VGH 2020/044
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28.04.2020
VGH
Beschluss
Sprüche: abgewiesen
VGH 2020/044
BESCHLUSS
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, lic.iur. Andreas Batliner, hat
in der Beschwerdesache des
Beschwerdeführers:
A
Flüchtlingszentrum
Heuweg 8
9490 Vaduz
wegenAsyl (Unzulässigkeit / Dublin FR)
gegenUnzulässigkeitsentscheid des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 17. März 2020 zu UE 2629538
am 28. April 2020
entschieden:
1.Die Beschwerde vom 03. April 2020 gegen die Entscheidung des für das Ministerium für Inneres zuständigen Regierungsmitglieds vom 17. März 2020 wird abgewiesen und die angefochtene Entscheidung bestätigt. 
2.Der Antrag des Beschwerdeführers vom 03. April 2020 auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang wird abgewiesen.
3.Die Kosten des Verfahrens verbleiben dem Land.
TATBESTAND
1.
Der Beschwerdeführer reiste am 03.02.2020 in Liechtenstein ein und stellte gleichentags beim Ausländer- und Passamt ein Asylgesuch. Er nannte den im Rubrum angeführten Namen und gab an, er stamme aus Tibet (VR China), wo er am xx.yy.1990 geboren und seit seiner Kindheit zum Mönch ausgebildet worden sei. Sein letzter Wohnort sei in Nepal gewesen. Er konnte keine Identitäts- oder Reisedokumente vorlegen.
2.
Eine Prüfung in der Europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) vom 03.02.2020 ergab keinen Treffer.
Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit dem Europäischen Visainformationssystem (VIS) vom selben Tag ergab, dass der Beschwerdeführer dort mit mehreren Visa zum Zweck des Besuchs von Familie oder Freunden unter dem Namen B, geboren am ww.zz.1987, Staatsangehörigkeit Nepal, Beruf ..., gespeichert ist.
Zuletzt wurde der Beschwerdeführer mit einem durch Frankreich ausgestellten Visum C mit Gültigkeit vom 07.01.2020 bis 05.04.2020, für multiple Einreisen in den Schengen-Raum verzeichnet. Darüber hinaus sind ein ebenfalls von Frankreich ausgestelltes Visum A für eine Einreise in den Schengen-Raum mit Gültigkeit vom 15.07.2017 bis 28.09.2017, und die Verweigerung eines am 08.05.2019 beantragten Visums vermerkt.
3.
In seiner Befragung durch das Ausländer- und Passamt am 03.02.2020 gab der Beschwerdeführer an, dass er gesund sei. Tibet habe er bereits 2014 verlassen. Als er dem chinesischen Vorsitzenden gesagt habe, dass er nach Nepal und Indien gehen und an einer buddhistischen Versammlung teilnehmen sollte, habe dieser ihn geschlagen. Auf dem Weg zurück ins Kloster habe er Klebematerial beim Gemeindeamt und an der Schule aufgeklebt. Ein anderer Mönch habe ihm gesagt, dass er deshalb gesucht werde und in Gefahr sei, weshalb der Beschwerdeführer nach Nepal gegangen sei. Seine Eltern lebten noch in Tibet.  
Nepal habe der Beschwerdeführer am 2020 verlassen. Ein Mann habe ihn über Frankreich, wo er sich einige Tage aufgehalten habe, direkt nach Liechtenstein gebracht. Sein Visum wie auch die Reisedokumente seien ihm von diesem Schlepper beschafft worden. Dieser habe ihm dann neben diesen Reisepapieren auch eine Bestätigung seines Klosters in Nepal abgenommen. Der Beschwerdeführer führte in seinem Gepäck Mönchskleider, ein gerahmtes Bild des Dalai Lama, CHF sowie Währungen von Nepal und China mit sich.
Der Beschwerdeführer bestätigte, dass es sich beim im VIS gespeicherten Foto um das seinige handle und dass er nicht im Eurodac-System verzeichnet sei. Auf Vorhalt des für ihn im Jahr 2017 durch Frankreich ausgestellten Visums führte er aus, bereits 2017 habe man ihn für 10 Tage vom Kloster weggeschickt, um in Frankreich als Mönch an einer Maskentanz-Aufführung teilzunehmen.
Es gebe nichts, was er dazu sagen wolle, dass Frankreich nach der Dublin-III-Verordnung aufgrund des aktuellen Visums für sein Asylgesuch zuständig sei. Auf erneute Nachfrage führte der Beschwerdeführer aus, in Frankreich solle es gefährlich sein, weil es dort sehr viele für ihn gefährliche Menschen gebe.
4.
Gestützt auf das Ergebnis der Eurodac-Abfrage ersuchte das Ausländer- und Passamt die französischen Behörden am 04.02.2020 um Aufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 12 Abs. 2 oder 3 Dublin-III-Verordnung.
