VGH 2020/036
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23.03.2020
VGH
Beschluss
Sprüche: abgewiesen
VGH 2020/036
BESCHLUSS
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, lic.iur. Andreas Batliner, hat
in der Beschwerdesache des
Beschwerdeführers:
A
wegenAsyl (Unzulässigkeit / Dublin CH)
gegenUnzulässigkeitsentscheid des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 28. Februar 2020 zu UE 2631074
am 23. März 2020
entschieden:
1.Die Beschwerde vom 16. März 2020 gegen die Entscheidung des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 28. Februar 2020 wird abgewiesen und die angefochtene Entscheidung bestätigt.
2.Der Antrag des Beschwerdeführers vom 16. März 2020 auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang wird abgewiesen.
3.Die Kosten des Verfahrens verbleiben dem Land.
TATBESTAND
1.
Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger Somalias, reiste laut seinen eigenen Angaben am 18.02.2020 nach Liechtenstein ein und stellte am 19.02.2020 bei der Landespolizei ein Asylgesuch. 
Der Beschwerdeführer nannte den im Rubrum angeführten Namen und gab an, am *** geboren worden zu sein. Er konnte keine Identitätsdokumente vorlegen.
2.
Eine Abfrage des schweizerischen zentralen Migrationsinformationssystems (ZEMIS) vom 20.02.2020 ergab, dass der Beschwerdeführer bereits am 14.12.2015 in die Schweiz eingereist war und dort ein Asylgesuch gestellt hatte. Am 04.08.2017 ergingen die erstinstanzliche negative Entscheidung über sein Asylgesuch sowie eine Wegweisungsverfügung. Die dagegen erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers wurde am 10.01.2020 in zweiter Instanz abgewiesen. Zudem ist im ZEMIS sein "Weggang nach Asylentscheid" mit 14.01.2020 verzeichnet. Im ZEMIS wird der Beschwerdeführer als B, geb. am ***, geführt.
3.
Eine Prüfung in der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) vom 21.02.2020 bestätigte, dass der Beschwerdeführer bereits am 14.12.2015 in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatte.
4.
In seiner Befragung durch das Ausländer- und Passamt am 21.02.2020 gab der Beschwerdeführer an, er sei von Italien über die Schweiz nach Liechtenstein gekommen. Er habe kein Asylgesuch gestellt, sondern sei nur durch Italien durchgereist. Er sei seit zwei Tagen in Liechtenstein und gesund. Ausweispapiere habe er nie besessen. 
Auf Vorhalt des Ergebnisses der Eurodac-Abfrage gab der Beschwerdeführer an, er habe nicht gewusst, dass man ihm die Fingerabdrücke abgenommen habe. Er sei sich nicht sicher, ob dies die richtigen Fingerabdrücke gewesen seien. Auf konkrete Frage gab der Beschwerdeführer an, in der Schweiz zwei Mal eine negative Entscheidung erhalten zu haben - einmal im Jahr 2017 und einmal mit Ausreisedatum 15.02.2020.
Auf die Frage, was dagegen spreche, dass er in die Schweiz überstellt werde, gab der Beschwerdeführer an, dort habe man ihm wie bereits im Jahr 2017 den negativen Entscheid gegeben und ihm gesagt, er solle bis 15.02.2020 das Land verlassen. Sie hätten ihm aber nicht gesagt, wohin er gehen solle, und ihm 18 Monate Inhaftierung im Gefängnis angedroht.
Bereits im Jahr 2015 sei der Beschwerdeführer aus Somalia ausgereist und in die Schweiz gelangt, wo er seither im Kanton Tessin gelebt habe. In Somalia lebten noch seine fünf Geschwister, in Europa habe er keine Verwandten. Als Gründe für seine Ausreise aus dem Heimatland gab der Beschwerdeführer an, dass er dort mehrere Probleme gehabt habe und deshalb weggegangen sei, er könne alles erklären, aber das dauere lange.
5.
Gestützt auf das Ergebnis der Eurodac-Abfrage ersuchte das Ausländer- und Passamt die Schweizer Behörden am 24.02.2020 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung.
Diese teilten mit Schriftsatz vom 26.02.2020 mit, der Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung zuzustimmen. Gleichzeitig wurden die Modalitäten für eine Überstellung mitgeteilt.  
6.
