Erteilung der Aufenthaltsbewilligung bestanden habe. Gemäss Art. 39 Abs. 3 AuG könne die Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft dann verlängert werden, wenn die eheliche Gemeinschaft mehr als fünf Jahre seit Erteilung der Aufenthaltsbewilligung bestanden habe und zudem eine erfolgreiche Integration vorliege. Eine solche Integration liege jedoch nicht vor.
4.
Gegen die Entscheidung des Ausländer- und Passamtes vom 30. Oktober 2019 erhoben die Beschwerdeführer am 13. November 2019 Beschwerde an die Regierung. Sie beantragten die ersatzlose Aufhebung der bekämpften Entscheidung und die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer.
Sachverhaltsmässig brachten die Beschwerdeführer vor, die Beschwerdeführerin zu 1. sei im Zuge der Eheschliessung mit E im Jahre *** nach Liechtenstein gekommen und regelmässig beruflich tätig gewesen. Sie habe ab ca. *** mit dem eigenen Einkommen die Familie finanziert. Ab *** sei sie auch noch Alleinerzieherin gewesen,  da der Ehemann im Gefängnis gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe trotz des Gefängnisaufenthaltes des Ehegatten immer ein Einkommen erzielt, sodass die Familie finanziert werden konnte. Die Beschwerdeführerin spreche die deutsche Sprache und könne dies mit einem Zertifikat des Goethe-Instituts nachweisen. An der Staatskundeprüfung habe die Beschwerdeführerin zu 1. nicht teilnehmen können, da im Jahr *** der Ehemann inhaftiert gewesen sei, zwei Kinder unter fünf Jahren zu betreuen gewesen seien und die Beschwerdeführerin zu 1. Alleinverdienerin gewesen sei. Die Beschwerdeführerin sei sehr ausgelastet gewesen und sie sei an beiden Terminen verhindert gewesen, da sie krank gewesen sei bzw. die Kinder krank gewesen seien. Zudem sei das Kind der Beschwerdeführerin zu 1. aus erster Ehe im Jahr *** frisch in die deutschsprachige Schule gekommen und die Beschwerdeführerin zu 1. habe viel Zeit investieren müssen, dass die schulischen Ziele erreicht werden konnten. Die Beschwerdeführerin zu 2. habe bei einem Fussballverein angefangen, jedoch vorläufig nicht weitermachen wollen.
5.
Mit Entscheidung vom 10. Dezember 2019 wies die Regierung die Beschwerde vom 13. November 2019 ab und bestätigte die Entscheidung des Ausländer- und Passamtes vom 13. Oktober 2019.
Begründend führte die Regierung im Wesentlichen aus, die Beschwerdeführer erstatteten kein substantiiertes Vorbringen und würden ihr Sachverhaltsvorbringen nicht unter Beweis stellen.  
Das Vorbringen, dass die Beschwerdeführerin zu 1. aufgrund der Inhaftierung ihres Ehemannes als Alleinverdienerin und Mutter zweier Kleinkinder zu sehr ausgelastet gewesen sei, um eine Staatskundeprüfung abzulegen, stehe im Widerspruch zum weiteren Vorbringen in der Beschwerde, dass die Beschwerdeführerin zu 1. sich auf die Prüfung vorbereitet habe und bei der nächsten Gelegenheit die Prüfung absolvieren wolle. Das Vorbringen, dass die Beschwerdeführerin zu 1. an den Prüfungsterminen jeweils wegen Krankheiten verhindert gewesen sei, werde nicht mit tauglichen Beweismitteln unterlegt.
Das Vorbringen, dass die Beschwerdeführerin zu 1. ab dem Jahr *** mit dem eigenen Einkommen die Familie finanziert habe und ab *** aufgrund des Gefängnisaufenthaltes des Ehemannes Alleinerzieherin gewesen sei, gehe zum einen nicht auf die Feststellungen des Ausländer- und Passamtes zur beruflichen Integration der Beschwerdeführerin ein. Zum andern sei dieses Vorbringen nicht annähernd substantiiert genug, um andere Feststellungen im Hinblick auf eine berufliche Integration treffen zu können. Es sei bereits nicht ersichtlich, woher die Gelder stammten, mit welchen die Beschwerdeführerin zu 1. ihre Familie finanziert habe, zumal sie sich mehrmals im Jahr zu Geschäftszwecken in Nordmazedonien aufgehalten habe.  