Die französischen Behörden teilten mit Schriftsatz vom 13.03.2020, übermittelt am 16.03.2020, mit, der Aufnahme des Beschwerdeführers B, geb. am ww.zz.1987, nepalesischer Staatsbürger, gemäss Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung zuzustimmen. Gleichzeitig wurden die Modalitäten für eine Überstellung bekanntgegeben und um Überstellung auf dem Luftweg über den Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris gebeten. Bei Fällen mit Bedarf an stationärer medizinischer Betreuung werde um eine Voranmeldung einen Monat vor dem geplanten Überstellungstermin gebeten. Ansonsten gelte eine Frist für die Voranmeldung von sieben Arbeitstagen.  
5.
Am 17.03.2020 entschied das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied nach Art. 5 Abs. 2 AsylG, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers wegen Unzulässigkeit zurückgewiesen (Ziff. 1.) und der Beschwerdeführer nach Frankreich weggewiesen werde (Ziff. 2.). Der Beschwerdeführer habe das Fürstentum Liechtenstein binnen sieben Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids zu verlassen (Ziff. 3.). Im Unterlassungsfall würden angemessene Zwangsmassnahmen angeordnet (Ziff. 4.).
6.
Dieser Unzulässigkeitsentscheid wurde dem Beschwerdeführer am 20.03.2020 durch das Ausländer- und Passamt eröffnet und übersetzt. Er gab an, alles verstanden zu haben. Er habe auch die Wegweisung  nach Frankreich verstanden.
Dem Beschwerdeführer wurden die Rechtsmittel, die Fristen, die Bestandteile einer Beschwerde und die kostenlose Rechtsberatung erläutert. Er wurde auf die Möglichkeit einer Rechtsvertretung durch einen Rechtsanwalt und die Einreichung eines Antrags auf Verfahrenshilfe sowie die Möglichkeit, die Beschwerde in seiner Muttersprache einzureichen, hingewiesen. Ihm wurde dargelegt, dass der Rechtsberater über eine juristische Qualifikation verfüge und seine Beratung die Chancen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren und dessen Ablauf, die Beratung und Unterstützung im Beschwerdeverfahren, jedoch nicht eine Vertretung vor Gericht umfasse. Zur Unterstützung im Beschwerdeverfahren zähle insbesondere die Stellung eines Verfahrenshilfeantrages, der zusammen mit der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einzureichen sei. 
Auf die Frage, ob der Beschwerdeführer eine kostenlose Rechtsberatung wünsche, fragte dieser, ob er unbedingt eine Beschwerde schreiben müsse. Nach Erläuterung der Vorgangsweise mit oder ohne Beschwerde und dem Hinweis auf die spezielle Situation wegen des Coronavirus gab der Beschwerdeführer an, eine Rechtsberatung zu wünschen.
Zum Gesundheitszustand befragt, führte der Beschwerdeführer aus, er sei gesund und stehe nicht in ärztlicher Behandlung. Eine solche sei bereits beendet. Es spreche aus medizinischen Gründen auch nichts gegen die Überstellung mit dem Flugzeug.
7.
Mit im Zuge der kostenlosen Rechtsberatung verfasstem Schriftsatz des Beschwerdeführers vom 03.04.2020 (Postaufgabe am selben Tag) erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen den Unzulässigkeitsentscheid vom 17.03.2020 an den Verwaltungsgerichtshof. Darin ficht er den Unzulässigkeitsentscheid zur Gänze an und macht als Beschwerdegründe insbesondere diejenigen des Art. 90 Abs. 6 LVG geltend. 
Der Beschwerdeführer stellt die Anträge, der Verwaltungsgerichtshof möge der gegenständlichen Beschwerde Folge geben und die angefochtene Entscheidung dahingehend abändern, dass der Unzulässigkeitsentscheid der Regierung vom 17.03.2020 ersatzlos aufgehoben und dem Beschwerdeführer Asyl gewährt werde, in eventu der Beschwerdeführer vorläufig aufgenommen werde; in eventu die angefochtene Entscheidung aufheben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung unter Bindung an die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofs an die Regierung zurückverweisen.
Mit demselben Schriftsatz stellte der Beschwerdeführer auch einen Antrag auf Gewährung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang unter Beigabe eines Rechtsanwaltes zum Verfahrenshelfer. Dem Schreiben beigefügt war ein Vermögensbekenntnis vom 27.03.2020.
8.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes zog die den Beschwerdeführer betreffenden Akten der Regierung und des Ausländer- und Passamtes bei und entschied am 28.04.2020 wie aus dem Spruch ersichtlich.
ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE
1.
Der Beschwerdeführer stellte am 03.02.2020 in Liechtenstein ein Asylgesuch. Somit ist das Asylgesetz (AsylG) vom 14.12.2011, LGBl. 2012 Nr. 29 idF LGBl. 2018 Nr. 392, grundsätzlich anwendbar.
Gemäss Art. 76 Abs. 1 AsylG kann gegen Entscheidungen der Regierung oder des zuständigen Regierungsmitglieds binnen 14 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.