Am 28.02.2020 entschied das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied nach Art. 5 Abs. 2 AsylG, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen (Ziff. 1.) und der Beschwerdeführer in die Schweiz weggewiesen werde (Ziff. 2.). Der Beschwerdeführer habe das Fürstentum Liechtenstein binnen sieben Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids zu verlassen (Ziff. 3.). Im Unterlassungsfall würden angemessene Zwangsmassnahmen angeordnet (Ziff. 4.).
7.
Dieser Unzulässigkeitsentscheid wurde dem Beschwerdeführer am 03.03.2020 durch das Ausländer- und Passamt eröffnet und übersetzt. Er gab an, alles verstanden zu haben. Er habe auch die Wegweisung verstanden, wolle jedoch nicht in die Schweiz zurückkehren.
Dem Beschwerdeführer wurden die Rechtsmittel, die Fristen, die Bestandteile einer Beschwerde und die kostenlose Rechtsberatung erläutert. Er wurde auf die Möglichkeit einer Rechtsvertretung durch einen Rechtsanwalt und die Einreichung eines Antrags auf Verfahrenshilfe sowie die Möglichkeit, die Beschwerde in seiner Muttersprache einzureichen, hingewiesen. Ihm wurde dargelegt, dass der Rechtsberater über eine juristische Qualifikation verfüge und die Beratung die Chancen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren und dessen Ablauf, die Beratung und Unterstützung im Beschwerdeverfahren, jedoch nicht eine Vertretung vor Gericht umfasse. Zur Unterstützung im Beschwerdeverfahren zähle insbesondere die Stellung eines Verfahrenshilfeantrages, der zusammen mit der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen sei. 
Der Beschwerdeführer wünschte eine kostenlose Rechtsberatung. Zum Gesundheitszustand befragt, gab der Beschwerdeführer an, er sei gesund.
8.
Mit im Zuge der kostenlosen Rechtsberatung verfasstem Schriftsatz des Beschwerdeführers vom 16.03.2020 (Postaufgabe am selben Tag) erhob dieser Beschwerde gegen den Unzulässigkeitsentscheid vom 28.02.2020 an den Verwaltungsgerichtshof. Darin ficht er den Unzulässigkeitsentscheid zur Gänze an und macht als Beschwerdegründe insbesondere diejenigen des Art. 90 Abs. 6 LVG geltend. 
Er stellte die Anträge, der Verwaltungsgerichtshof möge der gegenständlichen Beschwerde Folge geben und die angefochtene Entscheidung dahingehend abändern, dass der Unzulässigkeitsentscheid der Regierung vom 28.02.2020 ersatzlos aufgehoben und dem Beschwerdeführer Asyl, in eventu die vorläufige Aufnahme, gewährt werde; in eventu möge der Verwaltungsgerichtshof die angefochtene Entscheidung aufheben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung unter Bindung an die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofs an die Regierung zurückverweisen.
Mit demselben Schriftsatz stellte der Beschwerdeführer auch einen Antrag auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang unter Beigabe eines Rechtsanwaltes zum Verfahrenshelfer. Dem  Schreiben beigefügt war ein Vermögensbekenntnis vom 13.03.2020.
9.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes zog die den Beschwerdeführer betreffenden Akten der Regierung und des Ausländer- und Passamtes bei und entschied am 23.03.2020 wie aus dem Spruch ersichtlich.
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Der Beschwerdeführer stellte am 19.02.2020 in Liechtenstein ein Asylgesuch. Somit ist das Asylgesetz (AsylG) vom 14.12.2011, LGBl. 2012 Nr. 29 idF LGBl. 2018 Nr. 392, grundsätzlich anwendbar.
Gemäss Art. 76 Abs. 1 AsylG kann gegen Entscheidungen der Regierung oder des zuständigen Regierungsmitglieds binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.
Gemäss Art. 77 Abs. 2 Bst. a bzw. Bst. c AsylG entscheidet ein Einzelrichter des Verwaltungsgerichtshofes endgültig über Beschwerden gegen Entscheidungen betreffend die Unzulässigkeit eines Asylgesuchs und die damit verbundene Wegweisung bzw. über Anträge. Zuständig ist gemäss Geschäftsordnung vom 15.02.2019, LGBl. 2019 Nr. 42, iVm Ziff. 6. der Geschäftsverteilung vom 31.01.2020 der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes (Art. 77 Abs. 4 AsylG; abrufbar unter: www.vgh.li).