Mit dem Vorbringen, dass die Beschwerdeführerin zu 1. als alleinerziehende und alleinverdienende Mutter ohne Unterhalt durch den sich im Gefängnis befindlichen Ehemann im Alltag kämpfen müsse und keine Zeit habe, sich in Vereinen so zu engagieren, werde den Feststellungen des Ausländer- und Passamtes zu kulturellen und sozialen Integration der Beschwerdeführer nicht entgegengetreten.
Auch den Feststellungen  des Ausländer- und Passamtes zur Möglichkeit einer wirtschaftlichen Integration der Beschwerdeführerin zu 1. in Nordmazedonien werde nicht entgegengetreten.
6.
Gegen diese Regierungsentscheidung, zugestellt am 12. Dezember 2019, erhoben die Beschwerdeführer am 27. Dezember 2019 rechtzeitig Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof. Sie beantragten, die bekämpfte Entscheidung ersatzlos aufzuheben und den Beschwerdeführern die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern.
7.
Der Verwaltungsgerichtshof zog die Vorakten der Regierung und des Ausländer- und Passamtes bei.
In seiner nicht-öffentlichen Sitzung vom 31. Januar 2020 erörterte der Verwaltungsgerichtshof die Sach- und Rechtslage und entschied wie aus dem Spruch ersichtlich. 
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Die Beschwerdeführer bekämpfen mit ihrer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ebensowenig wie mit ihrer Beschwerde an die Regierung die vom Ausländer- und Passamt getroffenen Feststellungen. Insbesondere bringen sie nicht vor, welche Sachverhaltsfeststellungen des Ausländer- und Passamtes unrichtig sind, woraus sich diese Unrichtigkeit ergibt und welche Beweismittel angeboten werden, um die Unrichtigkeit zu beweisen.
Zwar bringen die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof neuerlich, so wie in ihrer Beschwerde an die Regierung, vor, die Beschwerdeführerin zu 1. sei in Liechtenstein regelmässig berufstätig gewesen und habe ab ca. *** mit dem eigenen Einkommen die Familie finanziert und sei ab *** auch noch Alleinerzieherin gewesen, doch legen sie nicht dar, woraus sich dies ergibt. Sie bieten auch keine Beweise an, obwohl die Regierung schon in ihrer Entscheidung darauf hinwies, dass die Beschwerdeführer kein substantiiertes Sachverhaltsvorbringen erstatteten und keinerlei Beweise anboten.
Die Beschwerdeführerin zu 1. bringt neuerlich, so wie in ihrer Beschwerde an die Regierung, vor, sie spreche die deutsche Sprache und könne dies mit einem Zertifikat des Goethe-Instituts nachweisen, doch legt sie dieses Zertifikat wiederum nicht vor. 
Die Beschwerdeführerin zu 1. bringt wie schon in ihrer Beschwerde an die Regierung vor, ihre regelmässige berufliche Tätigkeit ergebe sich aus einer AHV/IV-Meldung. Sie legt diese Meldung aber neuerlich nicht vor. Sie bringt auch nicht vor, worin diese Tätigkeit bestanden haben soll. Somit ist es für die Behörden und den Verwaltungsgerichtshof gar nicht möglich, das völlig unsubstantiierte Vorbringen, die Beschwerdeführerin zu 1. sei "regelmässig beruflich tätig" gewesen, zu prüfen. Dies gilt auch für das Vorbringen, dass "jemand [gemeint wohl die Beschwerdeführerin zu 1.] selbst über Gesellschaften wirtschaftlich tätig" gewesen sei. Welche Gesellschaften dies gewesen sein sollen und welche Tätigkeit die Beschwerdeführerin über diese Gesellschaften ausgeführt haben soll, ist nicht ersichtlich. Wenn diesbezüglich die Beschwerdeführer neu vorbringen, die Beschwerdeführerin zu 1. sei "für eine Putzfirma tätig und auch immer bei der Abwicklung und Beratung von Heiratsfeiern bzw. kulturellen Feiern" tätig gewesen, was auch öfter der Grund gewesen sei, warum die Beschwerdeführerin zu 1. nach Mazedonien gereist sei, damit diese Beratung abgewickelt werden könne, ändert sich daran nichts, denn auch daraus ist nicht ersichtlich, für welche Firmen oder Gesellschaften die Beschwerdeführerin zu 1. tätig war, wie hoch das Arbeitspensum und das erzielte Einkommen waren und dergleichen. Auch fehlen, so wie in der Beschwerde an die Regierung, jegliche Hinweise darauf, welche Beweise aufgenommen werden sollen, um Sachverhaltsfeststellungen im Sinne des Vorbringens treffen zu können.