Gemäss Art. 77 Abs. 2 Bst. a bzw. Bst. c AsylG entscheidet ein Einzelrichter des Verwaltungsgerichtshofes endgültig über Beschwerden gegen Entscheidungen betreffend die Unzulässigkeit eines Asylgesuchs und die damit verbundene Wegweisung bzw. über Anträge. Zuständig ist gemäss Geschäftsordnung vom 15.02.2019, LGBl. 2019 Nr. 42, iVm Ziff. 6 der Geschäftsverteilung vom 31.01.2020 der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes (Art. 77 Abs. 4 AsylG; abrufbar unter: www.vgh.li).
Im vorliegenden Verfahren kommt die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26.06.2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-Verordnung), direkt zur Anwendung.
Die rechtzeitige Beschwerde ist als zulässig im Sinne des Art. 76 Abs. 1 AsylG zu werten (vgl. dazu auch StGH 2017/167 vom 27.03.2018 sowie StGH 2017/142 vom 29.06.2018, beide nicht öffentlich abrufbar).
2.
Das für das Ministerium für Inneres zuständige Regierungsmitglied hat im auf Art. 20 Abs. 1 Bst. b AsylG gestützten Unzulässigkeitsentscheid vom 17.03.2020 festgestellt, dass die französischen Behörden dem fristgerechten liechtensteinischen Ersuchen um Aufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 22 iVm Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung ausdrücklich zustimmten, weshalb Frankreich für das Asyl- und Wegweisungsverfahren des Beschwerdeführers zuständig sei. Dem Beschwerdeführer sei zur Wegweisung nach Frankreich durch das Ausländer- und Passamt das rechtliche Gehör gewährt worden. Mit dem unspezifischen Vorbringen, in Frankreich solle es gefährlich sein, weil dort sehr viele Menschen seien, die gefährlich seien; er habe vom Schlepper gehört, dass es dort viele Menschen gebe, die für ihn gefährlich seien, bringe der Beschwerdeführer nichts vor, was gegen eine Überstellung nach Frankreich spreche. Die Prüfung der geschilderten Probleme in seinem Heimat- oder Herkunftsland und auch die Berücksichtigung der aktuellen abschieberelevanten Situation sei jedenfalls Sache der dafür zuständigen französischen Behörden. In keinem Fall spreche dieses Vorbringen gegen eine Wegweisung des Beschwerdeführers aus Liechtenstein nach Frankreich.
Insbesondere sei durch das zuständige Regierungsmitglied festzustellen, dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seine Asylgründe im Asylverfahren in Frankreich vorbringen müsse, keinen Einfluss auf die Zulässigkeit und Zumutbarkeit einer Überstellung des sich im besten Schaffensalter befindenden Beschwerdeführers nach Frankreich habe. Für Frankreich seien keine systemischen Mängel des Asylverfahrens oder des Asylwesens im Ganzen bekannt. Hervorzuheben sei vielmehr, dass Frankreich, das sich an die Vorgaben der Dublin-lll-Verordnung halte, dem Beschwerdeführer nach Art. 18. Abs. 2 Dublin-III-Verordnung die Möglichkeit einräumen werde, alle seine Asylgründe vorzubringen. Frankreich stelle auch sicher, dass der Beschwerdeführer gegen einen späteren allfälligen negativen Asylentscheid einen wirksamen Rechtsbehelf gemäss Art. 46 der Richtlinie 2013/32/EU einlegen könne. Es ergebe sich kein Hinweis, dass das zuständige Frankreich, dessen Behörden einer Aufnahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt hätten, dieser Verpflichtung nicht nachkommen werde. 
Frankreich beachte zudem das Non-Refoulement-Gebot, wonach Rückführungen in Länder, in welchen das Leben oder die Freiheit der Person gefährdet sei oder sie der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ausgesetzt wäre, nicht durchgeführt werden dürften. Es bleibe festzuhalten, dass Frankreich schutzwillig und schutzfähig sowie für den Beschwerdeführer sicher sei. Auch der Staatsgerichtshof hebe hierbei das im Dublin-Verfahren vorherrschende Prinzip des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten hervor, wonach davon auszugehen sei, dass ein Gericht in Frankreich auf Antrag die Ordnungsmässigkeit des bereits durchgeführten Asylverfahrens in Frankreich wie auch die Unzumutbarkeit einer Rücküberstellung in den Herkunftsstaat aufgrund von Art. 2 oder 3 EMRK überprüfe. Dagegen habe der Beschwerdeführer keinerlei Argumente vorgebracht. Deshalb sei der Vollzug der Wegweisung nach Frankreich zulässig.
Frankreich komme seinen Verpflichtungen aus der Dublin-III-Verordnung neben der Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie der weiteren Garantien aus den EU-Rechtsvorschriften vollumfänglich nach. Systemische Schwachstellen bei den Aufnahmebedingungen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung mit sich brächten, seien ebenfalls nicht bekannt. Sämtliche Mitgliedstaaten überstellten Asylsuchende nach Frankreich. Deshalb sei ein Vollzug der Wegweisung möglich.