Im vorliegenden Verfahren kommt die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.06.2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-Verordnung), direkt zur Anwendung.
Die Beschwerde ist als zulässig im Sinne des Art. 76 Abs. 1 AsylG zu werten (vgl. dazu auch StGH 2017/167 vom 27.03.2018 sowie StGH 2017/142 vom 29.06.2018, beide nicht öffentlich abrufbar).
2.
Das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied hat im auf Art. 20 Abs. 1 Bst. b AsylG gestützten Unzulässigkeitsentscheid vom 28.02.2020 festgestellt, dass die schweizerischen Behörden dem fristgerechten liechtensteinischen Ersuchen um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-Verordnung ausdrücklich zustimmten, weshalb die Schweiz für das Asyl- und Wegweisungsverfahren des Beschwerdeführers zuständig sei. Dem Beschwerdeführer sei hierzu durch das Ausländer- und Passamt das rechtliche Gehör gewährt worden. Mit dem Vorbringen, er habe in der Schweiz zwei negative Entscheide erhalten und habe das Land verlassen müssen, weil ihm bei Zuwiderhandlung die Inhaftierung angedroht worden sei, bringe der Beschwerdeführer nichts vor, was gegen eine Rücküberstellung in die Schweiz spreche. Auch eine erfolgte Wegweisung aus der Schweiz stelle kein Überstellungshindernis dar. Die Prüfung der geschilderten Probleme im Heimatland und die Berücksichtigung der aktuellen abschieberelevanten Situation obliege jedenfalls den schweizerischen Behörden. Es sei Sache des Beschwerdeführers, in der Schweiz - gegebenenfalls unter Inanspruchnahme eines neuen Rechtsbeistandes - eine abermalige Wegweisung oder gegebenenfalls Ausschaffung nach Somalia zu verhindern und eventuell eine Neubeurteilung seines Falles zu erreichen. In keinem Fall spreche dieses Vorbringen jedoch gegen eine Wegweisung des Beschwerdeführers aus Liechtenstein in die Schweiz.
Insbesondere sei durch das zuständige Regierungsmitglied festzustellen, dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz einen negativen Asylentscheid erhalten habe, keinen Einfluss auf die Zulässigkeit und Zumutbarkeit einer Überstellung in die Schweiz habe. Für die Schweiz seien keine systemischen Mängel des Asylverfahrens bekannt. Hervorzuheben sei vielmehr, dass die Schweiz, die sich an die Vorgaben der Dublin-Ill-Verordnung halte, gemäss der Dublin-III-Verordnung sicherzustellen habe, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit hat oder hatte, einen wirksamen Rechtsbehelf gemäss Art. 46 der Richtlinie 2013/32/EU einzulegen. Es ergäben sich keine Hinweise, dass die zuständige Schweiz, deren Behörden einer Wiederaufnahme ausdrücklich zugestimmt hätten, dieser Verpflichtung nicht bereits nachgekommen sei. Dass der Beschwerdeführer sein Beschwerderecht bereits ausgeübt habe, ergebe sich aus den eigenen Angaben des Beschwerdeführers wie auch aus der ZEMIS-Abfrage.
Die Schweiz beachte zudem das Non-Refoulement-Gebot, wonach Rückführungen in Länder, in welchen das Leben oder die Freiheit der Person gefährdet sei oder sie der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ausgesetzt wäre, nicht durchgeführt werden dürften. Es bleibe festzuhalten, dass die Schweiz schutzwillig oder schutzfähig sowie für den Beschwerdeführer sicher sei. Diesem habe es mit Verweis auf die Judikatur des Gerichtshofs der Europäischen Union freigestanden, ein Rechtsmittel gegen eine mögliche negative Entscheidung zu stellen, seine Wegweisung zu bekämpfen oder Vollzugshindernisse, die gegen eine allfällige Ausschaffung nach Somalia sprächen, gegenüber den schweizerischen Behörden und Gerichten geltend zu machen. Auch der Staatsgerichtshof hebe hierbei das im Dublin-Verfahren vorherrschende Prinzip des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten hervor, wonach davon auszugehen sei, dass ein Gericht in der Schweiz auf Antrag die Ordnungsmässigkeit des bereits durchgeführten Asylverfahrens in der Schweiz wie auch die Unzumutbarkeit einer Rücküberstellung in den Herkunftsstaat aufgrund von Art. 2 oder 3 EMRK überprüfe. Dagegen habe der Beschwerdeführer keinerlei Argumente vorgebracht. Deshalb sei der Vollzug der Wegweisung in die Schweiz zulässig.