Den Ausführungen der Regierung, dass die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde an die Regierung lediglich völlig unbelegt und ohne taugliche Beweismittel vorzulegen in den Raum stellten, dass die Beschwerdeführerin zu 1. an den Staatskundeprüfungsterminen jeweils aufgrund von Krankheiten verhindert gewesen sei, halten die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof neuerlich nichts entgegen. Vielmehr wiederholen sie ihr unsubstantiiertes Vorbringen, dass "die Beschwerdeführerin zu 1. an den beiden Terminen jeweils verhindert [war], da diese selbst krank war bzw. die Kinder krank waren".
Die Beschwerdeführer bringen vor, es gebe in Mazedonien faktisch keinen Sozialstaat. Mit einem solchen Vorbringen wird aber, wie schon die Regierung allgemein ausführte, den Sachverhaltsfeststellungen des Ausländer- und Passamtes nicht im entferntesten in substantiierter Weise entgegnet.
2.
Da die Sachverhaltsfeststellungen des Ausländer- und Passamts in dessen Entscheidung vom 30. Oktober 2019 grösstenteils nicht, im Übrigen nicht substantiiert bestritten wurden, ist auch im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof von diesen Sachverhaltsfeststellungen auszugehen. Das Ausländer- und Passamt stellte folgenden Sachverhalt fest:
A wurde am ***, B am *** und C am *** geboren. Alle drei sind Staatsangehörige von Nordmazedonien und waren zuletzt in J, , wohnhaft.
A leitet ihr Aufenthaltsrecht in Liechtenstein von ihrem Ex-Ehemann E ab. Ebenso leiten die gemeinsamen Kinder C und B das Aufenthaltsrecht von deren Vater E ab. Die Aufenthaltsbewilligungen sind am 12. Juni 2018 abgelaufen. 
Der Verwaltungsgerichtshof entschied am 03. Mai 2019 zu VGH 2019/027, dass die Niederlassungsbewilligung von E erloschen ist. 
E hat die beiden Kinder C und B per *** aus dem Kindergarten J abgemeldet, dies mit der Bemerkung, dass die Kinder ab sofort zu ihm nach Mazedonien ziehen würden.  
A war (zumindest) in der Zeit vom *** bis *** im Urlaub. 
A benötigte bereits im Jahr 2018 zweimal in Folge eines Auslandsaufenthaltes eine schriftliche Zustimmung des Ausländer- und Passamtes zur Rückreise (Bestätigungen vom 17.09.2018 und 14.12.2018) sowie jeweils ein Rückreisevisum, um wieder in den Schengen-Raum und nach Liechtenstein einreisen zu können.
Gemäss Scheidungsurteil war A an der Scheidungsverhandlung am *** in I, Nordmazedonien, persönlich anwesend.
Die Wohnung der Familie an der Adresse ***, J, wurde per Ende September *** geräumt und die Schlüssel wurden persönlich durch A an die Immobilienverwaltung übergeben. Eine neue Adresse wurde von A gegenüber dem Ausländer- und Passamt nicht angegeben. Auch erfolgte seither keine Ummeldung der Wohnadresse bei der Einwohnerkontrolle der Gemeinde J.
In der Integrationsvereinbarung vom 18. April 2017, geschlossen zwischen A und dem Ausländer- und Passamt, verpflichtete sich A dazu, im Jahr 2017 die Staatskundeprüfung abzulegen. In der Integrationsvereinbarung vom 23. März 2018, geschlossen zwischen A und dem Ausländer- und Passamt, wurde festgehalten, dass A entgegen ihrer Ankündigung im Jahr 2017 die Staatskundeprüfung nicht gemacht hat. Weiter wurde A über die Folgen der Nichterfüllung der Integrationsvereinbarung informiert und in diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass die Nichteinhaltung der Integrationsvereinbarung als mangelnde Integrationsbereitschaft ausgelegt wird. Darüberhinaus wurde gegenüber A erklärt, dass gemäss Art. 26 Abs. 3 AuG eine Aufenthaltsbewilligung verlängert werden kann, sofern die Integrationsvereinbarung eingehalten wurde und dass die Nichteinhaltung der Integrationsvereinbarung einen Widerrufsgrund nach Art. 48 Abs. 1 Bst. f AuG darstellt. Bis heute hat A keine Staatskundeprüfung abgelegt und hat somit die am 18. April 2017 sowie 23. März 2018 geschlossene Integrationsvereinbarung nicht eingehalten.