Ein solcher sei auch zumutbar, da eine gesundheitliche Versorgung in physischer und psychischer Hinsicht für den Beschwerdeführer auch in Frankreich sichergestellt sei. Frankreich unterhalte ein gutes Gesundheitssystem, welches auch Asylsuchenden offenstehe. Der Beschwerdeführer habe überdies angegeben, dass es ihm körperlich gut gehe. Er habe selbst keine konkreten Gründe angegeben, weshalb eine Überstellung nach Frankreich aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, zulässig oder zumutbar wäre. Eine abermalige Nachfrage nach dem Gesundheitszustand erfolge im Rahmen des Vollzugs der Wegweisung. Auch Frankreich ergreife aktuell alle gängigen Massnahmen, um die weitere Verbreitung des Covid-19 einzudämmen.
Der Vollzug der Überstellung erfolge voraussichtlich auf dem Luftweg an die französischen Behörden. Die Möglichkeit und Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung des Beschwerdeführers würden hinsichtlich Covid-19 im Vollzugszeitpunkt abermals geprüft.
3.
Der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes schliesst sich diesen Feststellungen (Art. 101 Abs. 4 LVG) wie auch der rechtlichen Prüfung im Unzulässigkeitsentscheid vollinhaltlich an.
4.
Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vor, dass die Wegweisung nach Frankreich rechtlich nicht zulässig sei, weil sein Visum für Frankreich nur bis zum 05.04.2020 gültig gewesen sei, weshalb Frankreich den Beschwerdeführer aufgrund des nun abgelaufenen Visums nicht aufnehmen werde.
Mit diesem Vorbringen tritt der Beschwerdeführer den Feststellungen des zuständigen Regierungsmitglieds, dass Frankreich der Aufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 22 iVm Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung am 13.03.2020, Zustellung am 16.03.2020, explizit zugestimmt hat und damit die Zuständigkeit zur Durchführung seines Asylverfahrens auf Frankreich übergegangen ist, nicht entgegen. So bestimmt Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung:
Besitzt der Antragsteller ein gültiges Visum, so ist der Mitgliedstaat, der das Visum erteilt hat, für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zuständig, es sei denn, dass das Visum im Auftrag eines anderen Mitgliedstaats im Rahmen einer Vertretungsvereinbarung gemäss Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft erteilt wurde. In diesem Fall ist der vertretene Mitgliedstaat für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz zuständig.
Der Beschwerdeführer hatte zum Zeitpunkt seiner Asylgesuchstellung in Liechtenstein am 03.02.2020 unstrittig ein ihm aufgrund seines Antrags durch Frankreich ausgestelltes Visum C mit Gültigkeit vom 07.01.2020 bis 05.04.2020. Hierzu brachte er nicht vor, dass Frankreich dieses für einen anderen Mitgliedstaat ausgestellt hätte. Dagegen spräche auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer bereits wiederholt Anträge um Ausstellung eines Visums an Frankreich gestellt hatte und diesem auch ihm Jahr 2017 bereits ein Visum A durch Frankreich ausgestellt worden war. Überdies bestätigt der Beschwerdeführer selbst diese Visaausstellungen und gibt an, von Nepal nach Frankreich gereist zu sein, wo er sich vor der Weiterreise nach Liechtenstein einige Tage aufgehalten habe.
Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass bei der Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates nach den Zuständigkeitskriterien der Dublin-III-Verordnung das Versteinerungsprinzip zur Anwendung kommt (s. ua VGH 2018/143 vom 19.11.2018; VGH 2018/110 vom 05.09.2018, VGH 2018/080 vom 06.06.2018; alle abrufbar unter www.gerichtsentscheide. li), wonach gemäss Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung von der Situation ausgegangen wird, die zu dem Zeitpunkt gegeben ist, zu dem der Antragsteller seinen Antrag auf internationalen Schutz zum ersten Mal in einem Mitgliedstaat stellt. Da der Beschwerdeführer weder geltend macht, dass das Konsultationsverfahren nicht ordnungsgemäss geführt oder seine Verfahrensrechte verletzt worden seien, noch, dass systemische Schwachstellen im französischen Asyl- und Betreuungssystems vorlägen, ist ihm das Ergebnis des Konsultationsverfahrens entgegenzuhalten. So hat Frankreich aufgrund des gültigen Visums seine Zuständigkeit für das Asylverfahren des Beschwerdeführers ausdrücklich bestätigt. Damit ist die Zuständigkeit zur Durchführung des Asylverfahrens des Beschwerdeführers auf Frankreich übergegangen und Frankreich folglich der für den Beschwerdeführer gemäss Dublin-III-Verordnung zuständige Mitgliedstaat. Nur am Rande ist zu erwähnen, dass selbst ein Visum, aufgrund dessen ein Antragsteller in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats einreisen konnte und das seit weniger als sechs Monate abgelaufen ist, wie derzeit jenes des Beschwerdeführers diese Zuständigkeit begründen würde, solange ein Antragsteller das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten nicht verlassen hat (Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-Verordnung).