Die Schweiz komme ihren Verpflichtungen aus der Dublin-III-Verordnung neben der Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie der weiteren Garantien aus den EU-Rechtsvorschriften vollumfänglich nach. Systemische Schwachstellen bei den Aufnahmebedingungen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung mit sich brächten, seien ebenfalls nicht bekannt. Sämtliche Mitgliedstaaten überstellten Asylsuchende in die Schweiz. Deshalb sei ein Vollzug der Wegweisung möglich.
Ein solcher sei auch zumutbar, da die Schweiz ein gutes Gesundheitssystem unterhalte, welches auch Asylsuchenden offenstehe. Der Beschwerdeführer habe - bis auf Bauchschmerzen bei der Einreisebefragung - stets angegeben, dass er gesund sei. Der sich im besten Schaffensalter befindende Beschwerdeführer habe darüber hinaus auch keine Gründe angegeben, weshalb eine Überstellung in die Schweiz aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder zumutbar wäre. Eine abermalige Nachfrage nach dem Gesundheitszustand erfolge im Rahmen des Vollzugs der Wegweisung. 
Es gelte die Annahme, dass alle durch die Dublin-Ill-Verordnung gebundenen Staaten die Grundrechte beachteten und dass die Mitgliedstaaten insoweit ein gegenseitiges Vertrauen ineinander haben dürften. Es bestehe für den Beschwerdeführer folglich kein konkretes Risiko, dass er gezwungen sei, in ein Land auszureisen, in welchem er verfolgt oder unmenschlicher Behandlung ausgesetzt wäre. Die Schweiz sei für ihn ein sicherer Staat.
3.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes schliesst sich diesen Feststellungen wie auch der rechtlichen Prüfung im Unzulässigkeitsentscheid vollinhaltlich an.
Die Beschwerde richtet sich inhaltlich, obwohl sie angibt, den Unzulässigkeitsentscheid zur Gänze zu bekämpfen, ausschliesslich gegen den Vollzug der Wegweisung und damit nicht gegen die Zuständigkeit der Schweiz. Der Beschwerdeführer macht weder geltend, dass das Konsultationsverfahren nicht ordnungsgemäss geführt oder seine Verfahrensrechte verletzt worden seien, noch, dass systemische Schwachstellen im schweizerischen Asyl- und Betreuungssystems vorlägen. Derartiges ergibt sich auch nicht aus den vorgelegten Akten der Unterinstanzen. Die Schweiz ist folglich der für den Beschwerdeführer gemäss Dublin-III-Verordnung zuständige Mitgliedstaat.
Dem lediglich in den Raum gestellten Vorbringen des Beschwerdeführers, er werde in der Schweiz ins völlig "Ungewisse" geschickt und habe nach zwei negativen Entscheidungen keine Möglichkeit, irgendwo unterzukommen, er werde keinem Heim zugeteilt werden und die Schweiz werde den Beschwerdeführer jedenfalls nicht aufnehmen, ist entgegenzuhalten, dass die Schweiz ausdrücklich der Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst d Dublin-III-Verordnung zugestimmt hat. Die Wiederaufnahme nach dieser Bestimmung belegt gleichzeitig, dass die Schweiz bereits das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt und damit schon materiell über sein Asylgesuch entschieden hat. In diesem Verfahren konnte der Beschwerdeführer bereits seine Asylgründe vorbringen und es stand ihm auch ein effektives Rechtsmittel zu, das er bereits erhoben hat, wie das zuständige Regierungsmitglied zu Recht hervorhob. Gleichzeitig steht es dem Beschwerdeführer frei, bei allfällig geänderten Voraussetzungen einen Folgeantrag in der Schweiz zu stellen und insbesondere die dortige Wegweisungsverfügung zu bekämpfen, wie das zuständige Regierungsmitglied ebenfalls richtig im angefochtenen Unzulässigkeitsentscheid ausführte. Folglich ist der Beschwerdeführer mit seinen Rückkehrbefürchtungen wie auch mit seinem Vorbringen zu Somalia an die zuständigen Schweizer Behörden und Gerichte zu verweisen.