A verbrachte den Grossteil ihres Lebens in Nordmazedonien, wo auch ihre voreheliche Tochter, geboren ***, lebt. A hat auch weitere Verwandte in Nordmazedonien und reist immer wieder nach Nordmazedonien, so allein im Jahr *** zwei Mal für mehrwöchige Besuchs- und Geschäftszwecke.
Die gesetzliche Schulpflicht in Nordmazedonien beträgt neun Jahre, wobei das Einschulungsalter bei sieben Jahren liegt.  
Betreffend das Berufsleben von A hat der Rechtsvertreter am 01. April 2019 die Beschäftigten-Meldung an das Amt für Statistik betreffend den Eintritt von A als Beschäftigte der G GmbH per *** eingereicht. Am *** wurde A als Geschäftsführerin und Gesellschafterin der G GmbH bestellt. Mit Verfügung des Amtes für Justiz vom 04. September 2019 wurde die Auflösung und Liquidation der G GmbH verfügt, da die G GmbH durch keinen den Vorschriften des Art. 180a PGR entsprechenden, zur Geschäftsführung und Vertretung befugten Geschäftsführer vertreten wurde. Vorab wurde die G GmbH mittels Schreiben vom *** aufgefordert, einen neuen Geschäftsführer gemäss Art. 180a PGR zu bestellen, wobei die gesetzte zweimonatige Frist zur Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes am *** fruchtlos ablief.
Es ist nicht bekannt, dass A in der Vergangenheit ein integriertes Berufsleben in Liechtenstein gehabt hätte. Gemäss Beschäftigten-Meldung vom *** an das Amt für Statistik trat A am *** als Beschäftigte in die H Anstalt ein. Am *** wurde A als Mitglied des Verwaltungsrates der H Anstalt bestellt. Allerdings wurde auch bezüglich dieser Gesellschaft gemäss Verfügung des Amtes für Justiz vom 30. August 2018 die amtswegige Auflösung und Liquidation verfügt.
Gemäss dem Scheidungsurteil des Amtsgerichts I wurden die minderjährigen Kinder C und B zur weiteren Obhut, Erziehung und zum teilweisen Unterhalt der Kindsmutter A zugeteilt. Der Kindsvater E verpflichtete sich, an den Unterhalt für die minderjährigen Kinder pro Kind monatlich 2'000 Denaren zu zahlen.
Im Jahr 2017 betrug das Median-Jahreseinkommen in Nordmazedonien 150'214 Denar (dies entspricht 2'439.00 Euro). Demzufolge entsprechen die jährlichen Unterhaltszahlungen, welche A von ihrem Ex-Ehemann für die beiden gemeinsamen Kinder erhält, nämlich insgesamt 48'000 Denar, knapp einem Drittel des durchschnittlichen Median-Jahreseinkommens in Nordmazedonien.  
Das Sozialsystem Nordmazedoniens sieht staatliche Unterhaltsleistungen, insbesondere materielle Grundsicherung, Wohnkostenzuschüsse und Kindergeld, vor.  
Es kann nicht festgestellt werden, dass A am sozialen Leben in Liechtenstein teilnimmt, viele liechtensteinische Freundinnen und einen grossen Freundeskreis hat.  
Es kann nicht festgestellt werden, dass der schulischen Integration der Kinder C und B [in Liechtenstein] seitens der Eltern ein besonders hohes Gewicht beigemessen wird.  
Es kann nicht festgestellt werden, dass eine soziale Wiedereingliederung der Kinder C und B in Nordmazedonien besonders schwierig ist.  
Es kann nicht festgestellt werden, dass die meisten Verwandten von A und deren Kindern in Liechtenstein leben. Es leben weder die Eltern noch etwaige Geschwister von A in Liechtenstein. Zwar leben die Eltern von E, L und M, in Liechtenstein, doch ist keine besonders intensive Nahebeziehung zwischen C und C und diesen Grosseltern bekannt. 
A hat eine minderjährige Tochter aus erster Ehe, K, Jahrgang ***. Sie lebt in Nordmazedonien. Auch die Eltern von A stammen aus Nordmazedonien. Der Vater von C und B, E, lebt in Nordmazedonien und kann aufgrund des gültigen Einreiseverbots nicht für Besuche nach Liechtenstein bzw. in den Schengen-Raum reisen.