Deshalb muss das Argument in der Beschwerde, dass Frankreich sich nicht mehr für den Beschwerdeführer zuständig sehen und diesen nicht aufnehmen könnte, mit Verweis auf den eindeutigen Wortlaut der Dublin-III-Verordnung wie auch die oben genannte ständige Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes ins Leere gehen und erweist sich die Rechtsansicht des Beschwerdeführers als haltlos. Gleichermassen ergeben sich keinerlei Hinweise für die Behauptung, dass Frankreich, das der Aufnahme des Beschwerdeführers explizit - und damit auch der Führung seines Asylverfahrens - zugestimmt hat, den Beschwerdeführer nicht aufnehmen wird. Hierbei ist auf die ständige Judikatur des Staatsgerichtshofes wie auch des Verwaltungsgerichtshofes zu verweisen, wonach aufgrund des der Dublin-III-Verordnung zugrunde liegenden gegenseitigen Vertrauens unter den Mitgliedstaaten (StGH 2018/064 vom 04.12.2018, Erw. 3.1.6., öffentlich abrufbar unter: www.gerichtsentscheide.li, mit Verweis auf StGH 2016/98, Erw. 12.7; EuGH 10.12.2013, Abdullahi, C-394/12, EU:C:2013:813, Rn. 52 und 53; 07.06.2016, Ghezelbash, C- 63/15, EU:C:2016:409, Rn. 55; ua VGH 2020/002 vom 03.02.2020, VGH 2018/125 vom 28.11.2018, beide öffentlich abrufbar) davon ausgegangen werden darf, dass Frankreich sich an seine Verpflichtungen halten wird.
Folglich konnte auch auf die diesbezügliche Parteieneinvernahme verzichtet werden, weil dem Vorbringen des Beschwerdeführers vollinhaltlich gefolgt wurde, wonach dieser sein Visum durch Frankreich erhalten hat, er mit gültigem Visum in den Schengen-Raum einreiste und ein paar Tage in Frankreich zubrachte, bevor er nach Liechtenstein weiterreiste. Die irrige, im Widerspruch zu den Regelungen der Dublin-III-Verordnung stehende Rechtsansicht des Beschwerdeführers kann keine Verhandlungspflicht auslösen und war mit diesem nicht näher zu erörtern.
5.
Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde weiter vor, dass sehr fraglich sei, ob die französischen Behörden ihn aufgrund der aktuellen Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufnehmen werden. Vielmehr sei davon auszugehen, dass dies nicht der Fall sei und folglich eine Wegweisung des Beschwerdeführers nach Frankreich nicht möglich sei.
Mit diesem Vorbringen tritt der Beschwerdeführer der angefochtenen Entscheidung erneut nicht ansatzweise entgegen. Weder ist diese Behauptung von ihm in irgendeiner Art belegt noch geht der Beschwerdeführer auf die zutreffenden Feststellungen des Regierungsmitglieds in der angefochtenen Entscheidung ein, dass die Antwort der französischen Behörden vom 13.03.2020, übermittelt am 16.03.2020, keine Einschränkungen zur Überstellung von Asylsuchenden angesichts des Covid-19 enthalte. Es werde lediglich um eine Vorankündigung von sieben Tagen vor dem Überstellungsdatum gebeten. Auch Frankreich ergreife aktuell alle gängigen Massnahmen, um die weitere Verbreitung des Covid-19 einzudämmen. Selbstverständlich würden die diesbezüglichen Entwicklungen im Zeitpunkt des Vollzugs der Wegweisung abermals geprüft und bei entsprechend relevanten Einschränkungen aufgrund des Covid-19 auf Seiten Frankreichs eine Verlängerung der Ausreisefrist gemäss Art. 26 Abs. 2 AsylG vorgenommen. Damit sei der Vollzug der Wegweisung nach Frankreich auch aktuell zumutbar. Es lägen somit keine Hinweise vor, dass eine Wegweisung nach Frankreich nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar wäre. Bei Frankreich handle es sich um einen „Dublin-Staat" und somit um ein sicheres Land, welches seinen Pflichten gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention, der EMRK und der EU-Grundrechtscharta nachkomme. Es gelte die Annahme, dass alle durch die Dublin-Ill-Verordnung gebundenen Staaten die Grundrechte beachteten und dass die Mitgliedstaaten insoweit ein gegenseitiges Vertrauen ineinander haben dürften. Es bestehe für den Beschwerdeführer folglich kein konkretes Risiko, dass er gezwungen sei, in ein Land auszureisen, in welchem er verfolgt oder unmenschlicher Behandlung ausgesetzt wäre.