Was seine Befürchtungen anbelangt, keine Unterbringung zu erhalten, so ist auf den 11. Erwägungsgrund der Dublin-III-Richtlinie hinzuweisen, der besagt: "Die Richtlinie 2013/33/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen sollte vorbehaltlich der Einschränkungen der Anwendung jener Richtlinie auf das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats nach Massgabe dieser Verordnung Anwendung finden." Es gibt für den erkennenden Richter keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass die Schweiz den Beschwerdeführer in seinen diesbezüglichen Rechten beschneiden könnte. Auch diesbezügliche Rechte müsste er aber in der Schweiz vor den dortigen Behörden und Gerichten durchsetzen.
Mit seinem Vorbringen vermag der Beschwerdeführer folglich nichts aufzuzeigen, das der Annahme, dass es sich bei der Schweiz um einen für den Beschwerdeführer sicheren, funktionierenden Rechtsstaat handelt, der sich an die Verpflichtungen aus der Dublin-III-Verordnung halten wird, entgegentreten kann. Erneut ist auf den Grundsatz des wechselseitigen Vertrauens der Mitgliedstaaten zu verweisen, wonach Liechtenstein davon ausgehen darf, dass die Schweiz sich an ihre Verpflichtungen halten wird. Für die für das Verfahren zuständige Schweiz sind keine systemischen Schwachstellen festzustellen, wie das zuständige Regierungsmitglied bereits richtig festgestellt hat. Der Verwaltungsgerichtshof kann folglich nicht erkennen, weshalb der Vollzug der Wegweisung in die benachbarte Schweiz nicht zulässig oder nicht zumutbar sein sollte.
Vielmehr darf Liechtenstein auch darauf vertrauen, dass die Schweiz  das Verbot des Refoulement nicht verletzen wird. Auch der Staatsgerichtshof hielt in seinem Urteil zu StGH 2018/091 vom 29.10.2018 (abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li) fest, dass unter Verweis auf das im Dublin-Verfahren vorherrschende Prinzip des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten davon auszugehen ist (vgl. zum Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Mitgliedstaaten StGH 2016/98, Erw. 12.7; die Urteile des EuGH vom 10.12.2013, Abdullahi, C-394/12, EU:C:2013:813, Rn. 52 und 53, und vom 07.06.2016, Ghezelbash, C-63/15, EU:C:2016:409, Rn. 55), dass ein Gericht im zuständigen Mitgliedstaat auf Antrag die Ordnungsmässigkeit des bereits durchgeführten Asylverfahrens wie auch die Unzumutbarkeit einer Rücküberstellung in den Herkunftsstaat aufgrund von Art. 2 oder 3 EMRK überprüft. Gleichermassen wird sich die Schweiz an ihre sonstigen Verpflichtungen in Bezug auf die Betreuung und allfällige medizinische Versorgung des Beschwerdeführers halten.
Für den erkennenden Richter ist zudem nicht ersichtlich und wurde Derartiges vom (laut seinen eigenen Angaben) gesunden Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht, wonach ein dauerhaftes den Beschwerdeführer betreffendes Hindernis in Bezug auf seine Überstellung am Landweg in die benachbarte Schweiz vorliegen könnte, die insbesondere eine unzumutbare Verschlechterung seines Gesundheitszustandes hervorrufen oder einen besonderen Härtefall darstellen könnte.
Zusammengefasst ist das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht geeignet, den Vollzug der Wegweisung in die Schweiz als nicht zulässig oder nicht zumutbar darzulegen oder um ein Überstellungshindernis aufzuzeigen, weshalb der bekämpfte Unzulässigkeitsentscheid nicht zu bemängeln und spruchgemäss zu entscheiden war.
Die beantragte Parteieneinvernahme des Beschwerdeführers konnte unterbleiben, weil dieser sich nicht gegen die Zuständigkeit der Schweiz richtet und keinerlei hinreichend substantiierten Argumente vorbringt, dass die Annahmen des zuständigen Regierungsmitglieds im angefochtenen Unzulässigkeitsentscheid nicht zutreffend sind. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Beschwerdevorbringen, wie oben dargelegt, an die Schweizer Behörden und Gerichte zu verweisen. Insbesondere ist das umfassende Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach dieser im Heimatland bedroht sei, nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens über die Entscheidung der Zuständigkeit für das Asylverfahren. Vielmehr hatte der Beschwerdeführers sein Vorbringen den schweizerischen Behörden im dortigen materiellen Asylverfahren vorzutragen, wie ihm das Ausländer- und Passamt zu Recht in der Befragung vom 21.02.2020 vorgehalten hat.