Die Ehe zwischen A und E wurde am *** in I, Nordmazedonien, geschlossen und wurde gemäss nordmazedonischem Scheidungsurteil am *** geschieden.
Die Kinder C und B befinden sich in Nordmazedonien.  
3.
Weitere Sachverhaltsfeststellungen sind nicht zu treffen, da diesbezüglich kein substantiiertes Vorbringen erstattet und keinerlei Beweisantrag gestellt wurde. 
4.
Die Beschwerdeführer sind Staatsangehörige von Nordmazedonien. Auf sie kommt das Gesetz vom 17. September 2008 über die Ausländer (Ausländergesetz; AuG, LGBl. 2008 Nr. 311 in der gültigen Fassung) zur Anwendung (Art. 2 Abs. 1 AuG).
Die Aufenthaltsbewilligung kann dann verlängert werden, wenn die Integrationsvereinbarung (Art. 41 AuG) eingehalten wurde und kein Widerrufs- oder Ausweisungsgrund (Art. 48 und 53 AuG) vorliegt (Art. 26 Abs. 3 AuG). Ein Widerrufsgrund ist u.a. dann gegeben, wenn der Ausländer die Voraussetzungen für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nicht mehr erfüllt oder eine mit der Bewilligung verbundene Bedingung nicht mehr einhält (Art. 48 Abs. 1 Bst. b AuG) oder die Integrationsvereinbarung nicht eingehalten hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. f AuG).  
Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsbewilligung jedes Familienangehörigen entspricht der Gültigkeitsdauer der Bewilligung des Gesuchstellers, von dem das Aufenthaltsrecht abgeleitet ist (Art. 36 Abs. 1 AuG). Dies gilt auch für nachgezogene Kinder (Art. 36 Abs. 1a AuG). Nachgezogene Kinder erhalten erst nach Erlangung der Volljährigkeit ein eigenständiges Aufenthaltsrecht (Art. 36 Abs. 2 AuG).  
5.
Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin zu 1. die Integrationsvereinbarung nicht eingehalten. Allein deshalb liegt schon ein Widerrufsgrund und damit ein Grund für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu 1. vor. Darüberhinaus ist die Beschwerdeführerin zu 1. nicht mehr mit E, von dem sie ihr Aufenthaltsrecht in Liechtenstein ableitet, verheiratet und E hat seinerseits kein Aufenthaltsrecht mehr in Liechtenstein, sodass auch der Widerrufsgrund gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. b AuG erfüllt ist.  
Was für die Beschwerdeführerin zu 1. und den Kindsvater E gilt, gilt auch für die minderjährigen Beschwerdeführer zu 2. und 3. (Art. 36 AuG).  
6.
Das Verwaltungshandeln hat jedoch verhältnismässig zu sein, was auch durch die Verwendung des Wortes "kann" durch den Gesetzgeber in Art. 26 Abs. 3 und Art. 48 Abs. 1 AuG zum Ausdruck kommt. Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind, so wie bei der Ermessensausübung, das öffentliche Interesse des Landes und die persönlichen Verhältnisse und der Grad der Integration der Ausländer zu berücksichtigen (Art. 68 Abs. 1 AuG), wobei auch zu prüfen ist, ob der betroffenen Person eine Massnahme, wie etwa die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, im Sinne eines gelinderen Mittels angedroht werden kann (Art. 68 Abs. 2 AuG). Bei der Berücksichtigung des Grades der Integration des Ausländers ist auch die Einhaltung der Pflichten nach der Verordnung vom 09. Dezember 2008 über die Integration von Ausländern (Ausländer-Integrations-Verordnung; AIV) zu berücksichtigen, wobei bei Familien die Einhaltung der Pflichten durch die Familienangehörigen zu beachten ist (Art. 2 AIV).
Im vorliegenden Fall spricht für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer die rund 6,5-jährige Anwesenheit der Beschwerdeführerin zu 1. in Liechtenstein von Dezember *** bis längstens September ***, als die Beschwerdeführerin zu 1. ihre Wohnung in J räumte und keine neue Wohnung in Liechtenstein bezog. Die Beschwerdeführer zu 2. und 3. lebten seit ihrer Geburt im Januar *** bzw. Februar *** bis ca. Juni ***, als ihr Vater sie aus dem Kindergarten in J abmeldete und erklärte, sie würden ab sofort nach Mazedonien ziehen, in Liechtenstein.