Dem Beschwerdeführer ist hierzu ergänzend entgegenzuhalten, dass der Verwaltungsgerichtshof bereits in seinem Beschluss zu VGH 2020/036 vom 23.03.2020 - einem Verfahren, in dem die Beschwerde ebenfalls mit Unterstützung des Rechtsberaters erhoben worden war - mit Verweis auf die Judikatur in der Schweiz wie auch in Österreich festgehalten hat, dass ein derartiges aktuelles, faktisches Überstellungshindernis keine Frage sei, die auf das gegenständliche Zulässigkeitsverfahren Einfluss nehme und den Vollzug unzulässig machen könnte. Bei der Festlegung des Zeitpunktes und der faktischen Durchführung der zulässigen Überstellung handle es sich nämlich nicht um eine Frage, die im vorliegenden Verfahren zu klären sei, vielmehr stelle sie sich erst nach rechtskräftigem Abschluss des Beschwerdeverfahrens. Die Festlegung des Termins für die Überstellung des Beschwerdeführers werde von den liechtensteinischen Behörden in enger Abstimmung mit den Behörden des Aufnahmestaates vorgenommen werden und die Rücküberstellung werde - aufgrund der aktuellen Situation - lediglich allenfalls verzögert stattfinden. Hierbei gelte es lediglich, die Fristen des Art. 29 Dublin-III-Verordnung für eine Überstellung zu wahren, der im Wesentlichen besage, dass die Überstellung in Abstimmung der beteiligten Mitgliedstaaten erfolge, sobald dies praktisch möglich sei und spätestens innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach der endgültigen Entscheidung über einen Rechtsbehelf.
Dies entspricht nach wie der Judikatur in der Schweiz, wonach die Verbreitung des Coronavirus der Überstellung einer nicht vulnerablen Person nicht entgegensteht, allfällige Vollzugshindernisse nicht zu überprüfen sind und die mit der Überstellung beauftragten Behörden die besonderen Bedürfnisse eines Beschwerdeführers - einschliesslich die der notwendigen medizinischen Versorgung, auch in Bezug auf die Corona-Problematik - berücksichtigten, sollte dies erforderlich sein (vgl. BVGer vom 12.03.2020, F-1268/2020; vom 17.04.2020, D-1925/2020). Auch das österreichische Bundesverwaltungsgericht betont, dass derartige temporär bestehende faktische Hindernisse bei der Überstellung eines Beschwerdeführers ausser Betracht zu bleiben haben (s. ua BVwG vom 02.04.2020, W235 2223404-1; vom 08.04.2020, W239 2229735-1; vom 16.03.2020, W239 2228809-1) und bezogen auf eine Überstellungsfrist von sechs Monaten kein generelles Überstellungshindernis aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie vorliegt (BVwG vom 14.04.2020, W125 2230092-1). Der österreichische Verwaltungsgerichtshof geht ebenfalls davon aus, dass die Situation hinsichtlich der Reisebeschränkungen eine lediglich vorübergehende ist (Erkenntnis vom 01.04.2020, Ra 2020/21/0116).
Die Europäische Kommission hebt diesbezüglich in ihrer Mitteilung vom 17.04.2020 (COVID-19: Hinweise zur Umsetzung der einschlägigen EU-Bestimmungen im Bereich der Asyl- und Rückführungsverfahren und zur Neuansiedlung, 2020/C 126/02, S. 16) hervor, dass für ein gut funktionierendes Dublin-System eine enge Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten von grundlegender Bedeutung sei. Sie fordert alle Mitgliedstaaten auf, die Überstellungen je nach Entwicklung der Lage so bald wie praktisch möglich wieder aufzunehmen. Die Kommission und das EASO seien bereit, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten zu erleichtern; dies gelte gegebenenfalls auch für die bilaterale Zusammenarbeit.
Das lediglich in den Raum gestellte Vorbringen des Beschwerdeführers, dass seine Aufnahme durch Frankreich aufgrund der aktuellen Massnahmen im Zusammenhang mit den Coronavirus fraglich und eine Wegweisung nicht möglich sei, muss deshalb ins Leere gehen. Beim Beschwerdeführer handelt es sich, wie das zuständige Regierungsmitglied in seiner Entscheidung unangefochten ausführte, um einen gesunden Mann im besten Schaffensalter. Damit gehört er in Bezug auf das Coronavirus und eine Covid 19-Erkrankung nicht zur Risikogruppe (s. www.who.int/health-topics/coronavirus#tab tab_1, Abfrage vom 27.04.2020). Aus dem vorliegenden Verfahren ergeben sich keinerlei Hinweise, dass Frankreich seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wird und dem Beschwerdeführer nicht - falls notwendig - neben einer Unterbringung während seines Asylverfahrens auch die notwendige medizinische Versorgung zukommen lassen wird. 
Der Beschwerdeführer legt nicht dar, worüber er hierzu Beweis in einer Parteieneinvernahme erstatten will, insbesondere gelingt es ihm nicht, ein annähernd konkretes Risiko für sich selbst darzulegen oder aufzuzeigen, warum ihn Frankreich nicht - wenn auch allenfalls zeitlich etwas verzögert - von Liechtenstein übernehmen sollte. Deshalb war auch diesem Beweisantrag nicht zu folgen.
6.
Wenn der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde letztlich vorbringt, dass dem Beschwerdeführer bei einer Ablehnung seines Asylgesuches eine Wegweisung nach Tibet drohe, wo dieser um sein Leben fürchte, was entgegen der Ansicht der Regierung ein Überstellungshindernis darstelle, so ist der Beschwerdeführer erneut auf die Zustimmung Frankreichs zur Übernahme des Beschwerdeführers und der damit verbundenen Verpflichtung zur Durchführung seines Asylverfahrens zu verweisen.