4.
Ob die schweizerischen Behörden, die einer Übernahme des Beschwerdeführers bereits ausdrücklich zugestimmt haben, den Beschwerdeführer aufgrund der aktuellen Massnahmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus tatsächlich aufnehmen werden, ist entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde keine Frage, die auf das gegenständliche Zulässigkeitsverfahren Einfluss nimmt und den Vollzug unzulässig machen könnte. Bei der Festlegung des Zeitpunktes und der faktischen Durchführung der zulässigen Überstellung handelt es sich nämlich nicht um eine Frage, die im vorliegenden Verfahren zu klären ist, vielmehr stellt sie sich erst nach rechtskräftigem Abschluss des Beschwerdeverfahrens (vgl. ch BVGer, das auf diese Frage nicht eingeht, ua in E-8292020 vom 11.03.2020; s. auch öBVwG vom 17.03.2020, W239 2228917-1; vom 16.03.2020, W239 2228809-1, S. 34, wonach allenfalls temporär bestehende faktische Hindernisse bei der Überstellung eines Beschwerdeführers in einer derartigen Entscheidung ausser Betracht zu bleiben haben).
Die Festlegung des Termins für die Überstellung des Beschwerdeführers wird von den liechtensteinischen Behörden in enger Abstimmung mit den schweizerischen Behörden vorgenommen werden und die Rücküberstellung wird - aufgrund der aktuellen Situation - lediglich allenfalls verzögert stattfinden. Hierbei gilt es jedoch, die Fristen des Art. 29 Dublin-III-Verordnung für eine Überstellung zu wahren, der im Wesentlichen besagt, dass die Überstellung in Abstimmung der beteiligten Mitgliedstaaten erfolgt, sobald dies praktisch möglich ist und spätestens innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach der endgültigen Entscheidung über einen Rechtsbehelf.
Dies entspricht beispielsweise auch der aktuellen Praxis des Schweizer Staatssekretariats für Migration, wonach aktuell aufgrund der Notlage in Italien Überstellungen aufgeschoben werden (s. Mitteilung vom 26.02.2020, abrufbar unter www.sem.admin.ch/sem/de/home/aktuell/news/2020/2020-02-26.html, Abfrage vom 23.03.2020). Hervorzuheben ist überdies, dass Liechtenstein in der Schweiz aktuell nicht als Risikoland geführt wird und für den erkennenden Richter nicht ersichtlich ist, weshalb der Beschwerdeführer nicht ohne derartigen Aufschub ins Nachbarland Schweiz überstellt werden können sollte (ch COVID-19-Verordnung 2 vom 18. März 2020).  
5.
Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. a AsylG kann Asylsuchenden nach Massgabe der einschlägigen Bestimmungen der Zivilprozessordnung Verfahrenshilfe im Beschwerdeverfahren gewährt werden.
Ein Antrag auf Gewährung von Verfahrenshilfe kann gemäss Art. 83 Abs. 1a Asylgesetz frühestens mit dem verfahrenseinleitenden Schriftsatz bzw. der Beschwerde gestellt werden, was vorliegend eingehalten worden ist.
Gemäss § 63 Abs. 1 ZPO ist einer Verfahrenspartei Verfahrenshilfe zu bewilligen, wenn sie ausser Stande ist, die Kosten der Führung des Verfahrens ohne Beeinträchtigung des notwendigen Unterhalts zu bestreiten und die beabsichtigte Rechtsverfolgung nicht als offenbar mutwillig oder aussichtslos erscheint. 