Für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer zu 2. und 3. spricht, dass die Beschwerdeführer zu 2. und 3. in Nordmazedonien mit beiden ihren Elternteilen in engem Kontakt stehen können, währenddem es nicht möglich wäre, dass ihr Vater sie in Liechtenstein besucht.
Für eine Rückkehr der Beschwerdeführerin zu 1. nach Mazedonien spricht, dass sie dort einen Grossteil ihres Lebens, insbesondere während ihrer Adoleszenz, verbrachte und sich dort ihre engsten Angehörigen, insbesondere ihre erste Tochter, aber auch ihre Eltern und Geschwister befinden.
Für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer sprechen zudem einerseits die objektiven Kriterien der genannten Widerrufsgründe, nämlich die Nichteinhaltung der Integrationsvereinbarung durch die Beschwerdeführerin zu 1., die Auflösung der Ehe zwischen der Beschwerdeführerin zu 1. und ihrem Ehegatten, von dem sie ihr Aufenthaltsrecht in Liechtenstein ableitete, und das Erlöschen des Aufenthaltsrechts des E, von dem alle drei Beschwerdeführer ihr Aufenthaltsrecht in Liechtenstein ableiteten.
Wesentliche Hindernisse für eine Rückkehr der Beschwerdeführer nach Nordmazedonien liegen nicht vor. Die Beschwerdeführer zu 2. und 3. sind in einem Alter, in dem sie sich noch sehr gut an veränderte Umstände anpassen können. Dies gilt auch für ihre Einschulung in Nordmazedonien. Ihre Eltern und weitere Verwandte befinden sich in Nordmazedonien, wo sie sich zwischenzeitlich auch schon über einem halben Jahr aufhalten. Somit kann auch nicht davon gesprochen werden, dass das Wohl der Kinder (Art. 3 KRK) in Nordmazedonien beeinträchtigt ist.
Die Beschwerdeführerin zu 1. hat immer wieder geschäftliche und persönliche Beziehungen zu Nordmazedonien gepflegt, so allein im Jahr *** zweimal während mehrerer Wochen und im Jahr *** während ihres Urlaubs vom 31. Juli bis 15. August. Die Beziehungen der Beschwerdeführerin zu 1. zu ihrem Heimatland Nordmazedonien zeigen sich auch darin, dass sie dort im Jahr *** heiratete und am *** in ihrer Anwesenheit geschieden wurde.  
Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer ist somit nicht unverhältnismässig. Die mildere Massnahme der Androhung der Nichtverlängerung kommt nicht in Betracht, da die Beschwerdeführerin zu 1. mit den mit ihr abgeschlossenen Integrationsvereinbarungen vom 18. April 2017 und 23. März 2018 darauf hingewiesen wurde, dass die Nichteinhaltung der Integrationsvereinbarung einen Grund zum Widerruf und damit zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung darstellt.
7.
Zwischenzeitlich müsste die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen der Beschwerdeführer rechtens ist, nicht mehr erörtert und entschieden werden, da die Aufenthaltsbewilligungen ohnehin erloschen sind. Eine Aufenthaltsbewilligung erlischt nämlich nach vier Monaten, wenn der Ausländer Liechtenstein verlässt (Art. 47 Abs. 2 AuG).
Die Beschwerdeführer zu 2. und 3. haben Liechtenstein im Juni *** verlassen. Die Beschwerdeführerin zu 1. ist zumindest seit Ende September ***, als sie ihre Wohnung in Liechtenstein aufgab, nicht mehr in Liechtenstein ansässig. 
8.
Aus all diesen Gründen kommt der Beschwerde vom 26. Dezember 2019 keine Berechtigung zu.
9.
Damit war auch nicht weiter zu prüfen, ob die Beschwerde mangels Bezahlung der Gerichtsgebühren für zurückgenommen erklärt werden könnte.
10.
Da die Gerichtsgebühren noch nicht bezahlt sind, war deren Bezahlung der Beschwerdeführerin zu 1. spruchgemäss aufzuerlegen. Die Kostenentscheidung stützt sich auf Art. 41 Abs. 1 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 LVG. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Gerichtsgebührengesetz (GGG). Bei Fragen von Aufenthaltsbewilligungen handelt es sich um Verwaltungssachen mit erhöhter Bedeutung (Art. 29 GGG; vgl. auch § 4 Ziff. 6 Honorarrichtlinien). Somit betragen die Gerichtsgebühren CHF 630.00 (Art. 36, Gebührentabelle GGG).