Mit seinem Vorbringen vermag der Beschwerdeführer nichts aufzuzeigen, das der Annahme, dass es sich bei Frankreich um einen funktionierenden Rechtsstaat handelt, der sich an die Verpflichtungen aus der Dublin-III-Verordnung halten wird, entgegentreten kann. Für das für das Verfahren zuständige Frankreich sind keine systemischen Schwachstellen festzustellen und der Beschwerdeführer wird dort sein materielles Asylverfahren erhalten, wie das zuständige Regierungsmitglied bereits richtig festgestellt hat. Auch darf Liechtenstein darauf vertrauen, dass Frankreich das Verbot des Refoulement nicht verletzen wird und für den Beschwerdeführer ein sicherer Staat ist (s. VGH 2019/029 vom 11.03.2019, Erw. 5, öffentlich abrufbar). Dazu hielt der Staatsgerichtshof in seinem Urteil zu StGH 2018/091 vom 29.10.2018 (abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li) fest, dass unter Verweis auf das im Dublin-Verfahren vorherrschende Prinzip des Vertrauens unter den Mitgliedstaaten (vgl. hierzu Erw. 4) davon auszugehen ist, dass ein Gericht im zuständigen Mitgliedstaat auf Antrag die Ordnungsmässigkeit eines bereits durchgeführten Asylverfahrens wie auch die Unzumutbarkeit einer Rücküberstellung in den Herkunftsstaat aufgrund von Art. 2 oder 3 EMRK überprüft. Gleichermassen wird Frankreich sich an seine sonstigen Verpflichtungen in Bezug auf die Betreuung und allfällige medizinische Versorgung des Beschwerdeführers halten. Sollten dem Beschwerdeführer in Frankreich tatsächlich Menschen in irgendeiner Art gefährlich sein, was er nunmehr in seiner Beschwerde gar nicht mehr vorbringt, so ist er mit diesem Vorbringen an die dortigen Sicherheitsbehörden sowie mit seinen Ausführungen zur Verfolgung im Heimat- oder Herkunftsstaat an die französischen Behörden und Gerichte zu verweisen.
Der Verwaltungsgerichtshof kann folglich nicht erkennen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nach Frankreich nicht zulässig oder nicht zumutbar sein sollte, weil dem Beschwerdeführer, einem nepalesischen Staatsbürger, die Ausschaffung nach Tibet oder eine sonstige Verletzung seiner durch Art. 2, 3 EMRK geschützten Rechte drohen könnte. Auch hierzu war folglich die Parteieneinvernahme kein taugliches Beweismittel, weil es für dieses Vorbringen keinen Anhaltspunkt im Verfahren gibt und es sich auch nicht als ausreichend konkret erweist.
7.
Zusammengefasst ist das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht geeignet, das Ergebnis des Konsultationsverfahrens mit Frankreich infrage zu stellen oder den Vollzug der Wegweisung nach Frankreich als nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar darzulegen. Vom (laut seinen eigenen Angaben) gesunden Beschwerdeführer wurde auch nichts vorgebracht, wonach ein dauerhaftes den Beschwerdeführer betreffendes Hindernis in Bezug auf seine Überstellung nach Frankreich vorliegen würde, weil die Überstellung insbesondere eine unzumutbare Verschlechterung seines Gesundheitszustandes hervorrufen oder einen besonderen Härtefall darstellen könnte. Folglich war der angefochtene Unzulässigkeitsentscheid nicht zu bemängeln und spruchgemäss zu entscheiden.
8.
Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. a AsylG kann Asylsuchenden nach Massgabe der einschlägigen Bestimmungen der Zivilprozessordnung Verfahrenshilfe im Beschwerdeverfahren gewährt werden.
Ein Antrag auf Gewährung von Verfahrenshilfe kann gemäss Art. 83 Abs. 1a Asylgesetz frühestens mit dem verfahrenseinleitenden Schriftsatz bzw. der Beschwerde gestellt werden, was vorliegend eingehalten worden ist.
Gemäss § 63 Abs. 1 ZPO ist einer Verfahrenspartei Verfahrenshilfe zu bewilligen, wenn sie ausser Stande ist, die Kosten der Führung des Verfahrens ohne Beeinträchtigung des notwendigen Unterhalts zu bestreiten und die beabsichtigte Rechtsverfolgung nicht als offenbar mutwillig oder aussichtslos erscheint. 