Laut ständiger Rechtsprechung des Staatsgerichtshofes (vgl. ua in StGH 2015/116 vom 26.01.2016, derzeit nicht öffentlich abrufbar) liegt eine offenbare Aussichtslosigkeit der begehrten Rechtsverfolgung vor, wenn die Rechtsverfolgung schon ohne nähere Prüfung der Angriffs- oder Abwehrmittel als erfolglos erkannt werden kann. Um die Verfahrenshilfe bewilligen zu können, muss der Erfolg zwar nicht gewiss, aber nach der sofort erkennbaren Lage eine gewisse (wenn auch nicht allzu grosse) Wahrscheinlichkeit für sich haben (vgl. Michael Bydlinski, in: Fasching / Konecny [Hrsg.], Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, 2. Band/1. Teilband, 3. Aufl., Wien 2015, § 63, Rz. 20; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li). Ob eine Rechtsverfolgung offenbar aussichtslos ist, muss nämlich objektiv beurteilt werden, was im konkreten Fall eine Auseinandersetzung mit dem Vorbringen des Antragstellers in seinem Verfahrenshilfeantrag unter Zugrundelegung des Unzulässigkeitsentscheids erfordert. Bei der Prüfung der Erfolgsaussichten einer Beschwerdeführung ist jedoch grundsätzlich kein allzu strenger Massstab anzulegen, um den Anspruch der Verfahrenshilfe in einer für die Betroffenen existenziellen Angelegenheit nicht von vorneherein leer laufen zu lassen (vgl. Bydlinski aaO § 63 ZPO, Rz. 20 und Robert Fucik, in: Walter H. Rechberger [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 4. Aufl., Wien 2014, § 63 ZPO Rz. 6, jeweils mit Rechtsprechungsnachweisen). Die Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Prozessführung bzw. Rechtsverteidigung bedingt gemäss Judikatur des Staatsgerichtshofes jedenfalls eine ex ante bzw. prima facie Würdigung der Vorbringen und Umstände, auf die sich die antragstellende Partei beruft (StGH 2015/003 vom 23.03.2015, derzeit nicht öffentlich abrufbar; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, VGH 2016/056 vom 29.04.2016, Erw. 6, beide abrufbar unter: www.gerichtsentscheide.li).
Während zugunsten des Beschwerdeführers von einer Bedürftigkeit ausgegangen wird, ist ein Beschwerdeverfahren des Beschwerdeführers, der bereits in der Schweiz sein materielles Asylverfahren durchlaufen hat, die Zuständigkeit der Schweiz nicht bestreitet und in seiner Beschwerde keine geeigneten Gründe angibt und den Feststellungen des zuständigen Regierungsmitglieds nicht annähernd entgegentritt, in einer prima facie-Prüfung als offenbar aussichtslos zu beurteilen. Hierzu kann auf die oben stehende Begründung verwiesen werden. 
Auch das nicht nachgewiesene Vorbringen, dass die Schweiz den Beschwerdeführer aufgrund der aktuellen Situation in Hinblick auf das Coronavirus nicht aufnehmen werde, kann keine andere Entscheidung erwirken. Die Frage erweist sich als für das gegenständliche Verfahren nicht relevant, weil sie sich ausschliesslich auf die faktische Überstellung und deren allfällige Verzögerung bezieht. So bestimmt Art. 29 Dublin-III-Verordnung, dass eine derartige Überstellung, sobald dies praktisch möglich ist, innerhalb von sechs Monaten ab rechtskräftiger Entscheidung des gegenständlichen Beschwerdeverfahrens zu erfolgen hat, wobei weitere fristverlängernde Ausnahmen genannt werden. Die Frist zur Beurteilung einer allfälligen Verzögerung wird folglich erst mit Rechtskraft der vorliegenden Entscheidung zu laufen beginnen. Auch beinhaltet die aktuelle Verordnungslage in der Schweiz keine Restriktionen zur Einreise aus Liechtenstein, weshalb sich das Vorbringen als haltlos und in den Raum gestellt erweist. Mangels Verfahrensgegenständlichkeit erweist sich dieses Vorbringen somit ebenfalls als offensichtlich aussichtsloses Beschwerdevorbringen.
Aufgrund des Vorliegens dieser Negativvoraussetzung kann dem Beschwerdeführer deshalb keine Verfahrenshilfe zugesprochen werden und war dessen Antrag spruchgemäss abzuweisen.
Folglich war dem Beschwerdeführer auch keine Nachfrist für eine Ergänzung seiner Beschwerde gemäss Art. 80 Abs. 1a AsylG zu gewähren.
6.
Auf die Auferlegung von Gebühren für das gegenständliche Verfahren kann verzichtet werden (Art. 8 Abs. 4 GGG).