Laut ständiger Rechtsprechung des Staatsgerichtshofes (vgl. ua in StGH 2015/116 vom 26.01.2016, derzeit nicht öffentlich abrufbar) liegt eine offenbare Aussichtslosigkeit der begehrten Rechtsverfolgung vor, wenn die Rechtsverfolgung schon ohne nähere Prüfung der Angriffs- oder Abwehrmittel als erfolglos erkannt werden kann. Um die Verfahrenshilfe bewilligen zu können, muss der Erfolg zwar nicht gewiss, aber nach der sofort erkennbaren Lage eine gewisse (wenn auch nicht allzu grosse) Wahrscheinlichkeit für sich haben (vgl. Michael Bydlinski, in: Fasching / Konecny [Hrsg.], Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, 2. Band/1. Teilband, 3. Aufl., Wien 2015, § 63, Rz. 20; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, abrufbar unter www.gerichtsentscheide.li). Ob eine Rechtsverfolgung offenbar aussichtslos ist, muss nämlich objektiv beurteilt werden, was im konkreten Fall eine Auseinandersetzung mit dem Vorbringen des Antragstellers in seinem Verfahrenshilfeantrag unter Zugrundelegung des Unzulässigkeitsentscheids erfordert. Bei der Prüfung der Erfolgsaussichten einer Beschwerdeführung ist jedoch grundsätzlich kein allzu strenger Massstab anzulegen, um den Anspruch der Verfahrenshilfe in einer für die Betroffenen existenziellen Angelegenheit nicht von vorneherein leer laufen zu lassen (vgl. Bydlinski aaO § 63 ZPO, Rz. 20 und Robert Fucik, in: Walter H. Rechberger [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 4. Aufl., Wien 2014, § 63 ZPO Rz. 6, jeweils mit Rechtsprechungsnachweisen). Die Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Prozessführung bzw. Rechtsverteidigung bedingt gemäss Judikatur des Staatsgerichtshofes jedenfalls eine ex ante bzw. prima facie Würdigung der Vorbringen und Umstände, auf die sich die antragstellende Partei beruft (StGH 2015/003 vom 23.03.2015, derzeit nicht öffentlich abrufbar; vgl. auch StGH 2013/171 vom 01.09.2014, VGH 2016/056 vom 29.04.2016, Erw. 6, beide abrufbar unter: www.gerichtsentscheide.li).
Während zugunsten des Beschwerdeführers von einer Bedürftigkeit ausgegangen wird, ist im vorliegenden „typischen Routinefall" (StGH 2019/038 vom 29.10.2019; StGH 2019/091 vom 03.12.2019, nicht öffentlich abrufbar) ein Beschwerdeverfahren des gesunden Beschwerdeführers, der keine vulnerable Person ist und unentgeltliche Rechtsberatung sowie Unterstützung zur Einbringung der vorliegenden Beschwerde erhalten hat, in einer prima facie-Prüfung als offenbar aussichtslos zu beurteilen (vgl. hierzu auch BVGer vom 12.03.2020, F-1268/2020, vom 17.04.2020, D-1925/2020, wonach derartige Begehren aussichtslos sind).  
So steht das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach Frankreich ihn aufgrund seines mittlerweile abgelaufenen Visums nicht aufnehmen wird, dem eindeutigen Wortlaut der Dublin-III-Verordnung wie auch der ständigen Judikatur des Verwaltungsgerichtshof (s. oben zum Zuständigkeitskriterium des Art. 12 Dublin-III-Verordnung, zum Versteinerungsprinzip und zum Vertrauen der Mitgliedstaaten) klar entgegen.
Auch in Bezug auf das Coronavirus bzw. die Covid-19-Erkrankung liegen bereits Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes wie auch der Gerichte der Nachbarländer Schweiz und Österreich sowie eine Mitteilung der Europäischen Kommission vor. Demgemäss kommt es aktuell maximal zu vorübergehenden Verzögerungen im rein faktischen Überstellungsvollzug. Solange solche Verzögerungen im Rahmen der Fristen des Art. 29 Dublin-III-Verordnung bleiben, sind diese rechtlich irrelevant und findet insbesondere kein Zuständigkeitsübergang auf den ersuchenden Mitgliedstaat statt. Die Frist zur Beurteilung einer derartigen Verzögerung beginnt überdies erst mit Rechtskraft der vorliegenden Entscheidung zu laufen und war deshalb keine Frage des gegenständlichen Verfahrens. 
Da das für den Beschwerdeführer sichere Frankreich sich an seine Verpflichtungen halten und dem Beschwerdeführer unter Wahrung seiner Rechte ein materielles Asylverfahren gewähren wird, muss auch der Verweis des Beschwerdeführers auf eine Rückverbringung in sein Heimatland mangels eines konkreten, aktuellen Risikos für den Beschwerdeführer ins Leere gehen. Hervorgehoben wird überdies, dass der Beschwerdeführer seine Visumsanträge als nepalesischer Staatsangehöriger gestellt hat, weshalb für den Verwaltungsgerichtshof nicht ersichtlich ist, weshalb dieser - selbst bei Abweisung seines Asylgesuchs - von Frankreich nach Tibet verbracht werden sollte. 
Aufgrund des Vorliegens dieser Negativvoraussetzung (s. auch Art. 27 Abs. 6 Unterabs. 2 Dublin-III-Verordnung) kann dem Beschwerdeführer deshalb keine Verfahrenshilfe zugesprochen werden und war dessen Antrag spruchgemäss abzuweisen.
Folglich war dem Beschwerdeführer auch keine Nachfrist für eine Ergänzung seiner Beschwerde gemäss Art. 80 Abs. 1a AsylG zu gewähren.
9.
Auf die Auferlegung von Gebühren für das gegenständliche Verfahren kann verzichtet werden (Art. 8 Abs. 4 GGG).